Oberviechtach in alten Ansichten

Oberviechtach in alten Ansichten

Auteur
:   Ludwig Berger
Gemeente
:   Oberviechtach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3340-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oberviechtach in alten Ansichten'

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29. Diesen Gasthof in der ehemaligen Schlossergasse gibt es nicht mehr so, wie er hier vom Malermeister Lorenz Lehner (oben) hergerichtet wird. Im Jahr 1984 wurde das Gebäude abgerissen und wieder neu errichtet. Im Hintergrund das Anwesen Hafenrichter (Schlosser) mit der Rundbogen-Toreinfahrt, wie sie bei vielen Gebäuden anzutreffen war, weil hierdurch die landwirtschaftlichen Räume erreicht werden konnten. Meistens waren aber auch die Wohnräume, besonders die Kuchl über diese Einfahrt erreichbar.

30. Langsam wollen wir mit diesem Bilderbogen das Marktinnere verlassen. Hier ein Bliek aus Richtung Dreifaltigkeit hin zum Amtsgericht. Dieses Gebäude wurde eingeweiht am 15. September 1881. Erst drei Jahre vorher im Jahr 1878 wurde das Oberviechtacher Gericht vom Landgericht in ein Amtsgericht umbenannt. Dem neuen Gerichtsgebäude wurde auch ein eigener Gefàngnistrakt angegliedert. Dieses Bild dürfte entstanden sein in den Jahren zwischen 1924 und 1928.

31. Auch dieser fast leere Platz hat seine Geschichte. Es war der sogenannte Schießanger, welcher als Straßenbezeichnung heute noch existiert. Dieses Grundstück diente in erster Linie den Zimmerleuten zum Abbinden neuer Bauten. Weiter wurde der Platz den durchreisenden Zigeunern und Landfahrern von der Gemeinde kurzzeitig zur Verfügung gestellt. Zirkuszelte mit Schiffschaukel und Kettenkarussel gehörten oft zum vertrauten Bild.

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32. Am 1. Mai 1844 wurde in Oberviechtach eine Postanstalt eröffnet. Bis zum Jahre 1927 wurden die Postdienste im Gasthof 'Zur Post' besorgt. Am 18. August 1927 war es dann soweit, daß der Markt ein eigenes Postamt erhielt. Diese Fotografie wurde angefertigt kurz vor dessen Fertigstellung von Kunstmaler und Malermeister Lorenz Lehner.

33. Die Einweihungsfeier des neuen Postamtsgebäudes war ein großes Zeremoniell. Viele Honoratioren, das heißt, alles was Rang und Namen hatte, waren dabei, Ein paar bekannte Namen herausgegriffen sind: Oberamtsrichter Pillmayr (10. von links, erste Reihe); Expetitor Max Schwarz, Postmeister (11. von rechts, zweite Reihe); der Postbote Michael Müller, Gründer der Blaskapelle Oberviechtach (2. von rechts).

34. Diese Baustelle befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Postamtsgebäudes. Der Oberviechtacher Arzt Dr. Mitzel baute hier 1928 ein Doktorhans. Heute ist in diesem Haus ein Geldinstitut untergebracht Interessant ist der Vergleich dieser Baustelle mit einer in unserer Zeit. Viele Leute konnten damals mit einem derartigen Neubau beschäftigt werden. Allerdings gab es wenig solcher Baustellen.

35. 'Ländliche Idylle' könnte man sagen beim Anblick dieses Bildes. Es dürfte entstanden sein in den Jahren 1924-1929. Das Karitashaus, welches im Jahr 1929 eingeweiht wurde, ist noch nicht errichtet. Dagegen ist die lange Scheunenfront entlang der Distriktstraße bereits nicht mehr vorhanden. Mit diesen Scheunen, welche sicherlich nicht am günstigsten Platz standen, mußte sich bereits am 29. April 1879 der Gemeinderat befassen, nachdem beim Neubau des Amtsgerichts von der königlichen Regierung die Beseitigung der so wörtlich 'feuergefährlichen und unästhetischen Ökonomiestädel' gefordert wurde.

36. Langsam hielt auch in Oberviechtach das motorisierte Zeitalter seinen Einzug. Malermeister L. Lehner, schon mehrmals erwähnt, steuerte eines der ersten Schnauferl über die holprigen Straßen Oberviechtachs. Er war auch einer der ersten Fotografen in dieser Gegend. Viele der in diesem Büchlein veröffentlichten Fotos (und die Zeichnung) stammen aus seinen Handen.

37. Die Motorisierung zeigte Fortschritte. So ein Auto war damals schon eine Sensation. Und wenn dann auch noch ein Fotograf anwesend war, stellte man sich gerne zur Verfügung für ein Erinnerungsfoto.

38. Abgesehen von den vielen kleinen Handwerksbetrieben war Oberviechtach mit Arbeitsplätzen noch nie reich gesegnet. Der einzige größere Betrieb war das Sägewerk Thammer, Schwere und schwerste Arbeit mufsten die dort Beschäftigten Arbeiter leisten. Es gab noch keinen Kran und keinen Gabelstapler zur Bewältigung der dieken Stämme, Der Antrieb der Gatter erfolgte durch eine Dampfmaschine. Ein Mann war ständig dabei, mit Sägespänen und Holzabfall den Ofen zu beheizen. Die Beschäftigten der Firma Thammer stellen sich hier im Jahr 1929 während einer Mittagspause dem Fotografen zur Verfügung. Im Hintergrund des Bildes entwickeln sich bereits die Alleebäume, welche den Bliek zum ersten Teil des Krankenhauses verdecken, das zwischenzeitlich funktionslos geworden ist.

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