Oberhausen in alten Ansichten

Oberhausen in alten Ansichten

Auteur
:   Marita Arntz
Gemeente
:   Oberhausen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4729-3
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oberhausen in alten Ansichten'

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van

Marita Arntz

Europäische Bibliothek - ZaltbommellNiederlande

Zum Titelbild:

Rauchende Schlote, Fabrikanlagen, Kohle und Stahlerzeugnisse, das waren typische Merkmale, die einst das Stadtbild von Oberhausen prägten. Die hier abgebildete Aufnahme zeigt einen Teil der Guten-Hoffnungs-Hütte, gesehen aus dem Bliekwinkel des Wasserturmes an der Mülheimer Straße.

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© 1998 Europäische Bibliothek - Zaltbommel/Niederlande © 2010 Reproduktion des ursprünglichen Druckes aus 1998

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EINLEITUNG

Die Stadt Oberhausen, die zu Recht 'Wiege der Ruhrindustrie' genannt wird, feierte 1987 ihr 125jähriges Bestehen. Mitten durch die damalige Heidelandschaft, in der sich noch große Schafherden tummelten, führte die KölnMindener und die Bergisch-Märkische Eisenbahn. Ein Stationsgebäude, welches errichtet wurde, erhielt den Namen Oberhausen, benannt nach dem Schloß Oberhausen an der Emscher, Adelssitz des Grafen Westerholt-Gisenberg. Durch die Anschlüsse an die Bahnlinie hatte sich nach kurzer Zeit ein kleiner Verkehrsknotenpunkt entwickelt. Diese recht günstige verkehrstechnische Infrastruktur trieb auch die Industrialisierung vorwiegend auf der Basis von Kohle, Stahl und Eisen voran. So wuchs eine kleine Ortschaft zusammen, und der Wunsch der Bevölkerung, eine neue Gemeinde mit eigener Verwaltung zu errichten, wurde immer dringender. 1861 erließ der damalige preußische König Wilhelm I. den Befehl, daß die Gemeinde Oberhausen mit einer eigenen Bürgermeisterei einzurichten sei. Die Urkunde wurde am 18. November 1861 ausgestellt. Erster Bürgermeister der Gemeinde wurde Kreissekretär Friedrich Schwartz, der dann am 1. Februar 1862 durch den Landrat Keßler aus Duisburg in sein Amt eingeführt wurde. Bei der Gründung der Gemeinde hatte Oberhausen

5 590 Einwohner und setzte sich zusammen aus Gebieten und Teilen von Lirich, Lippem, Borbeck, Dümpten, Styrum, Alstaden sowie Zipfeln von Meiderich, Buschhausen und Beek.

Interessanter als jede langwierige Erläuterung über Zustand, Ziel und Werdegang der damaligen Gemeinde ist der erste Verwaltungsbericht des Bürgermeisters Schwartz aus dem Jahre 1865, der im folgenden in verkürzter Form wiedergegeben wird: 'An dem Ufer der Emscher zu Lirich erst, so wie weiterhin in Lippern und südlich jenseits der Landwehr in Styrum und Alstaden, wie östlich in Dümpten traf man auf Cultur und Ackerbau. An Etablissements war nur ein kleiner Theil des jetzigen bedeutenden Walzwerks der Herren Jacoby, Haniel und Huyssen und die Zwangsmühle des jenseits der Emscher in nordwestlicher Situation der Heide gelegenen Schlosses Oberhausen vorhanden.

Da wurde imJahre 1845 auch dieses werthlose Terrain aufgeschlossen von dem sich immer weiter entwickelnden Netze der Schienenwege und durchschnitten von einer der HauptVerkehrs-Straßen der Cöln-Mindener Bahn. Die Situation des Bahnhofes aber inmitten der öden Haide brachte diese hinein in den Verkehr der Welt, verlieh ihr Werth und Bedeutung und gab ihr den Namen, indem die Station nach

dem in der Nähe gelegenen Schlosse des Grafen Westerholt 'Oberhausen' genannt wurde, welcher Name, trotzdem seltsamerweise das Schloß selbst nicht der Bürgermeisterei angehört, auf die letztere dann übergangen ist.

Im Jahre 1850 verkauften dann die Lippern-LiricherHaideinteressanten einen Theil ihrer Haide in der Nähe des Bahnhofes in Bauplätzen, und es bauten zunächst Bever, Moll und Blumberg die ersten Wohnhäuser auf diesem Terrain. In demselben Jahre wurde der alte Schacht der Zeche 'Concordia' abgetieft, und im Jahre 1859 demnächst der neue Schacht, während im Jahre 1856 die Zeche Oberhausen in Betrieb getreten war.

