Oberviechtach in alten Ansichten

Oberviechtach in alten Ansichten

Auteur
:   Ludwig Berger
Gemeente
:   Oberviechtach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3340-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oberviechtach in alten Ansichten'

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9. Im Jahr 1904 fauchte zum ersten Mal die Dampflokomotive bis Oberviechtach und neun Jahre später auch bis Schönsee. Die Gesarntkosten der Bahnlinie von Nabburg bis Schönsee erreichten damals die Höhe von 1 900 000 Mark. Zweifels ohne brachte die Bahn Leben in diese Gegend. Daß jetzt nach gut 80 Jahren gewisse Persönlichkeiten ihre Stillegung verlangen, kann niemand so recht verstehen.

Oberviechtach

10. Diese Ansichtskarte wurde angefertigt im Jahr 1918. Die Herstellung der Zeichnungen hierftir dürfte aber etliche Jahre früher geschehen sein. Diese Annahme wird dadurch gestützt, daß eines der beiden, die Kirche einengenden Anwesen noch an seinem Platz steht. Die damalige Kirchenverwaltung bemühte sich sehr lange um den Erwerb dieser Gebäude, da die Kirche zu klein war und darum erweitert werden sollte. Unter Pfarrer Hamperl wurden Erweiterungspläne mit zwei Emporen und einer prachtvollen Westfassade geschmiedet, welche aber aus nicht bekarmten Gründen unausgeftihrt blieben. Ein weiteres Zeugnis alter Herkunft der Zeichnung (Bild unten) ist das große Andachtskreuz, das hier noch auf dem Marktplatz zu sehen ist. Dieses aus Gußeisen gefertigte und auf einem mit Engelputen verzierten Fundament stehende Kreuz wurde errichtet am 3. Mai 1843 von Katharina Gillitzer. Auffallend ist, daß sich dieses Kreuz in mitten einer Baumgruppe befindet, Wäre nicht so eine kleine Auflockerung mit Grün auf dem Marktplatz etwas Herrliches.

11. Dieses Bild ist aufgenommen aus Richtung des jetzigen Rathauses. Damals stand hier das Armenhaus. Links im Bild das ehemalige Ottenhaus, rechts das Anwesen Hartwanger. Im Hintergrund ist auch das alte Knabenschulhaus zu sehen. Die Straße wurde ehemals Schlossergasse genannt. Als den Ort noch eine Festungsmauer umzog stand hier an der Mündung der Straße ein stattliches Torbauwerk. Es war das sogenannte Schlossertor. Rechts im Vordergrund des Bildes ragt die Baumkrone der mächtigen Linde ins Bild. Sie und noch mehrere soleh grüner Wahrzeichen mußten leider in Oberviechtach verschwinden. Mußte das sein?

12. Auch Fachwerkbauten gab es schon in Oberviechtach, Hier die Schönseer Straße, ehemals Böhmergasse genannt. Das Gebäude im Hintergrund könnte man fast als Ämtergebäude bezeichnen. Die örtliche Polizeistation, sowie ein Geldinstitut war hier schon untergebracht. Rechts im Hintergrund die Gastwirtschaft Gillitzer. Bis zum Jahr 1909 war dieses Wirtshaus 'Goldener Löwe' das Vereinslokal der Oberviechtacher Feuerwehr.

13. Solch eine Aufnahme wäre heutzutage mit Sicherheit nicht möglich. Es war auch kein autofreier Sonntag. Ein ganz normaler Sonntagnachmittag regte den Fotografen an, von dem fast ausgestorbenen Marktplatz ein Foto herzustellen. Ein Hund konnte da sogar noch ungestört seinen Mittagsschlaf mitten auf der Straße erledigen. Dieses Bild zeigt den Platz in Richtung Galgenberg. Markanteste Punkt ist der Pfarrhofseingang mit der riesigen Birke, dahinter das Felixnhaus. Rechts im Vordergrund die Gemeindeverwaltung mit den Bekarmten sechs Toreingängen, Abgesehen vom Eingang zur im Obergeschoß untergebrachten Verwaltung und dem Raum für die Feuerwehrgeräte waren die anderen kellerähnlichen Räume vermietet, in denen sich unter anderem auch eine Freibank, ein Friseurgeschäft und ein Gemüsegeschäft befanden,

