Oberviechtach in alten Ansichten

Oberviechtach in alten Ansichten

Auteur
:   Ludwig Berger
Gemeente
:   Oberviechtach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3340-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oberviechtach in alten Ansichten'

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19. Ein weiteres Stück vom Marktplatz, das Lebzelterhaus, im Besitz von Max Doseh. Interessant eine Tatsache, welche heute kaum mehr vorstellbar wäre. Im rechten Eingang befand sich ein gutgehendes Lebensmittelgeschäft. Hinter der linken Tür verbarg sich ein Kuhstall. Vor dem Gebäude, also auf dem Marktplatz, war der Mistplatz, eine Grube, welche mit Brettern abgedeckt wurde, Das Futter für die Tiere wurde hinter dem Anwesen Forster zubereitet. Wenn ein Toter zum Friedhof geleitet wurde, führte die Prozession immer über den Marktplatz. Hier vor dem Lebzelterhaus war der Platz zur Aufsegnung des Verstorbenen. Dieses Bild entstand bei der Priminz von Pater Graf im Jahr 1929.

20. Viele Gasthöfe gab es im Markt Oberviechtach. Hier der Gasthof Thammer aus dem Jahr 1913. Josef Thammer (zweiter von rechts, mit Gattin) hatte lange Zeit auch das Bürgerrneisteramt inne. Das gutgehende Sägewerk auf dem Grundstück des jetzigen Autohauses Max Zwack war sein Eigenturn. Neben einer mittelgroßen Landwirtschaft besaß Thammer auch noch kurzzeitig eine Fabrik für Bierkisten (Schmerwerk), ein Baugeschäft, sowie eine Ziegelei am Steinforst, welche im Jahr 1916 aufgelöst wurde.

21. Diese Aufnahme entstand bei der Abschlußveranstaltung der Volksmission im Jahr 1919 unter Pfarrer Rosenheimer. Der gottseidank beendete Erste Weltkrieg dürfte der Anlaß hierfür gewesen sein. Zum Dank für Verschonung vor großem Unheil wurden früher oft derartige Veranstaltungen oder Wallfahrten durchgeführt.

22. Wenn in früherer Zeit auch nicht viel fotografiert wurde, so wurde dies mindestens bei großen Festen nicht versäumt. Dieses Bild entstand im Jahr 1925 bei der Fahnenweihe der Feuerwehr Oberviechtach. In diesem Jahr wurde auch die Priminz von P. Othmar Raps gefeiert. Er war einer von Vielen, die Oberviechtach aus seinen Reihen hervorbrachte, darunter über die Heimatgrenzen hinaus sehr berühmt gewordene Priester. Im Jahr 1634 wurde hier P. Balthasar Knellinger geboren. Knellinger war ein sehr beliebter Kanzelredner in Süddeutschland, Seine umfangreichen Predigtsammlungen wurden dreimal in Druck gegeben, Weitum bekannt war auch der 1668 geborene Pfarrer Maximilian von Miller. Er kämpfte an der Seite der Bauern im Spanischen Erbfolgekrieg. Als im Jahre 1704 Österreichische Truppen Bayern bezwangen und die hiesige Bevölkerung unterdrückten, wurden sie bei einem offenen Aufruhr bei Cham überwältigt und festgenommen. Miller wurde daraufhin Stadtkommandant von Cham, Ein weiterer, von sich reden gemachter Priester war Pater Gregor Adam Zallwein. Im Jahr 1712 geboren brachte er es bis zum Professor und Wissenschaftler an den Universitäten in Straßburg und Salzburg. Als im Jahre 1751 das Gnadenbild von Maria Plain aus Salzburg wieder in die Wallfahrtskirche zurückgebracht und feierlich gekrönt wurde, wozu W.A. Mozart die berühmte Krönungsmesse komponierte, hielt Zallwein die Ehrenrede.

23. Rund um den Marktplatz drängten sich die Wirtshäuser und Kramläden. Hier die Familie Pösl mit ihrer Schankwirtschaft und Rotgerberei. Eine Landwirtschaft dabei war auch hier selbstverständlich.

24. Hier die Ecke Bezirksamtstrafse-Obere Gasse (jetzt Nabburger Straße). Auffallend ist, daß trotz Straßenkreuzungen oder Engstellen immer wieder ein Platz für Bäume gefunden wurde,

25. Dieses Haus, fotografiert in den zwanziger Jahren, war vom Aussehen, so scheirit es, seiner Zeit voraus. Es war die Conditorei und Spezerei mit Weinstube von Josef Mang und befand sich gegenüber der Mädchenschule, unweit des Kirchgartens. Platz war hier in mitten der Wohnhäuser sogar noch für ein Starenhaus.

26. Im Jahr 1920 wurde in Oberviechtach der Katholische Frauenbund gegründet. Drei Jahre später im Jahr 1924 folgte dann die Bannerweihe. Die erste Vorsitzende (1920-1931) war damals die Pfarrhaushälterin Fräulein Gruber. Auf dem Bild rechts sieht man auch ihren Dienstherrn, Pfarrer Edmund Rosenheimer (1912-1928 Pfarrer in Oberviechtach). Beim Betrachten dieses Bildes könnte man den Eindruck erhalten, daß die Männer so gar nicht recht einverstanden waren mit der Gründung dieses Vereins der Frauen. Ein Mann steht mit den Händen in der Tasche und dem Rücken zum Festzug teilnahmslos unter den Gästen.

27. Diese Aufnahme gibt einige Rätsel auf. Sie wurde angefertigt zwischen den Jahren 1916 und 1928. Das Fest, das hier gefeiert wurde ist nicht gelungen, endgültig zu identifizieren. Es dürfte sich aber um den Empfang des Priminzianten P. Ottmar Raps im Juni 1925 gehandelt haben, Rechts im Bild das Schneider-Hartl-Haus,

28. Hier das Ende der Klostergasse mit der Hafnerei Löß1. Die nach USA ausgewanderte 'Staserl Wali' (Bild Mitte) ist hier zu einem Besuch wieder an ihren Geburtsort zurückgekommen.

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