Nörten-Hardenberg in alten Ansichten

Nörten-Hardenberg in alten Ansichten

Auteur
:   Adolf Kellner
Gemeente
:   Nörten-Hardenberg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3057-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Nörten-Hardenberg in alten Ansichten'

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59. Göttinger Straße/Bahnhofstraße, Haus Meese. Dieses herrliche Fachwerkhaus, die heutige Drogerie Günther, zeigt uns, daß hier in früheren Jahren das Kaiserliche Postamt untergebracht war, bis 1928 ein neues Postamt in der Burgstraße gebaut wurde. An den Seitensteinen der früher vor dem Haus gelegenen Treppe war die Jahreszahl 1893 eingehauen. Das Fachwerk wurde auch hier mit Eternitplatten behangt. Im Bild rechts sieht man noch das alte Fachwerkhaus von Frisör Schulle, das im Jahre 1926 abgebrannt ist.

60. Nörten, Bahnhof. Seit der Errichtung der Bundesbahn im Jahre 1854 liegt Nörten-Hardenberg an der wichtigsten Nord/Süd-Strecke Hamburg/München. Das Bild zeigt uns den Nörtener Bahnhof nach der Fertigstellung um die Jahrhundertwende. Im Jahre 1983 mußte dieses stattliche Gebäude der Neubaustrecke Hannover-Würzburg weichen. Am 18. Mai 1981 wurden der neue Bahnhof und das Stellwerk nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht.

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61. Gesamtaufnahrne von Marienstein, bis 1928 ein eigenständiger Ortsteil mit eigener Kirche und Schule. Am 28. September 1872 brach ein Großfeuer aus und vernichtete die Schule und 11 Wohnhäuser, wodurch 17 Familien obdachlos wurden. Das Schulhaus wurde 1874 durch die Klosterkammer neu erbaut und nach und nach wurden auch die Wohnhäuser wieder aufgebaut. Die prächtige Kirche, die über der alten Krypta (Gruft) der 1626 zerstörten Klosterkirche errichtet wurde, beherrscht mit ihrem schönen Turm weithin die Gegend. Die Krypta, deren Säulen zur Schonung mit Holz verkleidet sind und deren Kapitelle nach Untersuchung von Frau Dr. Luzie von Weyher aus der Zeit um 1250 stammen, ist noch gut erhalten.

62. Am 14. Februar 1889 wurde die Freiwillige Feuerwehr Nörten gegründet. Diese, auf freiwilliger Basis errichtete Feuerwehr war immer dringlicher geworden, da sich das bis dahin bestehende Verfahren der Bedienung der Spritzen durch den Reihedienst überlebt hatte, Nach der Gründung der Feuerwehr hatte Nörten so manchen Großbrand zu beklagen unter anderem 1889 im März beim Bäckermeister Schumacher und 1897 Großbrand Lange Straße, Ecke Hagenstraße. Dank der Einsicht unserer Gemeindevertreter verfügt die Feuerwehr heute über modeme Löschfahrzeuge, schwere Atemschutzgeräte und Funkausrüstung. Die Wasserversorgung ist für den Ernstfall ausreichend und für das Jahr 1985 ist ein neues Spritzenhaus im Bau. Das vorliegende Bild wurde für das 25jährige Stiftungsfest (1914) aufgenommen.

63. Schüttenhoff von 1909. Die Schützenfeste in Nörten sind nachweisbar noch bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts. Sicherlich ist die Tradition aber noch älter, jedoch sind die Dokumente aus früheren Jahrhunderten durch den Untergang Nörtens im 30jährigen Krieg (1626) vernichtet worden. Die Schützenfeste oder Schützengelage, wie sie einst auch genannt wurden, fanden nachweislich danach in den Jahren 1746, 1767, 1769, 1811, 1824, 1833, 1861, 1877, und der letzte Schüttenhoff im Jahre 1894 statt. Das erste Junggesellen-Schützenfest wurde am 11. und 12. Juli 1909 gefeiert und der erste Schüttenhoff, der von den verheirateten Bürgern Nörtens erganisiert wurde, war 1952, seitdem wird dieses schöne Fest im Wechsel von drei Jahren gefeiert.

