Nottuln in alten Ansichten

Nottuln in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Fliss und Hans-Peter Boer
Gemeente
:   Nottuln
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2094-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nottuln in alten Ansichten'

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49. Hier ein Bliek in die Betriebsräume der ehemaligen Firma Rhode. In dieser Halle wurden an den zahlreichen Maschinen die Fußstücke an die Strürnpfe angesetzt beziehungsweise augestriekt. In der Firma Rhode, die ja auch eine eigene Spinnerei-Abteilung unterhielt, haben in der Blütezeit allein in Nottu1n etwa 800 Menschen gearbeitet. Die Firma war der größte Arbeitgeber am Ort. Man geht auch davon aus, daß Rhode noch in den dreißiger Jahren der größte Strumpfhersteller in Europa gewesen ist. Krieg, Wandlungen in der Textilindustrie und allgemeine Wirtschaftslage brachten aber Schwierigkeiten. Im Dezember 1973 brannte die Fabrik aus, Maschinen und Vorräte wurden vernichtet. Damit war die fast hundertjährige Geschichte dieses Unternehmens in Nottu1n beendet.

50. Seit 1902 besteht in Nottuln eine höhere Schule für Mädchen, die auf Anregung einer Nottulner Bürgerin gegründet wurde. Später, im Jahre 1927, übernahmen die Schwestern Unserer Lieben Frau diese Einrichtung und betreuen sie bis in unsere Tage hinein. Die inzwischen zur Realschule für Jungen und Mädchen entwickelte Bildungseinrichtung erfreut sich starken Zuspruchs aus der näheren Urngebung; ebenfalls ist ein Internat eingerichtet. Seit 1934 besteht die Niederlassung an der Burgstraße, wo die Baronin Emma von Twickel ein schönes Haus besaß, das nach ihrem Tode in den Besitz des Ordens überging. Unsere Aufnahme entstand um die Jahrhundertwende und zeigt eine Jagdgesellschaft, wie sie von diesem adeligen Hause sicherlich häufiger aufgebrochen ist.

51. Unser Bild zeigt den Vorgängerbau des heutigen Anwesens Möllers an der Burgstraße. Bis etwa 1930 stand dieses typische westfälische Bauernhaus mit der großen 'Niendör' und der natursteingepflasterten Hofzufahrt. Im 19. Jahrhundert gehörte dieses Haus der Familie Schwering, die später das Anwesen auf der gegenüberliegenden Straßenseite erwarb. Links von der Hofauffahrt erkennen wir eines der schon genarmten Nebenhäuschen, in denen früher Heuerlinge und Tagelöhner zu leben pflegten. Dem Fotografen stellten sich hier die Bewohner und Nachbarn einen Tag bevor dieses alte Haus abgerissen wurde.

52. Schwimmen und Baden hat sich bei der Jugend stets großer Beliebtheit erfreut. In Nottuln dienten bis in die zwanziger Jahre die Teiche und die Kolke der Mühlenbäche diesern sportlichen Zweck. Im Mühlenteich hatte man sogar einen bestimmten Bezirk abgetrennt und mit einer verbretterten Steganlage versehen, so daß ordnungsgemäß und züchtig streng nach Männlein und Weiblein beziehungsweise den entsprechenden Badezeiten getrennt 'gepIümpst' werden konnte. Eine erste Großtat war dann die Errichtung der neuen Badeanstalt bei Zumbülte Mitte der zwanziger Jahre. Diese Anlage erhielt ihr Wasser ebenfalls aus dem Mühlenteich, mit dem sie durch einen Kanal verbunden war. Da die Filter oft defekt waren, kamen Frösche und Kaulquappen als Badegenossen hinzu. Heute ist diese Badeanstalt abgerissen. Hallenbad und Wellenfreibad sind neue Anziehungspunkte. Aufnahme um 1925.

53. Der Hof Schulze Westerath im Stevertal ist sicherlich einer der ältesten Höfe unserer Gegend; schon im Mittelalter ist er urkundlich nachweisbar. Auf seinem Grund saßen die Schulzen zu Stevern, die als Inhaber eines Oberhofes des Nottulner Stiftes einen großen Einfluß hatten. Natürlich gehörte zu einem Hof dieses Gewichtes einen eigene Mühle, die bis in unsere Tage - wenn auch verändert erhalten ist. Unsere Aufnahme zeigt den Zustand des Bauwerks um 1930. Technisch ist die Mühle wenn auch heute ohne eigenes Mühlrad - noch in Ordnung.

