Nottuln in alten Ansichten

Nottuln in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Fliss und Hans-Peter Boer
Gemeente
:   Nottuln
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2094-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nottuln in alten Ansichten'

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29. Wohl dank des Einflusses des Stiftes gab es in Nottuln immer eine bildungsfreundliche Atrnosphäre. Schon im Mittelalter gab es eine Schule hier, ab 1672 wurde sogar für die Mädchen ein eigenes Unterrichtswesen eingerichtet. Unser Bild zeigt die 1972 abgerissene Schule, die am Ende des 19. Jahrhunderts auf dern heutigen Kastanienplatz erbaut wurde. Stilistisch gesehen war sie der einzige klassische Behördenbau preußischer Prägung am Ort. Viele hundert Kinder aus Nottuln wurden hier in nahezu 90 Jahren unterrichtet. Die Säulenhalle war der klassische Versammlungsort zum Beispiel für Klassen- und Gruppenfotos. Und im Winter rodelte man von den unteren Treppenabsätzen den Schulplatz mit Schwung hinunter.

30. Vor mehr als SO Jahren stellte sich diese Klasse mit ihrem damaligen Lehrer, dem bekarmten Rektor Heinemann, der Kamera. Im Vergleich zu heute stellt sich dieses Klassenzimmer natürlich sehr kahl und 'ordentlich' dar. Auch der Haarschnitt der Jungen läßt sicherlich auf die entsprechende Einstellung zurückschließen. Ordnung und Disziplin, zum Teil auch durch den pädagogischen Rohrstock erreicht, waren damals noch uneingeschränkt anerkannte Erziehungsziele. Das heißt aber nicht, daß es keine lustigen Tage gegeben hätte!

Gruss aus J'f ottuln

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31. Am Ende der Stiftsstraße, wo diese in die heutige B 67 einmündet, wurde 1899 ein Kriegerdenkmal errichtet. Nach Entwurf und Ausführung des Nottulner Bildhauers Höne entstand auf einer kleinen dreieckigen Verkehrsinsel der säulenförmige Aufbau. Ein Friedensengel überreichte dem sterbenden Krieger die Krone des Sieges. Gekrönt wurde das ganze Werk vom Eisernen Kreuz und einem Reichsadler, 1958 mußte dieses Denkmal dem Straßenverkehr weichen. Beim Abbruch fand man noch die Grundsteinurkunde. Unser Bild zeigt auf der Stiftsstraße, die damals noch beidseitig mit Platanen bepflanzt war, übrigens ein Ochsengespann. Diese Aufnahme entstand kurz nach 1900.

32. Enge Bebauung begrenzte früher auch den unteren Teil der Burgstraße, die zum Kirchhof fûhrte. Die Postkarte aus den frühen dreißiger Jahren zeigt die beiden Häuser Ahlers (heute Petermann) und Denter. Das Haus Ahlers war zu dieser Zeit noch voll als Iandwlrtschaftllcher Betrieb genutzt. Daneben gab es hier auch die letzte der so typischen Schankgaststätten, die zumeist im Nebenberuf betrieben wurden. Das Gasthaus Denter kann übrigens auf eine Tradition von etwa 300 Jahren zurückblicken,

33. Diese seltene Aufnahme der Zeit um 1900 zeigt die Kirche St. Martin mit ihrem gotischen Ostchor. Die Aufnahme entstand aus der Burgstraße heraus. Das große Dach der Kirche war zu diesem Zeitpunkt noch mit Schieferplatten gedeckt, auch waren noch kleine Dachluken, sogenannte 'Uhlenfluchten', angebracht. An der Nordwand der Sakristei, die ursprünglich nur von der Kirche zu erreichen war, hatte man um 1850 eines der schönsten erhaltenen Nottulner Bildwerke angebracht, eine Sandsteinfigur des leidenden Christus, die im Volksmund nur 'der arme Hiob' genannt wurde. Dieses Werk des bekannten Bildhauers Joharm Wilhelm Gröninger entstand nach 1700 und wurde später in die Kirche versetzt.

34. Zum Ende des 19. Jahrhunderts errichtete der Kaufmann Havixbeck dieses stattliche Haus. Ein Teil des Gebäudes diente der Gaststätte, die linke Haushä1fte einern Kolonialwarenladen. Auf dem heutigen Bürgersteig war auch noch eine Laube filr die Gäste eingerichtet. Viele Feste sind hier gefeiert worden. Vor allem am zweiten Schützenfesttag residierte hier der jeweilige König. Aus dem Fenster über der Haustür wurden bei dieser Gelegenheit Bonbons unter die Kinder gestreut. Unser Foto dürfte noch vor 1914 entstanden sein. Rechts ist noch soeben ein Kirrnesstand zu erkennen.

35. Kleine Häuser auf schmaler Grundfläche kennzeichnen die Bebauung am Kirchplatz. Sie entstanden aus einer Kette von Speichern, die sich an die alte Friedhofsrnauer anlehnten. Deutlich erkennen wir an dieser Postkarte aus der Zeit vor 1930 die alten Haus- und Fassadenformen. Großflächige Schaufenstereinbrüche waren damals noch selten. Das Haus Kirchplatz 1 beherbergte die Druckerei und den Verlag J.H. Niemann. Die gesamte Hausreihe ist nach dem 'Großen Brand' von 1748 errichtet worden, allein das Haus Faltmann ist jünger,

36. Aus der entgegengesetzten Richtung zeigt uns diese Aufnahme die Situation am Kirchplatz etwa um 1910. Der freie Platz zwischen dem Haus Wübken und dem Dekanat war damals noch durch drei kleine Häuser geschlossen. In diesen ehemaligen Speichern war im 18. Jahrhundert unter anderem die Mädchenschule untergebracht. Ganz links erkennen wir auch noch die damals zu jedem Haus gehörende Wasserpumpe. Das Schild 'Schritt fahren' kennzeichnet den nur wenigen Meter breiten Zugang zur Hagenstraße. Auch auf diesem Foto sind die alten Straßenlaternen zu erkennen. Die Familie Krampe aus der Hagenstraße hatte früher das Amt des Lampenanzünders inne und versorgte jeweils abends die Petroleumlaternen.

37. Direkt am Kirchplatz - an der Stelle der heutigen Kreissparkasse - befand sich das Anwesen Lammerding. Viele Nottulner können sich noch sehr gut an diesen beliebten Treffpunkt erinnern, denn hier war lange Zeit ein Café untergebracht. Auch war hier die Möglichkeit zu speisen gegeben. Unsere Aufnahme entstand in den zwanziger Jahren. Am linken Bildrand erkennen wir schon den 1903 errichteten Neubau des Schulzenhofes Schürmann-Vehoff,

38. Der Kirchhof im Norden von St. Martin diente seit dem Mittelalter bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein als Begräbnis für alle Nottulner Familien. Jede Hausstätte besaß auf dem Kirchhof, der damals noch dichter an die Häuser heranreichte, einen eigenen Erbbegräbnisplatz. Somit wurden Verstorbene einer bestimmten Familie immer am gleichen Platz beigesetzt. Bei steigender Bevölkerungszahl ergab sich ein erheblicher Platzmangel. Deshalb wurde in der Regel nach einigen Jahren das Grab geöffnet und die Knochen wurden in einem 'Beinhaus', das an der Stelle der heutigen Sakristei stand, aufgestellt. Kurz nach 1820 verlegte man den Friedhof'vor das Dorf.

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