64. Kyffhäuser. Am 2. September 1872, dem Tage zur Erinnerung des erhabenen Sieges von 'Sedan 1870', der nunmehr in die Geschichte eingegangen ist, erlebt die Kameradschaft unter der damaligen Nennung 'Kriegerverein Nörten' ihren Geburtstag. Der Name wurde im Jahre 1943 geändert in 'Kriegerbund Kyffhäuser'. Das 50jährige Stiftungsfest wurde auf dem Anger groß gefeiert, Nachbarvereine mit Fahnen waren in großer Zahl erschienen. Der Erste und auch der Zweite Weltkrieg gingen an diesem Verein nicht spurlos vorbei, es wurde so manche Lücke geschlagen. Trotz allem wurde 1972 das 100jährige Bestehen mit allen Ehren und Prunk im Ratskeller gefeiert. Unser Bild zeigt uns vier Generationen auf einmal, die Namen sind dem Verfasser zum größten Teil bekannt.

65. Concordia von 1857. Am 27. Februar 1857 gründeten fünf Nörtener Bürger den Gesangverein 'Eintracht'. Der Name wurde gewählt, weil sich in ihm beide Konfessionen vereinigten. Aber diese Einheit währte nur sieben Jahre; die katholischen Sangesbrüder gründeten ihren eigenen Verein. Somit legte man sich den lateinischen Namen 'Concordia' zu. Von Anbeginn zählten zu den Mitgliedern Bürger aus allen Schichten und an diesem Zustand hat sich bis heute nichts geändert. So ist der Gesangverein 'Concordia' ein fester Bestandteil des Nörtener Vereinslebens geworden. Die Aufnahme wurde zum 70jährigen Stiftungsfest gemacht. Bei der Feier zum lOOjährigen Stiftungsfest wurde dem Verein die Zelter-Plakette durch den Herrn Bundespräsidenten überreicht.

66. Sängerbund. Das Alter eines Vereins besagt noch nichts über seinen eigentlichen Wert. Doch wenn die Idee, die ihn zusammenhält und mit Leben erfüllt, ein ganzes Jahrhundert alle Wirren der Zeit gesund und lebensfrisch überdauert hat, so stellt sie sich selbst und ihren Trägem ein anerkennendes und ehrendes Zeugnis aus. Die Gründung des Sängerbundes war im November 1864, auch ihm wurde zum 100jährigen Jubiläum die Zelter-Plakette überreicht (Karl Friedrich Zelter, Dirigent, geboren 1758 gestorben 1832, musikalischer Berater Goethes, bedeutend als Liederkomponist).

67. Männerturnverein, der heutige SSV. Unser Bild zeigt uns den Männerturnverein Nörten an seinem 25jährigen Stiftungsfest im Jahre 1918, gegründet im Jahre 1893. Am 7. Juni 1914 wurde ein zweiter Sportverein gegründet, der Spiel- und Sportverein. Durch eine Fusion im Jahre 1933 kam der Männerturnverein Nörten mut unter die Bezeichnung Spiel- und Sportverein. Heute ist als Träger des hiesigen sportlichen Lebens der Spiel- und Sportverein anzusehen, der bereits im Jahre 1946 von der MilitärRegierung neu zugelassen wurde. Schon im Jahre 1949 wurde auf dem Sportplatz das Sporthaus errichtet. Durch den Bau der Turnhalle, des Hallenbades und des Hartplatzes sind die sportlichen Möglichkeiten des Vereins vergrößert worden.

68. Um die Jahrhundertwende wurde die Tückemühle als Forsthaus erstellt. Daß es keinerlei Unterlagen gibt, liegt daran, daß der frühere Besitzer, Herr Schneider, dieses Gasthaus an die Familie Vogel verkaufte, die hier anstelle der Tückemühle ein Hotel errichten wollte. Schließlich wurde aber das beliebte Ausflugslokal zwischen Bishausen und Sudershausen der Erdboden gleich gemacht. Im Laufe eines halben Jahrhunderts war die Tückemühle für so manchen ein Teil seiner Heimat geworden.

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