Als dann in dem letzteren Jahr auch die Eisenbahn-Verbindung Oberhausen - Ruhrort und Oberhausen - Amheim eröffnet wurden, wuchs die Bedeutung des Platzes, es entstanden in den Jahren 1854 bis 1857 die Zinkhütte Vieille montagne, die chemische Fabrik Rhenania, die Grillo/sche Zinkwalze, die Fabrik der [euerfesten Steine, die Hochojen-Anlage von Jacoby, Haniel und Huyssen, und unter/m 21. Mai 1857 wurden die Statuten der 'Actien-Gesellschaft für EisenIndustrie' genehmigt. Währenddeß wurde auch nach Kräften für Kirche und Schule, dem Bedürfnisse entsprechend, Sorge getragen. Im Jahre 1856 erbaute die katholische Ge-

meinde Borbeck zu Lippem eine Filialkirche, imJahre 1857 die Schule. Der Zweigverein des Gustav-Adolphs-Vereins zu Mülheim a.d. Ruhr sorgte für Erbauung und Unterricht der Evangelischen durch Errichtung eines provisorischen Gebäudes. Im Jahre 1862 wurde dann die katholische Filialkirche zu Styrum und im Jahre 1863 die evangelische Kirche hier erbaut.

Am 10. September 1874 wurden Oberhausen die Stadtrechte verliehen, mit Sitz und Stimme im Provinzial1andtag. Bis 1901 gehörte die Stadt Oberhausen zum Kreis Mülheim, wurde dann selbständiger Stadtkreis. Gern hätten die Oberhausener auch das Schloß Oberhausen in ihrem Bereich gehabt, aber dazu kam es erst 1909, als ein Teil von Buschhausen eingemeindet wurde. Weitere Eingemeindungen folgten 1910 und zwar Teile von Styrum, Dümpten und ganz Alstaden; 1915 Teile von Borbeck; 1929 die Zusammenlegung mit Sterkrade und Osterfeld. Was sich hinter diesen Zahlen, Daten und Fakten verbirgt, will der nachfolgende Bilderbogen lebendig werden lassen, indem er Einblicke in die Vergangenheit gibt. Ein Bilderbogen über Gebäude, Gaststätten, Straßenzüge, Vereine und Personen in der Zeit von 1897 bis 1930.

1. Die Ansichtskarte begann ihren Siegeszug bereits Ende des vorigen Jahrhunderts. Meistens waren es Lithographien, die in dieser Zeit als 'Lieben Gruß' an Verwandte und Bekannte in Nah und Fern verschickt wurden. Diese Karte trägt den Poststempel vom 24. August 1897.

2. Friedrich August Schwartz, erster Bürgermeister der damaligen Gemeinde Oberhausen, wurde am 1. Februar 1862 durch den Landrat Keßler aus Duisburg in sein Amt eingeführt. Bei seinem Dienstantritt war er 46 Jahre alt. Erste Erfahrungen in der Verwaltung sammelte er bei der königlichen Regierung zu Düsseldorf. Bis zu seiner Ernennung als Bürgermeister in Oberhausen war er von 1850 ab Kreissekretär bei den Landesratsämtern Kleve, Geldern und Neuß. Nach 27jähriger Tätigkeit an der Spitze der Stadtverwaltung trat Bürgemeister Schwartz am 1. Juli 1889 in den Ruhestand. Schon wenige Jahre darauf, nach kurzer Krankheit, verstarb er am 14. Februar 1892.

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3. Die Styrumer Eisenindustrie, die inmitten einer Heidelandschaft 1847 ihre Arbeit aufnahm, stand einst im heutigen Stadtzentrum von Oberhausen - Otto-Dibelius-, Helmholtz-, Paul-Reusch- und Schwartzstraße. Die damalige Anlage warvon einer hohen Mauer umgeben. Da dieses Unternehmen jedoch in Ermangelung einer eigenen Hütte, Roheisen von benachbarten Hüttenwerken zwecks Weiterverarbeitung aufkaufen mußte, konnte ein langfristiges Überleben nicht erreicht werden. Die Konsequenz war die Schließung 1902.

4. Nach dem Abriß der alten Fabrikhallen entstand auf einem Teil des Areals der Friedensplatz mit der noch heute bestehenden Bebauung. Die vorliegende Aufnahme um die Jahrhundertwende zeigt die Styrumer Eisenindustrie mit den rauchenden Schornsteinen. Hier, etwa in der Mitte rechts kann man die Gaststätte 'Hof van Holland' erkennen.

5. Als Nachfolger des Bürgermeisters Schwartz wurde am 6. Juli 1889 einstimmig auf 12 Jahre Herr Friedrich Haumann gewählt, Friedrich Haumann wurde am lL Februar 1857 in Elberfeld geboren. Nach erfolgreichem Schulbesuch studierte er die Rechtswissenschaft und war zwei Jahre lang als Rechtsanwalt in seiner Vaterstadt tätig. Danach war er 3 112 Jahre Beigeordneter der Stadt Essen. Das Amt als Bürgermeister trat er am 1. Oktober 1889 in Oberhausen an. Seine Amtszeit an der Spitze der Stadtverwaltung dauerte nur fünf Jahre (vom 1. Oktober 1889 bis 31. August 1894). Danach wechselte er zur Stadtverwaltung Solingen.

6. Einen ersten Überblick verschafft uns diese Aufnahme aus dem Jahre 1910 wie es damals vor dem alten Bahnhof ausgesehen hat. Große 'Baulücken' klafften noch überall. Die neben den Schornsteinen in den Himmel ragenden Türme zeigen die Marienkirche.

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