Oberhausen in alten Ansichten

Oberhausen in alten Ansichten

Auteur
:   Marita Arntz
Gemeente
:   Oberhausen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4729-3
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oberhausen in alten Ansichten'

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GRUSS aus

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Reichert

Saal mit Bühne

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37. Viele Gaststätten hatten einen Saal mit Bühne. So auch das Konzerthaus Reichert, wo fast täglich Konzerte stattfanden. Hier eine Innenaufnahme aus dem Jahre 1914. Zentral auf der Marktstraße Ecke Lothringer Straße gelegen, hatte dieses Konzerthaus sicherlich großen Zulauf.

Café-Restaurant Industrie. Inh. "lub. Jansch

Eigene Conditorel OBERHAUSEN. Rhld. Telefon 607

38. Freundlich schauen diese Personen Anno 1913 nicht gerade in die Kamera. Ein Bliek in das Café Industrie an der Marktstraße Ecke Saarstraße in der ersten Etage. Im Geschmack der damaligen Zeit eingerichtet, durfte, wie man auf der unteren Aufnahme im Hintergrund erkennt, der Billardtisch natürlich nicht fehlen.

39. War es eine Schulklasse oder ganz einfach der Kinderreichturn der dazu führte, daß der Fotograf eine solche Kinderschar vorfand, als er diese Aufnahme 1909 ablichtete. Stolz war sicherlich auch der Kaufmann Hermann Höfling auf sein Geschäft, wo an der Häuserwand die Reklame stand: 'Kaffee Import, Delikatessen, Wein.' Die hier gezeigte Straßenecke Marktstraße und Bellemestraße ist die heutige Gewerkschaftsstraße.

OBERHAUSE. , Rhld.

Markt und Belleme Strasse

40. Bereits im Jahre 1926 wurde vor Taschendieben gewarnt, wie es an der Kasse des jüdischen Kaufmanns Horowitz geschrieben stand. Das Verkaufpersonal in dem Geschäft auf der Marktstraße wartete sicherlich auf Kundschaft, um ihnen Lebensmittel, Spiel- und Kurzwaren verkaufen zu können.

41. 'Sende Euch die besten Grüße von hier. Hier herrscht eine Lebensweise, die uns Leipzigern auf keine Weise angenehm ist.' Dies schrieb Anno 1905 Herr Ernst Poppe an Emil Focke nach Leipzig. Welche Lebensweise Herr Poppe wohl gemeint hat? Darauf werden wir sicherlich keine Antwort mehr bekommen. Der Standort der Gaststätte 'Zur Guten Quelle' war an der heutigen Paul-Reusch-Straßeund Helmholtzstraße und wurde im Jahre 1897 eröffnet. Erst Anfang der sechziger Jahre fiel dieses Haus der Spitzhacke zum Opfer. Hier befindet sich heute der Kaufhof.

42. Menschenrnassen strömten herbei, als am 3. Oktober 1928 das Kaufhaus seine Pforten öffnete. Zwischen der Breite Straße, der heutigen Langemarkstraße und der Industriestraße, der heutigen Paul-Reusch-Straße, erbaute der jüdische Kaufmann Leonhard Tietz dieses Haus. Der Baustil war eine für damalige Zeit architektonische Attraktion. Im Zuge der' Arisierung' wurde der Name des Kaufhauses Tietz 1933 geändert und trug nun die Bezeichnung 'Westdeutsche Kaufhof AG'. Ab 1954 wurde daraus die 'Kaufhof AG', die bis 1961 in diesem Gebäude ihre Waren verkaufte. Außerdem hatte in diesem Haus Jahrzehnte die Redaktion der Tageszeitung 'Ruhrwacht' ihr Domizil. Einige ältere Mitbürger sprechen noch heute vom 'Ruhrwachthaus'. Das Gebäude befindet sich heute in städtischer Hand und steht unter Denkmalschutz. Untergebracht sind hier die VHS, Stadtbücherei und Ordnungsamt. Offizielle Bezeichnung heute ist 'Bert-Brecht-Haus'.

OBéRHflU5éN, RM BRHNHOf

43. So mancher älterer Bürger dieser Stadt denkt mit Wehmut an die 'Gute Alte Zeit' zurück, als es in Oberhausen noch die Straßenbahn gab. Die Aufnahme aus dem Jahre 1920 zeigt die Haltestelle vor dem alten Bahnhof. Die erste StraBenbahnstrecke in Oberhausen wurde bereits am 4. April 1897 offiziell in Betrieb genommen. Jahrzehnte lang gehörte dieses Verkehrsmittel zum gewohnten Anblick unserer Stadt. Am 13. Oktober 1968 fuhren die letzten Bahnen unter Anteilnahme der Bevölkerung und vielen Ehrengästen geschmückt mit Blumen zur 'letzten Ruhe' ein.

,KORNBlUMENTAGJ OBERHAUSEN, 9. JULI 1911".

44. Kornblumentag! Was ist das für ein Tag? Der Kriegerverein 'Graf Haeseler' feierte in der Zeit vom 8. bis 10. Juli 1911 sein 5. Stiftungsfest mit gleichzeitiger Fahnenweihe. Diese Ansichtskarte, 'Kornblumentag 9. Juli 1911', soll an dieses Ereignis in jenen Tagen als man noch dem 'Kaiser und König Treue gelobte bis zum Tode' erinnern. Die damalige Tageszeitung 'Genetal-Anzeiger' berichtete ausführlich über dieses Geschehnis unter dem Thema 'Die Haeseler Tage'. Die zwei folgenden Fotografien geben einen kleinen Überblick über die Festtage.

45. Ein Besucher hohen Ranges gab am 8. Juli 1911 Oberhausen die Ehre. Generalfeldmarschall Graf Haeseler besuchte die Stadt anläßlich des 5. Stiftungsfestes, das der nach ihm benannte Kriegerverein beging. Das Bild zeigt, wie der Graf bei seiner Ankunft am Oberhausener Bahnhof von den Ehrengästen begrüßt wurde. In einem Festzug geleitete man Graf Haeseler zur Villa Reusch, wo er sein Quartier für die drei Besuchtertage in Oberhausen bezog. Am Abend des 8. Juli veranstaltete man auf dem Altmarkt einen Zapfenstreich, mit anschließenden Fackelzug durch die Straßen der Innenstadt. Den Ausklang bildete dann ein 'Kommers im Festzelt', zu den Damen nicht zugelassen waren.

46. Dieses am 10. Juli 1911 aufgenommene Bild zeigt in der Mitte Graf Haeseler , wie er der Fahnenweihe auf dem Altmarkt beiwohnt. Rechts im Vordergrund steht Peter Müller, der 1. Vorsitzende des Haeseler Vereins, im Hintergrund die Ehrenjungfrauen und Fahnenträger der einzelnen Verbände. Zu dem am Nachmittag stattfindenden 'Korps-Appel!' auf dem Paradeplatz erschienen auch viele Kriegervereine aus anderen Städten, Der anschließende Paradefesturnzug, an dem 6 500 Menschen beteiligt waren, zog durch die Innenstadt zum FestzeIt. Ein Feuerwerk schließt den Tag ab. Am nächsten Tag reiste Graf Haeseler ab.

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