54. Eng mit der Geschichte der 'Entdeckung' der Schönheiten der Baumbergelandschaft ist der Baumbergc-Verein verbunden. Wanderfreunde aus Münster gründeten 1896 diesen Verband, der sich die Pflege der Landschaft zur Aufgabe gemacht hat. Bereits 1897 begannen die Planungen flir einen Aussichtsturm auf dem Westerberg. 1901 war das für die damalige Zeit sehr aufwendige Unternehmen beendet und ein beliebter Zielpunkt für Wanderungen geschaffen. Unser Bild zeigt den Zustand des Bauwerks nach dem Ersten Weltkrieg. 1952 wurde der Turm für die Zwecke der Bundespost als Richtfunkstelle umgebaut und in seinen heutigen Zustand versetzt.

55. Kurz vor dern Ersten Weltkrieg entstand in der Burg Altena die erste Jugendherberge und von hier aus ging der Wandergedanke um die ganze Welt. Schon bald wurden in ganz Deutschland diese Einrichtungen geschaffen, schon 1926 in dem Baumbergen eine der ersten westfälischen Herbergen neu errichtet. Ganz im heimisehen Sandstein gehalten ist das interessante Gebäude, das man der großen Dichterin Annette von Droste Hülshoff widmete, Weit über die Grenzen Westfalens wurde dieser Treffpunkt der wanderfreudigen Jugend berühmt, hohe Übernachtungsziffern belegen die Beliebtheit bis in die jüngste Zeit. Ein Neubau - gelegen im Nottulner Sport- und Erholungszentrum - soll diese Tradition fortsetzen.

56. In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann man in Nottuln ein neues Krankenhaus zu errichten. Dies geschah auch auf Betreiben des damaligen Dechanten Pollack, der Ordensschwestern für die Krankenpflcge gewinnen konnte. In der Tradition konnte man sich dabei auf die karitativen Bemühungen des Stiftes Nottuln stützen, das schon im Mittelalter ein Leprosenhaus und ein Siechenhaus errichtet hatte. In den mehr als 100 Jahren seines Bestehens wurde das Nottulner Krankenhaus immer wieder erweitert und verbessert, zuletzt durch Dechant Anton Deitrner, der nach 1960 einen neuen Trakt erbauen ließ, in dem in neuen Behandlungsräumen und Einrichtungen moderne ärtzliche Versorgung möglich gemacht wurde. Die Aufnahme wurde um 1920 gemacht

57. Die Motorisierung hat das wirtschaftliche Leben in unserer Gemeinde natürlich einschneidend verandert. Ganze Berufsgruppen verschwanden (Sattler, Stellmacher, Seiler, Hufschmiede) oder veränderten ihr Gesicht, So wurden aus den Schmieden fast nahtlcs Schlossereien für Landmaschinen, Unsere Aufnahme aus dem Jahre 1926 zeigt nun einen stattlichen Sechserzug schwerer Ackergäule, mit denen man damals die neue Marienglocke aus Gescher einholte. Die Organisation stellte der Kriegerverein, dessen Vorsitzender Paul Lenfers, ein Tierarzt und weit bekanntes Original, sich hier in Positur stellte.

58. Die Textilverarbeitung ist ein besonders bodenständiges Gewerbe unserer Heimat. Das Quellwasser der Bäche, die in den Baumbergen entspringen, war zur Leinenbleiche besonders gut geeignet. 114 Webstühle standen im Jahre 1816 in Nottuln, in 14 Bleichbetrieben wurde das Leinen damals behandelt. Auch der Stoffdruck wurde in mehreren Familienbetrieben am Ort vollzogen. Dieses zumeist in Blau erfolgte Verfahren wurde für Stoffe sämtlicher Verwendungsart angewandt und hob durch das stickereiartige Dekor den Wert des Leinenstückes erheblich. Unser Bild aus den frühen dreißiger Jahren zeigt den letzten Nottulner Blaudrucker Wilhelm Kentrup bei seiner Arbeit,

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