Oberschleißheim in alten Ansichten

Oberschleißheim in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Bürger
Gemeente
:   Oberschleißheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3454-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oberschleißheim in alten Ansichten'

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49. Bis in die dreißiger Jahre kreuzte beim Streckenposten 8 - Vollmayr - die Straße von Feldmoching nach Oberschleißheim kommend die Eisenbahnstrecke München-Landshut. Sie führte dann entlang des Würmkanals weiter, bis vor zur Johannesbrücke.

SO. Viel Betrieb herrschte stets beim Streckenposten 9 im nördlichen Ortsbereich an der Mittenheimer Straße. Die Einführung des S-Bahnverkehrs 1972 mit gleichzeitiger Verlegung des Bahnhofs parallel zur Rotdornstraße ließ es ratsam erscheinen, hier eine Überführung zu bauen. Damit war der Streckenposten entbehrlich; das Haus fiel der Spitzhacke zum Opfer. Das Foto aus dem Jahre 1924 zeigt von links nach rechts Hedwig, Anna, den 'Chef Mathias und Anni Wensauer.

51. Im südlichen Bereich des Staatsgutes, an der Effner Straße, befand sich einst die Wagnerei sowie die Schmiede mit zwei Feuerstellen und je einem Blasebalg. Rechts am Weg, in einem kleinen Anbau, bewegte das Wasser des Maschinenbacherls ein riesiges Holzrad, dessen Achse an eine Heckelmaschine zum Zerkleinern des Heus angeschlossen war. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt bzw. zerstört, wurde der gesamte Südbereich des Depots bis in die achtziger Jahre nach und nach neu aufgebaut und mit Wohnungen für Staatsbedienstete ausgestattet.

52. In Reih und Glied angetreten präsentierte sich am 2. Juli 1911 die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Oberschleißheim e.V, vor dem zum Feuerwehrhaus umgebauten Bretterschuppen neben dem Baustadl. Zweiter von links der Schuhmachermeister und spätere Bürgermeister Benedikt Wohlschläger. 1892 erfolgte die Vereinsgründung. Zu den ersten Ausriistungsgegenständen gehörte ab 1896 eine Krankentrage auf Rädern.

53. Zu den ältesten Vereinen im Bayernland, bei Fürst und Volk gleichermaßen beliebt, zählten die Schützenvereine. Eine idyllisch gelegene Schießstätte am Rande einer Lichtung im Berglwald war der Treffpunkt für die 'Kgl, priv. Schützengesellschaft Bergl', Mitglieder waren hier unter anderen der Berglwirt Rudolf Söllner (links außen), der Garteninspektor Adolf Böhme (rechts außen), der Baumeister Josef Simek (oberste Reihe 2. von rechts) und der Ökonomierat Anton Forster (1. Reihe stehend 3. von rechts).

54. Reichliche Beschäftigung fand in Schleißheim die 'Kgl. Postagentur Telegrafenanstalt' durch die Militärfliegerstation, die veterinärpolizeiliche Versuchsanstalt und durch den allgemeinen Ausflugsverkehr von München. Die Diensträume befanden sich von 1860 bis 1925 in einem Holzbau auf der Südseite des alten Bahnhofs. Danach verlegte die Reichspost ihren Arbeitsbereich in einen großzügig ausgeführten Neubau auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofsplatzes. Das Foto aus dem Jahre 1917 vor der Postagentur zeigt, von links nach rechts, in der ersten Reihe: Tini Stinauer, den Postinspektor Haertlein und H. Eckel. Zweite Reihe: Martl Eichner, Johann Holzhey, H. Dubois und H. Müller.

55. Im Jahre 1883ließ die Gemeinde an der Stelle, an der sich jetzt das Feuerwehrhaus befindet, eine Volksschule errichten (am 19. Juli 1944 durch Bomben zerstört). Vorher fand der Unterricht neben dem Alten Schloß im Ökonomiegebäude staat. Als sich der Neubau, durch die ständig zunehmende Bevölkerung als zu klein erwies, begann man 1914 gleich nebenan mit einem zweiten Schulhaus (seit 1965 Amtssitz des Bürgermeisters und der Gemeindeverwaltung). Die Einweihung fand 1915 statt. Das Foto vom 4. April 1922 im neuen Schulhaus zeigt rechts die 2. Klasse und links die 3. Klasse. Im Hintergrund, neben der Türe, die Lehrerin, Fräulein WinkIer.

56. Südlich des Stationsgebäudes Schleißheim, westlich der Bahnlinie München-Landshut, richtete die Post um die Jahrhundertwende auf einem riesigen Gelände eine Imprägnieranstalt für Telegrafenstangen ein. Die mit Güterzügen angelieferten Baumstämme wurden hier von ihrer Rinde befreit, auf eine entsprechende Länge zugeschnitten und dann mit wetterfester Farbe getränkt. Das Foto aus dem Jahre 1925 zeigt in der ersten Reihe H. Kesselmeier (1. von rechts) und K. Bohner (3. von rechts). Im Hintergrund Kasernen des Flugplatzes.

57. Von 1922 bis 1932 übernahm die Stickstoff-Land GmbH das Remontedepot. Neben dem allgemeinen landwirtschaftlichen Betrieb richtete 1923 die Verwaltung auf dem Flugplatzbereich auf einer 3 ha großen Fläche südlich des Schloßkanals zusätzlich eine Lehr- und Versuchsgärtnerei ein (sie mußte 1934 nach Aufnahme des militärischen Flugbetriebes wieder geschlossen werden). 1929 kam dann auch noch eine Geflügelfarm an der Mittenheimer Straße gegenüber dem Huppwald hinzu (heute Institut für Krankheiten des Haus- und Wildgeflügels der tierärztlichen Fakultät der Universität München). Das Foto aus dem Jahre 1929 zeigt Arbeiter der Stickstoff-Land beim Hederichauspflücken (Unkraut) auf einem Feld an der Dachauer-/ St.-Margarethen-Straße.

58. Die Fronleichnamsprozession gehörte alljährlich zu den gesellschaftlich größten Ereignissen am Ort. Da war dann fast die ganze Gemeinde auf den Beinen - und anschließend im Wirtshaus. Das Foto aus dem Jahre 1928 zeigt, wie sich der Umzug wieder seinem Ausgangspunkt, der Kirche im Alten Schloß, nähert. Vorne links marschiert gerade die Fahnenabordnung des Veteranenvereins über die 'Hastreiter-Brücke', Im Hintergrund ist das Gasthaus 'Blauer Karpfen' zu sehen.

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