Nörten-Hardenberg in alten Ansichten

Nörten-Hardenberg in alten Ansichten

Auteur
:   Adolf Kellner
Gemeente
:   Nörten-Hardenberg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3057-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nörten-Hardenberg in alten Ansichten'

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49. Diese Aufnahme zeigt uns die Kreuzung Göttinger Straße/Burgstraße etwa um das Jahr 1920. Links sehen wir das Fachwerkhaus des Schlachtermeisters Becker und rechts einen Teil des Zimrnerplatzes von Franz Wenig. Im Jahre 1926 wurde hier die neue Post gebaut.

50. Hardenberg. Daß eine Burg von der Größe und baulichen Bedeutung des Hardenberges eine in irgendwelcher Hinsicht ausgezeichnete Geschichte haben muß, liegt auf der Hand. Der Name Hardenberg kommt zuerst um 1100 in der Lebensbeschreibung des Erzbischofs Ruthard von Mainz, der auch Edler von Hartesberg genannt wird, vor. Um 1170 erscheint Dietrich von Hardenberg als Burgmann der alten Feste an der Bever. Das 12.-16. Jahrhundert war im südniedersächsischen Raum gekennzeichnet von zahlreichen kämpferischen Auseinandersetzungenin die die Burg Hardenberg und die Herren von Hardenberg öfters mit einbezogen waren. Beschießungen der Burg sowie gewaltsame Besetzungen lassen sich nachweisen an die 15 Fehden und Bundesgenossenschaften und mehr sind nachweisbar. Unser Bild ist ein Teilausschnitt aus dem Merianstich von 1650.

51. Ungefähr 5 bis 10 Minuten von der Ruine Hardenberg entfernt liegt der Wartturm. Erbaut im Jahre 1842 von Kar! Grafen von Hardenberg. Über dem Eingang stehen die Buchstaben C. L. A. Gr. H. MDCCCXXXXll (Carl Ludwig August Graf Hardenberg 1842). Wer die Burgruine besucht, sollte es nicht versäumen auch einen Absteeher dorthin zu machen. Leider kann man den Wartturm nicht mehr besteigen, da man wegen der Zerstörung durch Menschenhand die Tür zumauern mußte. Trotzdem hat man von hier oben einen schönen Ausblick nach Bühle und ins Bevertal.

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Ruine Hardenberg

52. Abseits von dem Flecken Nörten-Hardenberg und den Hauptverkehrswegen des Leinetals, auf einem Felsvorsprung im Bevertal erhebt sich die Burgruine Hardenberg. Eine Doppelburg, die man in Vorderhaus und Hinterhaus aufgeteilt hatte. Das uns vorliegende Bild zeigt uns einen Teil des Hinterhauses. Um das Jahr 1840 ließ man einige Ausbesserungen und Ergänzungen an der Burg vornehmen. Das äußere Tor zum Burghof und der hohe achteckige Turm der heute die Silhouette der Burgruine bestimmt, wurden injenen Jahren unter Wiederverwendung alter Steine errichtet.

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53. Nach Einsturz des Vorderhauses um das Jahr 1700 entstand unter Christian Ludwig von Hardenberg das neue Schloß nach Plänen des hannoverschen Baumeisters Schmidt, ein schlichter zweistöckiger Bau, der in verputztem Fachwerk ausgeftihrt ist. Die zum Haupteingang ftihrende Freitreppe entstammterst dem 19. Jahrhundert. Die den Hof flankierenden Wirtschaftsgebäude sind größtenteils in der Zeit von 1740 bis 1750 unter Friedrich Kar! von Hardenberg entstanden. Im Jahre 1800 gingen Gut und Schloß in den Besitz der Linie Hardenberg-Hinterhaus über, dieden alten Wirtschaftshof am Fuße des Burgberges innehatte. Der preußische Staatskanzler und Fürst Kar! August von Hardenberg, letzter Schloßbesitzer der Linie Vorderhaus verkaufte sein Anwesen an die Linie Hinterhaus. Die Ausstattung des Schlosses umfaßt zum Teil bedeutende Kunst- und Einrichtungsgegenstände verschiedener Epochen, sowie eine wertvolle Bibliothek.

