Oberschleißheim in alten Ansichten

Oberschleißheim in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Bürger
Gemeente
:   Oberschleißheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3454-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oberschleißheim in alten Ansichten'

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59. Stolz präsentieren sich die Mitglieder des 'Fe Phönix 1919 Schleißheim' Ostern 1930 vor ihrem neuerbauten Vereinsheim am Stichgartl. Nachdem sich die Fußballer 1919 vom Turn- und Sportverein abspalteten, spielten sie zunächst auf dem Gelände des ersten bayerischen Militärflughafens. Als dort aber der Flugbetrieb allmählich wieder in Schwung kam, siedelten sie 1923 auf den von der Gemeinde zur Verfügung gestellten freien Platz neben der Haselsberger-ILudwig- Thoma-Straße um. Ab September 1926 fanden sie dann am Stichgartl ihre endgültige Bleibe.

60. Michael Haselsberger (geboren am 20. September 1864 in Holzapfelskreuth, gestorben am 21. Januar 1940 in Oberschleißheim) war nicht nur als Wirt sondern auch als Bürgermeister ein erfolgreicher Mann. Unter seiner Obhut entwickelte sich die Schloßwirtschaft im südlichen Teil des Alten Schlosses zum gesellschaftlichen Mittelpunkt des Ortes. Jahrzehntelang verband sich mit ihm und seiner Frau Franziska bzw. nach deren Tod mit seiner zweiten Frau Amalie die Vorstellung von bestmöglichen Bewirtung und Betreuung. Von 1898 bis 1906 war Michael Haselsberger zweiter, dann bis 30. März 1933 erster Bürgermeister. Er galt als Gönner der Künstler und Helfer der Armen. Die Gemeinde widmete ihm einen Straßennamen.

61. Der Maler und Grafiker Frank Behrens (1883-1945) studierte an der Münchener Kunstakademie bei Franz von Stuck. 1911 ließ er an der Freisinger Straße für sich und seine Frau Nanny Sieber das sogenannte Sieberhaus mit großem Ateliergebäude und prachtvoller Parkanlage bauen. Frau Behrens führte aus der Schweiz die Berner Sennenhundezucht ein; das 'Sieberhaus' wurde Stammsitz der Berner- und Appenzellerhundezucht in Deutschland. Am 24. August 1925 starb Nanny Behrens-Sieber, Der Künstler Frank Behrens, der sich aktiv am gesellschaftlichen Leben der Gemeinde beteiligte und sich bevorzugt in der Bergl-Wirtschaft aufhielt, kehrte 1939 in sein Heimatland Schweiz zurück. Die politischen Ereignisse veranlaßten ihn auch zum Verkauf seines Hauses.

62. Die Schlösser, Wälder, Kanäle, Alleen und das angrenzende Moos waren zu allen Zeiten ein Anziehungspunkt für Maler. Viele ließen sich hier - gen au so wie im benachbarten Dachau - häuslich nieder. 1912 waren dies Frank Behrens, Walter Bornemann, Fritz Brändel, AdolfFiebiger, Otto Hupp, Heinz Katzenherger, Robert Raudner, Eugenio Renazzi del Castello de Britti und Angelo Quaglio. Das Einwohnerverzeichnis von 1928 vermerkte zusätzlich noch Fritz Quidenus und Hans Wagner. Sechs Jahrzehnte lebte und malte Heinz Katzenberger (Foto) am Ort. Seine Ölbilder und Zeichnungen sind besonders beliebt und werden wie Hausschätze gehütet.

63. Ein Großteil der Bevölkerung ging in der Landwirtschaft einer Erwerbstätigkeit nach. Neben dem Staatsgut und dem Gut Mittenheim gab es einige stattliche Bauernhöfe an der Dachauer Straße (z.B. ErtI, Stockerl) sowie besonders in Lustheim und Mittenheim mehrere GütIer. Hinzu kamen nach dem Ersten Weltkrieg 22 Siedlerstellen in Badersfeld, wo vorwiegend Gemüseanbau betrieben wurde. Das Foto aus dem Jahre 1930 zeigt das Anwesen des Ökonomen Adolf ErtI, bei dem noch der inzwischen zugeschüttete 'Ertl-Weiher' zu sehen ist.

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64. Bliek von Westen auf das Staatsgut und auf die Reichsbahnstation 'Schleißheim'. 1925 wurde die Strecke München-Landshut elektrifiziert. In den dreißiger Jahren entstanden parallel zur Bahnliniemit einer Brücke über den im Vordergrund des Bildes vorbeifließenden Dachauer Kanal- die Feierabend- bzw. Sonnenstraße.

65. Im Jahre 1883 ließ die Gemeinde für 38000 Mark an der Stelle, an der sich heute das Feuerwehrhaus befindet, ein großes Schulhaus errichten. Vorher erhielten die Kinder in dem zum Remontedepot gehörenden Uhrturm Unterricht. An der Stirnseite des neuen Schulhauses stand bis zur vollständigen Zerstörung am 19. Juli 1944 der Spruch:

1883 ward ich erbaut,

hab Deutschlands Macht und Not geschaut hier soll die lugend froh sich regen und der Väter Tugend pflegen!

Als sich das Haus als zu klein erwies, kam gleich nebenan im Ersten Weltkrieg das sogenannte neue Schulhaus hinzu, in dem sich jetzt das Rathaus befindet. Foto aus dem Jahre 1902.

Straßenpartie

Schulhaus

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66. Einen stattlichen Bau (links) mit Stilelementen, die an das Neue Schloß erinnern, ließ sich der Schreinermeister Konrad Fuchs an der Freisinger Straße direkt gegenüber dem nördlichen Schloßpavillon errichten. Den rechten Teil der zweigeteilten Straße säumen vorne der Luitpoldpark mit dem 1913 enthüllten Prinzregentendenkmal und hinten beide Schulhäuser. (Foto 1920.)

67. Eine mit Ahornbäumen begrenzte Straße, die 'Hochmuttinger Allee', führte einst zum Friedhof nach Hochmutting. Den Gottesacker, weit ab vom Ort, segnete Hofkuratbenefiziat Michael Diehl 1805 neben der St.-Jakobs-Kapelle ein. Eine Jubiläumsschriftzur Jahrhundert-Feier vermerkte 1905: 'Der Vorderbau der Kirche wird in bestimmten Fällen als Leichenhaus benützt und ebendort die Leichen-Sezierung vorgenommen.' Durch die ständige Zunahme der Bevölkerung Oberschleißheims wurden im Laufe der Jahre wiederholt erhebliche Investitionen zur Vergrößerung der Friedhofsgebäude und des Friedhofsgeländes notwendig.

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68. Sechs Taglöhnerwohnungen in einem langen, einstöckigen Haus mit Brunnen und kleinen Gärtchen neben der Friedhofskirche (Foto oben rechts) sowie ein Vorwerk des Staatsgutes Schleißheim ist alles, was der Ortsteil Hochmutting vorzuweisen hat. In einem zeitgenössischen Bericht um die Jahrhundertwende heißt es; 'Das Gut Hochmutting hat schöne Scheuern, große Schafstallungen für circa 1000 Stücke, entsprechende Höfe, und ist zur Aufbewahrung der Sommerbiervorräthe bestimmt, weBhalb daselbst auch ein entsprechender Eiskeller angebracht ist.' Auf dem Bild oben links ist in der Mitte des Gutes ein Turm für die Wasserversorgung zu erkennen.

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