Oberschleißheim in alten Ansichten

Oberschleißheim in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Bürger
Gemeente
:   Oberschleißheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3454-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oberschleißheim in alten Ansichten'

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39. Als der Erste Weltkrieg zu Ende war, kam die Demobilmachung. Am 30. September 1919 wurden mit verschiedenen Truppenfliegerstaffeln sowie je einer Artillerie-Fliegerstaffel bzw. einer Schlachtstaffel der 'Reichswehrfliegerhorst Schleißheim' neu aufgestellt. Die Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrages ließ allerdings bereits im September den gesamten Flugbetrieb zur Ruhe kommen. Schließlich erfolgte wenige Monate später wieder die Auflösung des Fliegerhorstes. Das Foto zeigt Offiziere und Mannschaften der Flieger-Ersatz-Abteilung Schleißheim im Sommer 1919. Im Hintergrund zwei Jagdeinsitzer Fokker D VII. Ritter von Greim und Ernst Udet führten in Bayern unter anderem mit einem Flugzeug dieses Typs vielumjubelte Schauflüge durch.

40. Das Foto zeigt den Flugplatz im Jahre 1920. Einige noch zu Kriegszeiten begonnenen Bauten, wie z.B. die Werft, wurden inzwischen zu Ende geführt. Auf Weisung der Siegennächte erfolgten bereits im Winter 1920/21 umfangreiche Abbruch- und Demontagearbeiten. Hiervon waren technische Einrichtungen wie auch sämtliche Gebäude entlang der Hochmuttinger Allee (Bild oben rechts) betroffen: vier Nonnalflugzeughallen zu je 66,64 x 22,53 m, Höhe 7 mund 1 Großflugzeughalle 75,40 x 29,75 m, Höhe 10,30 m. Hierfür zeigten Frankreich und Italien Interesse.

41. Der ehemalige Militärflughafen Schleißheim erwies sich auch in den zwanziger Jahren als beliebter Treffpunkt, um hier Schauflüge (unter anderem zu Gunsten der Kriegsgefangenenfürsorge ) und sportliche Wettkämpfe durchzuführen. Das Foto zeigt die tollkühne Tat des Fallschirmspringers Atzberger über dem Neuen Schloß kurz vor seinem Absprung anläßlich eines Flugwettbewerbes 1925. Bei dem Flugzeug handelt es sich um einen Dietrich-Gobiet DP Ila-Doppeldecker.

42. Die Heranbildung des Nachwuchses an Verkehrspiloten in den zwanziger Jahren erfolgte bei der Reichsverkehrsfliegerschule GmbH mit ihren Abteilungen in StaakenlBerlin und Schleißheim für Landflugzeuge sowie Warnemünde bzw. Stettin für Seeflugzeuge. Der bayerische Staat stellte den Flugplatz mit seinen Gebäulichkeiten kostenlos zur Verfügung. Später erfolgte die Umbenennung in 'Deutsche Verkehrsfliegerschule'. Jährlich erhielten hier etwa fünfzig Piloten eine gewissenhafte theoretische und praktische Ausbildung. Da die Lufthansa aber nur wenige von ihnen übernehmen konnte, gingen viele ins Ausland unter anderem nach Südamerika. Ab 1933 vollzog sich auch ein geheimer Aufbau für die Deutsche Luftwaffe. Das Foto aus dem Jahre 1927 zeigt Hans von Römer vor einer Junkers A 20 mit 160 PS Mèreedes-Motor.

eul ehe erhehr fliegersehuie G m.b.H.

Schleissheim

43. In der Zeit der wirtschaftlichen Flaute zwischen den beiden Weltkriegen fanden viele Oberschleißheimer auf dem Flugplatz bei der Deutschen Verkehrsfliegerschule einen neuen Arbeitsplatz. Für die Piloten galt übrigens der Grundsatz, daß sie für ihre Ausbildung bezahlen mußten. Doch stundete oft die Fliegerschule diese Kosten.