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54. Burgstraße. Unser Bild zeigt uns die drei Evangelisten. Links steht das evangelische Pfarrhaus, erbaut vom Zimmermeister Caspar Wedemeyer aus Sudershausen, der sich seines neuen Heimes nicht lange erfreuen konnte, er verstarb nach zwei Jahren. Über dem Eingang in Sandstein gehauen die Inschriften: 'Luth. Pfarrhaus errichtet 1888,' darunter der Bibelvers: 'Der Herr segne unseren Eingang und Ausgang und gebe uns seinen Frieden. C W 1881.' Daneben die evangelisch-lutherische Volkse schule, errichtet 1910. An der linksseitigen Front sind in Stockwerkhöhe einige buntvermalte Halbsonnen eingeschnitzt. Diese geben dem überwiegend in Nörtener Sandstein erbauten Schulgebäude noch eine besondere Note. Als drittes Gebäude die evangelische Kirche zu Nörten, die im Baustil der Neugotik nach zweijähriger Bauzeit am 23. September 1904 eingeweiht wurde. Pastor Reuter, der erste Pastor der Pfarrstelle in Nörten im Jahre 1888 beschleunigte den Bau eines Gotteshauses.

ss. Göttinger Straße im Nörten. Gesamtansicht. Die Postkarte um 1900 zeigt uns den Bliek in die 'Karoline'. Links das Waisenhaus. Über dem Eingang eingemauert ein Steinschild mit der Inschrift: 'Gott zu Ehren und zum Besten der Waisen ist dieses Haus erbauet im Jahre 1732 von dem L.R.F.D.V.H.' (Landrat Fritz Dietrich von Hardenberg.) Seitdern es kein Waisenhaus mehr ist, wird es als Altenheim für die Gutsangestellten des Gutes Hardenberg genutzt. Auch beherbergt es die Gräflich von Hardenbergsche Hauskapelle mit dem aus der Burg stammenden Altar. In der Wetterfahne auf dem Kapellentürmchen steht die Jahreszahl 1738. Im Bild rechts sehen wir noch keine Bautätigkeit für die evangelische Kirche. Man achte noch auf die jungen Linden.

56. Göttinger Straße, Haus Strauß, Das in Fachwerk ausgeführte Haus ist mit zahlreichen Schnitzereien bedeckt. Am GiebeIaufbau lautet ein Wahlspruch: 'Ich und mein Haus wollen dem Herren dienen.' An der Vorderansicht leuchten Halbsonnen und andere verzierte Rundungen weisen verschiedene Inschriften auf. So ist links eine Kriegserinnerung, über einem Eisernen Kreuz steht die Jahreszahl 1914 und darum die Bitte: 'Gott schütze Deutschland.' Die beiden rechten Bogen tragen um geschnitzte Blumentöpfe in je drei Worten den Anfang des Lutherliedes. 'Eine feste Burg ist unser Gott.' Erbauer dieses schönen Hauses war Theodor Dralle und Frau Sophie geborene Scheele im Jahre 1903. Alle diese Schnitzereien sind von dem Erbauer in seinen Mußestunden mit viel Liebe und kunstfertiger Hand auf Brettern selbst ausgeführt und am Balkenwerk befestigt.

57. Göttinger Straße. Wer als alter Nörtener diese Aufnahme sieht, kann damit etwas anfangen, Ludchen Döring (Zweiter von links) ein Original von Nörten. Seine Werkstatt unter der großen Kastanie stand da, wo heute die Kreissparkasse steht, Der hintere Teil der Kirche ist auf dem Bild auch noch zu sehen, Vor der Werkstatt der Nörtener Motorradclub, links Briefträger Bode und Ludchen Döring. Eine Anekdote von ihm: Eines Tages kam der Gerichtsvollzieher zu L. Döring in die Werkstatt und fragte nach ihrn, er selbst gab dem Beamten die Auskunft: 'Herr Döring ist nicht da und kommt auch heute nicht zurück, was wollen Sie auch von dem, wenn der auf den Baum steigt hat er auf der Erde nichts mehr zu suchen!' Der Gerichtsvollzieher ging daraufhin über die Straße um seinen Kriegskameraden Baumbach zu besuchen und er erzählte diesem, daß er Herrn Döring nicht angetroffen habe. 'Du hast doch aber eben selbst mit ihm gesprochen,' sagte Herr Baumbach. Als der Beamte wieder zurück wollte, bog L. Döring mit dem Motorrad aus der Werkstatt und war verschwunden.

58. Göttinger Straße 72, Haus Stichtenoth. Ein in Sandstein gearbeitetets Portalliegt vor einer Hausnische. Auf kleinen Säulen ruht ein breiter Sandstein, der in seinem oberen Teil an beiden Seiten abgeschrägt ist und eine wertvolle Bildhauerarbeit zeigt. Es ist das Wappen des Fleckens Nörten: Zwei aufrecht stehende Löwen halten einen Krengel. Darüber befindet sich eine Krone. Reiches Rankenwerk umgibt das gut stilisierte Wappen. Auf dem unteren Teil war bis nach dem Kriege die quer hinüberreichende Bezeichnung 'Bürgermeisteramt' lesbar. Im Hause war bis nach dem Ende des Krieges das Bürgermeisterarnt untergebracht. Im Giebel steht die Jahreszahl 1909 und Erbauer war August Stichtenoth, er war Bürgermeister von 1902 bis 1920.

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