14. Von niemehr wiederkehrender Idylle könnte man auch beim Anblick dieses Bildes sprechen. Ein Schweinehirt treibt gerade seine Schützlinge über den Marktplatz. Diese Art des Lohnhütens lies sich erhalten bis in die dreißiger Jahre. Der betreffende Schweine- oder Kuhhirt holte die Tiere zu bestimmten Zeiten ab und brachte sie auch wieder zurück, Täglich zweimal blies er mit seinem Horn durch die Gassen und kündete hierdurch sein Kommen an.

15. Hier fast der gesamte Marktplatz aus der Vogelperspektive, aufgenommen vom Kirchturm aus, anläßlich einer Fronleichnamsprozession am sogenannten Prangertag im Jahr 1930. Der im Jahr 1928 abgebrannte Gasthof Post hat hier bereits sein neues Aussehen. Im Hintergrund wieder das Knabenschulhaus.

16. Die Post hatte früher mehrere Funktionen zugleich. Es wurden nicht nur Briefe und Waren von einem Ort zum anderen transportiert, sondern auch Menschen. Für die zentrale Haltestelle in jedem Ort war der Posthalter zuständig. Nachdem die Erledigung der Geschäfte und Versorgung der Pferde doch einige Zeit in Anspruch nahm, war fast jeder Poststelle ein Wirtshaus angegliedert. So auch in Oberviechtach. Erst ab dem Jahr 1927, der Fertigstellung des neuen Postamts, wurden diese Dienstleistungsbetriebe endgültig getrennt.

17. Dem Betrachter der Bilder wird sicher schon der Springbrunnen in Mitten des Marktplatzes aufgefallen sein. Die kunstvoll verzierte, nach oben sich verjüngende Brunnensäule mit zwei übereinander liegenden Schüsseln aus Gußeisen wird gekrönt von einem sogenannten Brunnenmandl, das ein nach unten zum plätschernden Wasser bliekendes Mädchen darstellt. Das Wasser hierfür wurde schon entnommen aus einer richtigen Wasserleitung, welche im Jahr 1902 mit Holzrohren gebaut wurde. Es wird erzählt, daß dieser Brunnen in der Zeit des NS-Regimes um 1935 den großen Parteiveranstaltungen am Marktplatz hinderlich war und buchstäblich bei Nacht und Nebel von seinem Standort entfernt und zertrümmert wurde. Im Zusammenhang mit der Vorbereitung dieses Büchleins konnte die Brunnenfigur sogar wieder fast unversehrt aufgefunden werden. Ein Kontrast besonderer Art ist auf diesem Bild festzustellen. Auf die natürlichen Fortbewegungsmittel, die Pferdegespanne, wartet bereits das Gefärt mit Pferdestärken aus Metall.

18. Solch traurige Anlässe wie dieses Bild zeigt, gab es früher sehr oft. Dieses Unglück, als der Gasthof 'Zur Post' in Flammen aufging, passierte am 27. August 1928 nachts um halb drei Uhr, Trotzdem die Feuerwehr Oberviechtach erst kurz vorher ihr erstes Motorlöschgerät erhalten hatte, war es nicht möglich, das schnell um sich greifende Feuer einzudämmen. Das ganze Gebäude brannte nieder. Erst drei Jahre vorher brannten in der Bahnhofstraße 32 Scheunen links und rechts der Straße gleichzeitig ab und kurze Zeit später nochmals sieben Stück, Am 21. September 1773 brannte fast der gesamte Markt mit Kirche und Rathaus ab, Auch im Jahr 1878 fiel dem roten Hahn nochmals ein Teil des Marktes nordöstlich der Kirche in die Hände, Im Gotteshaus wurde bereits von Pfarrer Johann Baptist Wittmann das Allerheiligste in Sicherheit gebracht, weil man glaubte, das Feuer würde übergreifen auf die Kirche. Doch wie ein Wunder drehte sich plötzlich der Wind und verhinderte dies.

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