Nottuln in alten Ansichten

Nottuln in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Fliss und Hans-Peter Boer
Gemeente
:   Nottuln
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2094-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nottuln in alten Ansichten'

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69. NottuJn blieb auch noch in den zwanziger und dreißiger Jahren der Blasmusik zugeneigt. Diese Aufnahme zeigt die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr NottuJn, die aber leider nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder erstand. Ihre Tradition griffen später die 'Knüppeljungs' wieder auf. Erst seit einigen Jahren existiert wieder eine tatkräftige Blasmusikvereinigung. Die Aufnahme datiert vom Jahre 1927.

70. Im Jahre 1926 entstand auch in Nottuln ein Gesellenverein, der sich tatkräftig dem Theaterspiel widmete. In jedem Jahre kam auf einer der Nottulner Bühnen ein Spiel zustande, zu dem 'Onkel Louis' Tombroek die prachtvollen Kulissen malte. Unser 1927 aufgenommenes Bild zeigt das Ensemble einer Aufführung von 'Josef und seine Brüder', das die entsprechende Episode aus dem Alten Testament dramatisierte. Mehrfach wurden religiöse Stoffe dieser Art gespielt, einmal sogar ein Passionsspiel, das weiten Anklang fand. Aber auch die Historie kam mit 'Jans von Davensberg' zu ihrem Recht. Die Theatertradition der Kolpingfamilie Nottuln wurzelt in diesen frühen Bemühungen,

71. Erste Anregungen zu einem eigenen Nottulner Pfarrcäcilienchor kamen bereits Ende der zwanziger Jahre. Auch diese Chorgemeinschaft wurde zunächst als reiner Männerchor gegründet. Unser Bild zeigt den Chor anläßlich eines Ausfluges, der damals noch mit dem offenen Lastwagen stattfand. Motoren dieser Arbeit waren der damalige Organist Hugo Driever und der Küster Heinrich Hü1smeier. In den dreißiger Jahren zog man dann auch Frauenstimmen hinzu, so daß der Kirchenchor sich zu einer respektablen musikalischen Größe entwickelte.

72. Eine Zeit ohne Fernsehen und andere Ablenkungen ließ natürlich der Phantasie auch der Vereine viel mehr Spielraum. Wiederholt wurden in Nottuln große Festzüge unterschiedlicher Thematik veranstaltet. Mal galt es, die Historie des Ortes zu feiern, mal taten sich die einzelnen Berufsgruppen hervor. Aber auch in den Wahlkampfzeiten baute man größere Wagen, die mit Aufbauten und Plakaten geschmückt wurden. Unser Bild zeigt einen Handwerkerzug kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Die Aufnahme entstand am Stiftsplatz; gerade roIlt der Wagen der Bäckerinnung vorüber.

73. Auch der Karneval hat im Münster1and eine größere Tradition als man es auf den ersten Bliek meinen möchte. Noch bis um 1900 wurden die Tage vor Aschermittwoch entsprechend ausgelassen gefeiert. Dieses Brauchtum, für Nottuln war es immerhin schon 1740 nachweisbar, wurde durch die Einrichtung eines kirchlichen Feiertages beeinträchtigt, Immerhin stellten die Nottulner Narren noch 1930 einen umfangreichen Zug mit verschiedenen Wagen und Fußgruppen auf die Beine, Hier glossierte man natürlich vor allem politische Themen des Heimatortes. Unser Bild, von 1930, zeigt einen Wagen auf der Stiftsstraße,

74. Zahlreiche Kegelclubs beleben bis heute die vielen Kegelbahnen im Gemeindegebiet. Der älteste noch bestehende Club ist wohl 'Zwei Pudel', der seit seiner Gründung im Jahre 1897 im Hause Tornbroek an der Burgstraße sein Domizil hat. Unsere Aufnahme entstand in den zwanziger Jahren und zeigt die Kegelfreunde mit ihren Damen anläßlich eines Ausfluges zum Nationaldenkmal 'Hohensyburg'. Diese Ausflüge gingen damals per Bahn oder auf einem alten Lastwagen, der von dem bekarmten Original Jans Jäger gesteuert wurde. Eine ganze Reihe von bekarmten Nottu1nern aus früherer Zeit ist auf diesern Bild zu erkennen.

75. Diese alte Aufnahme aus Uphoven zeigt uns den Hof Leiermann, der schon im Mittelalter erwähnt wird. Das stattliche Langhaus dieses Anwesens erinnert daran, daß man von hieraus einen florierenden Steinbruchbetrieb unterhielt. Auf dem Plateau der Baumberge zwischen Nottuln und Havixbeck waren bis zum Beginn unseres Jahrhunderts zahlreiche Betriebe angesiedelt, die den gelben Baumberger Sandstein brachen, bearbeiteten und weit über die Grenzen des Münsterlaudes hinaus verhandelten. Die Kötter auf dem Baumberg selbst und auch die größeren Unternehmer aus den umliegenden Tälern kamen hierbei zu Ansehen und Wohlstand. Die Anfälligkeit des hiesigen Sandsteins gegen Luftverschmutzung hat dieses Gewerbe vollends zum Erliegen gebracht.

76. Mit einern kleinen Bliek in die reizvolle Baumbergelandschaft soll dieser Bildband abgerundet werden. Unsere Aufnahme entstand um 1930 und erst auf den zweiten Bliek wird man die Verändcrungen erkennen, die seitdem auch die Landschaft berührt haben. So sind heute vielfach die alten Kopfweiden, die die Bachläufe begleiten - auf unserem Bild ist es die Stever - zumeist verschwunden. Viel mehr prägten Wallhecken und Obstweiden die Gegend, Äpfel und Pflaumen aus den Baumbergen waren ebenso wie die Kirschen beliebte Handelsware. Aber damals wie heute ist das Land am Südhang der Baumberge beliebtes und geschätztes Ziel der erholungssuchenden Bürger.

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