44. Dreieinhalb Jahre lang, vom Frühjahr 1926 bis Herbst 1929, diente der Flugplatz in Oberschleißheim der Deutschen Luft-Hansa als technischer Betriebshafen. (Die Luft-Hansa entstand am 6. Januar 1926 durch den Zusammenschluß der beiden Konzerne Junkers Luftverkehr AG und Deutscher Aero Lloyd AG, die Genehmigung zum Luftfahrtbetrieb wurde am 28. März 1926 erteilt). Die Passagierabfertigung erfolgte vom Flugplatz Oberwiesenfeld aus. Das Foto vom 1. August 1928 zeigt Hans von Römer mit seiner Schwägerin Melanie Schröder auf dem Schleißheimer Flugplatzvor einem Dornier-Ganzmetall- Verkehrsflugzeug der Luft-Hansa Do 'Merkur' mit 450/600 PS BMW VI-Motor.

Udet Schul- und Sportflugzeug U 12 ..Flamingo"

45. Anfang der dreiBiger Jahre ereignete sich über den Dächern der Gemeinde ein folgenschwerer Flugunfall. Die Ju 52 D 2201 'Boelcke' kehrte vonihrem siegreichen Wettbewerb um den 'Chavez-Bider-Pokal' aus Zürich zurück. Nach einer Zwischenlandung in Oberwiesenfeld flog das Verkehrsflugzeug auf dem Weg nach Berlin in etwa 250 m Höhe über den Schleißheimer Flugplatz. Da stieß es aus ungeklärter Ursache mit einem Udet Schulflugzeug 'Flamingo' der Deutschen Verkehrsfliegerschule zusammen. Der Flugschüler Kruse konnte sich zwar noch mit dem Fallschirm retten. Er erlag aber wenig später nach seiner Landung auf einem Baum im Park des Kindergartens an der Freisinger Straße seinen Verletzungen. Die Ju 52 ging ohne Personenschaden in einem Kornfeld nieder.

46. Am 15. August 1924 zerlegten Mitglieder des TSV Schleißheim auf dem Flugplatz eine ehemalige Flugzeughalle und bauten sie an der Jahnstraße am Rande des Berglwaldes als Vereinsheim wieder auf (1974 mußte die Halle einer Tennisanlage weichen). Das Foto aus dem Jahre 1925 zeigt, wie sich die Ortschaft zaghaft nach Norden hin ausdehnte. In der Bildmitte ist am Ende der Hofkurat-DiehlStraße das soeben von Baumeister Josef Simek für Hans Häusler fertiggestellte Wohnhaus zu sehen, rechts davon die 'neue' Turnhalle.

ScJ,leissheim.

47. Am 3. November 1858 wurde die Bahnlinie München-Landshut eröffnet. 1898 erfolgte der zweigleisige Ausbau der Strecke, was eine Verschiebung des Schleißheimer Bahnhofs um 6 m nach Osten notwendig machte. Münchner Zeitungen berichteten daraufhin vom 'verrückten Bahnhof in Schleißheim. Südlich des Stationsgebäudes ließ die Militärverwaltung 1890 zur Versorgung des Remontedepots ein Roggenmagazin errichten (Foto rechts unten, 1987 abgerissen). Sowohl das Lagerhaus wie auch die Mühle im Depot verfügte über Gleisanschluß (mittels Drehscheibe).

48. Anfang Mai 1919 tobte in und um München der Endkampf zwischen den 'weißen' Regierungstruppen und den 'roten' Revolutionstruppen. Um einen aus Richtung Landshut kommenden 'weißen' Truppentransport zu stoppen, hatten die Kommunisten das Bahngleis zwischen Oberschleißheim und Mittenheim gesprengt. Die Soldaten waren jedoch schon in Neufahm ausgeladen worden, so daß der Anschlag einen leeren Zug traf. Allerdings kam der Bremser dabei ums Leben. Das Bild zeigt eine bayerische Güterzuglok CIV (Baujahr 1885) und einige der bei Militärtransporten üblichen Viehwaggons.

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