Oberschleißheim in alten Ansichten

Oberschleißheim in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Bürger
Gemeente
:   Oberschleißheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3454-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Oberschleißheim in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Die ersten Flugzeuge wurden auf dem Flugplatz in Zelten untergebracht. Im Oktober 1912 begannen die Bauarbeiten für das erste feste - und heute noch älteste in Deutschland erhaltene - Flugplatzgebäude (unter anderem für Flugabfertigung, Wache und Fotolabor). An das sogenannte Kommandanturgebäude schlossen sich beiderseits hölzerne Flugzeughallen an. Das Foto vom Sommer 1913 zeigt vor den Hangars Otto-Doppeldecker. Am 1. April1913 wurde das Fliegerkommando als selbständige Truppe der Inspektion des Militär-Luft und Kraftfahrwesens unmittelbar unterstellt und zu einer Militärfliegerstation umbenannt. Bereits sechs Monate später, am 1. Oktober 1913, erfolgte eine Erweiterung zum Fliegerbataillon mit einer Fliegerkompanie und einer Flugschule.

Sd1lei!Jheim

'~

- ,

- -

30. Hurtig schnell, surrend wie zornige Hummeln, fahren die Apparate an, erheben sich gemächlich in die Luft und beschreiben Kurve um Kurve, immer höher immer höher. Die Landleute auf den Feldern sehen kaum mehr auf, so vertraut sind ihnen die Flieger schon geworden, desto aufgeregter und gespannter verfolgen die vielen Fremden und Ausflügler das neuartige, vielen noch unbekannte Leben und Treiben. Nicht ûberall hat man Gelegenheit, die gefahrvolle Eroberung der Luft in allen Phasen so bequem und leicht sehen zu konnen wie in Schleißheim. (Bericht aus dem Iahre 1914.) Die Postkarte zeigt den Bliek von der Iohannesbrücke auf das Remontedepot. Links im Bild zweigt vom Würmkanal der Maschinenbach ab.

31. '0 diese Flieger' hieß eine Postkartenserie, die höchst eigenartige Begebenheiten rund um das Flugzeug in lustigen Bildern darstellte. Thema der Abbildung: Der verwechselte Landungsplatz. Die Zigarettenfirma Waldorf Astoria in München widmete in ihrer Serie 'Uniformen der alten Armee' (herausgegeben vor dem Zeiten Weltkrieg) dem Schleißheimer Flieger-Bataillon ein eigenes Sammelbild. Es zeigt einen Unteroffizier im blauen Dienstanzug mit einem 'L' auf den Schulterklappen.

32. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1. August 1914 erhielt das Bataillon den Status einer Fliegerersatzabteilung, zu deren Aufgaben unter anderem die Ausbildung von fliegendem Personal und Bodenpersonal, die Aufstellung zusätzlicher Fliegereinheiten sowie die Erprobung neuer Geräte gehörte. Die Personalstärke mit 44 Offizieren, 2 Ärzten, 1 Oberzahlmeister, 52 Unteroffizieren, 239 Mannschaften und 2 Sanitätern erhöhte sich nach der Mobilmachung beträchtlich. Beiderseits des Würmkanals entstanden zusätzlich eine Fliegerhalle und eine Motorenreparaturenanstalt (l.o.) sowie umfangreiche Kasernenanlagen.

33. 'Sehloß Schleißheim', Feder auf Leinenpapier, 10,7 x 26,3 cm, von Paul Klee. Der Maler und Grafiker (1879-1940) war Mitglied der Künstlergruppe 'Blauer Reiter' und Lehrer am Bauhaus sowie an der Akademie in Düsseldorf. Er wurde am 11. März 1916 als Rekrut zum Militärdienst eingezogen. Im August 1916 kam er zur Werftkompanie nach Schleißheim. Hier mußte er unter anderem an Aeroplanen alte Nummern ausbessern. Am 15. Januar 1917 erhielt Paul Klee als 'übermaler' einen Marschbefehl zur Fliegerschule 5 nach Gersthofen. In Schleißheim blieb nur der Stamm, zu dem er nicht gehörte.

34. Gleich nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges erhielt Max Müller mit der Fliegerabteilung 1 b einen Marschbefehl an die Westfront - und mußte schon am 18. August 1914 bei Saarburg notlanden. Deutsche Infanteristen hatten ihn abgeschossen, da sie seinen Otto-Doppeldecker für einen französischen Farman hielten. 1916 kam der Kampfpilot in Boelckes Staffel, wo er zusammen mit Richthofen flog. Das Foto aus dem Jahre 1916 zeigt links im Bild den mit der Silbernen Tapferkeits-Medaille ausgezeichneten Max Müller in seinem Ago Doppel-Rumpf. Bei diesem Flugzeug befanden sich noch der Motor und der Propeller hinter der Besatzung.

35. Im Dezember 1913 begann in Schleißheim die Schulung des Spenglergesellen Max Müller in den 'fliegenden Kisten'. Obwohl ihm sein Draufgängertum manches Startverbot einbrachte, wurde er im Ersten Weltkrieg mit 36 Luftsiegen einer der erfolgreichsten Jagdflieger. Nach seinem 30. siegreichen Kampf beförderte ihn Ludwig 111. zum aktiven Offizier. Am 3. September 1917 erhielt er den Orden pour Ie mérite und am 17. November den bayerischen Militär-Max-Joseph-Orden, der mit dem erblichen Adel verbunden war. Ritter Max von Müller, der erste aus dem Mannschaftsstand hervorgegangene bayerische Fliegeroffizier, fiel am 9. Januar 1918 über Moorslede. Die Gemeinde Oberschleißheim benannte einen Straßennamen nachihm.

~thleióhejm

36. Mit Zelten für die Aeroplane und mit der Einquartierung der Kompagnie im Remontedepot begann die Schleißheimer Fluggeschichte. Der Weltkrieg führte nicht nur zu einer Erweiterung der Aufgaben z.B. durch die Gründung einer eigenen Beobachter bzw. Funkschule, sondern auch zu einer starken Vergrößerung der Flugzeughallen, der technischen Gebäude sowie der Unterkünfte. Westlich des Würmkanals neben der Remontebahn entstanden großzügige Kasernenanlagen. Das Foto aus dem J ahre 1917 zeigt unter anderem links das Offiziersgebäude, das erst nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen wurde.

37. Feldpost - Schleißheim, 11.7.17. Lieber Fritz! Endlich komme ich auch mal dazu, Dir ein Kärtchen zu schreiben, denn wir haben hier Dienst von morgens 6 Uhr bis abends 10 Uhr. Auch die Sonntage sind hier selten, an denen man frei hat ... Vergangene Woche war ich beim Arzt, wo ich k. v. (kriegsverwendbar) befunden wurde und mit größtem Vergnügen dem Zeitpunkt entgegensehen an die Front versetzt zu werden, denn hier habe ich noch nichts schönes gefunden. Besten Gruß, Dein Cousin. Das Foto zeigt den Uhrturm westlich des Alten Schlosses, vor dem sich links und rechts Grünanlagen mit Akazien befanden. Die Bäume wurden jedes Jahr von Beauftragten des Zirkus Krone geschnitten, da man in München die Zweige als Futter für die Giraffen benötigte.

38. Die Flugwerft, einst das Herzstück der Deutschen Verkehrsfliegerschule in SchleiBheim, entwikkelte sich Ende des 20. Jahrhunderts zu einem interessanten Beispiel für die Geschichte der Denkmalpflege und als frühes Beispiel für den Eisenbetonbau zu einem bemerkenswerten Objekt der Architekturgeschichte. Die Pläne für die Werftanlage (zur Aufnahme von zwanzig Flugzeugen in der Rüsthalle), unterschrieben am 3.19. August 1917, mußten wegen der Nähe zum Schloß auch dem Obersthofmeisterstab in München vorgelegt werden. Und der bestimmte, daß sich das Bauwerk in die barokke Gesamtanlage von SchleiBheim einzuordnen und dem Schloßgebäude unterzuordnen habe.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek