Oberviechtach in alten Ansichten

Oberviechtach in alten Ansichten

Auteur
:   Ludwig Berger
Gemeente
:   Oberviechtach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3340-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oberviechtach in alten Ansichten'

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Errier der letzten Eisenhammer in Luckahammer bei Oberviechfach.

49. Auf diesem Bild wurde ein echt historischer Beruf, der Harnrnerschmied, festgehalten. Solche Hammerwerke wie hier in Luckahammer bei Pirkhof waren über die ganze Oberpfa1z verstreut. Die bergige Landschaft mit den talwärts plätschernden Bächen bot ideale Möglichkeiten für derartige, mit Wasserkraft angetriebene Werke. Daneben waren die idyllischen Wasserläufe von Mühlen, Glasschleifen und Sägewerken übersät.

50. Langsam bekam auch der Postbote einen Kollegen, das Telefon, beziehungsweise das Telegramm. Die ersten Stangen wurden aufgestellt durch Fachleute des Telegrafenamtes mit Unterstützung von einheimischen Arbeitern.

51. Wie schon erwähnt, waren die Bewohner dieser Gegend nicht mit Reichtümern gesegnet. Noch dazu machten harte und sehr lange Winter mit viel Schnee und Kälte den Menschen schwer zu schaffen. Es passierte öfter, daß im Oktober schon eine Schneedecke die Felder überdeckte. Wer da mit seinen Kartoffeln nicht schnell genug war, dem konnte es schon passieren, daß er warten mußte, bis die Sonne ein wenig mithalf, daß die Erdäpfel dann, [edoch meistens nur mit einer Stockhaue, aus dem Boden gegraben werden konriten.

52. Dieses mit Schindeln gedeckte Bauernhaus stand einst im jetzigen Mitterlangau. In so einern, damals recht stattlichen Hof ohne elektrischen Strom und ohne Wasserleitung zu wohnen, kann sich heute keiner mehr vorstellen. Es darf niemanden wundern, wenn in den damals stockfinsteren Nächten gar manche Geistergeschichten entstanden sind, Beim Schein des brennenden Kienspanes oder der Petroleumlampe wurden diese Geschichten und Sagen weitererzählt und bis in unsere Tage erhalten.

53. Viele Geschichten und Sagen entstanden besonders in den alten Burgen und Burgruinen, welche fast auf jedem höheren Berg in der Oberpfalz zu finden sind, Hier im Bild die Burg Murach, welche den Ort Oberviechtach maßgeblich mit prägte. Der genaue Zeitpunkt der Entstehung der Burg ist umstritten. Gesicherte Nachweise gibt es erst seit dem Jahre 1110. Im Jahre 1272 wurde die Burg unter ihrem Besitzer, Ludwig von Oberbayern, mit einern Pflegamt besetzt. Ab dem Jahre 1628 ging die Festung in den Besitz von Kurfürst Maxirnilian I. über. Zur Ruine wurde das Bauwerk im Dreißigjährigen Krieg und war nachher nur mehr schlecht bewohnbar. Das Pfleggericht wurde 1803 ausquartiert und nach Neunburg verlegt. Im Jahr 1807 schließlich wurde die ganze Burg an den Posthalter nach Neunburg verkauft,

54. Diese gezeichnete Ansichtskarte aus dem Jahre 1903 gibt wiederum Rätsel auf, welche hier durch Kürze der Zeit leider nicht mehr endgültig geklärt werden können. In den bisherigen Forschungsergebnissen über die Burg Murach wird allgemein die Jahreszahll1l0 als erste urkundliche Erwähnung im Zusammenhang mit einern Ministerialen der Sulzbacher, Gerounch de Mourach genannt. Wenn man dem Zeichner dieser Karte glauben darf, dann war die Burg berelts im Jahr 970 im Besitz eines Murachers, des Grafen Eberhard von Murach. Die Besiedlung überhaupt des Nordgaues fand aufgrund geschichtlicher Aufzeichnungen in der Mitte des 10. Jahrhunderts statt. Im Jahr 952 wurde erstmals von Regensburg naabaufwärts das Gebiet um Nabburg erreicht. Von diesem Gesichtspunkt .aus könnte die Jahreszahl 970 ohne weiteres glaubhaft erscheinen.

55. Im katholischen Bayern wurden und werden immer wieder Kapellen oder kleine Kirchlein errichtet, wie zur Zeit zum Beispiel im Dorf Oberlangau. Es ist selten, daß ein derartiges Bauwerk abgerissen wird, im Gegensatz zu dieser auf dem Bild festgehaltenen kleinen Kirche. Es war die Friedhofskapelle, deren Dasein der Vergangenheit angehört. Sie war angeblich baufällig, als sie im Oktober 1971 abgebrochen wurde, Im Jahr 1752 baute die Pfarrgemeinde unter ihrem damaligen Pfarrer Sigmundt Fridrich Nepomuk von Stedingk auf dem erst 100 Jahre alten Friedhof eine Kapelle. Sie wurde dem 'Auferstandenen Heiland' geweiht. Nach dem großen Brand 1773, der auch die Pfarrkirche verwüstete, wurde diese Friedhofkapelle benediziert und vorübergehend als Pfarrkirche verwendet. In den Jahren von 1946 bis 1963 diente sie dann der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde als Gotteshaus.

56. Die Kapelle zu 'Unserer Lieben Frau vom Bleichanger' steht zwar auch heute noch an ihrem angestammten Platz, aber nicht mehr mit ihrem ursprünglichen Manerwerk. Dieses Kirchlein entstand im Jahr 1727. Eine fromme Legende um ein Marienbild, das viele Beter und Wallfahrer anzog, soll der Anlaß dazu gewesen sein. Im Jahr 1845 wurde diese bereits baufällige Kapelle renoviert. Ebenso nochmals im Jahr 1921 (siehe Bild). 1954 war das Kirchlein bereits wieder derartig ruinös und baufällig, daß eine Restaurierung im üblichen Sinne nicht mehr möglich war. Pfarrer Sindersberger ging deshalb daran, das alte Mauerwerk abtragen und wieder neu aufrichten zu lassen.

57. Diese Kirche ist möglicherweise die Älteste in und um Oberviechtach. Die Erbauerzeit dieser SanktÄgidius-Kirche in Hof liegt spätestens zwischen 1150 und 1170 und hängt wahrscheinlich mit der Herrschaft Murach zusammen. Aufgrund der Patrozinienforschung durch den Theologen und jetzigen Pfarrer in Püchersreuth, Konrad Schießl, gab es im Ursprung des Dorfes Hof einen sogenannten Meier Hof, zur Herrschaft Murach gehörend, Unmittelbar daneben wurde eine Burgkapelle errichtet, die anfänglich nur über eine Holzbrücke von diesem Hof aus zugänglich war. Aus den gesammelten Forschungsergebnissen zu schließen, dürfte dieses Kirchlein sogar schon Pfairkirche mit Friedhof für Oberviechtach gewesen sein. Um 1600 wurde das Dach der Kirche zerstört und somit dem Verfall preisgegeben. Pfarrer Vorster bezeichnete sie im Urbar von 1650 sogar als einen Steinhaufen. 1658 wurde die Kirche dann wieder aufgebaut. 1835 brannte sie ab und 1838 aufs Neue hergestellt.

58. Die Johannisbergkirche entstand im Jahr 1732 und wurde errichtet aus Spenden der umliegenden Dörfer und der vorbeiziehenden Handelsleute auf der belebten Straße von Regensburg nach Böhmen. Die Entstehungsgeschichte begann jedoch noch viel früher. Als Pfarrer Sigismund von Miller im Jahr 1704 am Forst neben der besagten uralten Handelsstraße nach Böhmen eine sehr kleine, offene Kapelle mit einem Bild von Johannes Nepomuk errichtete, entwickelte sich schon bald eine Wallfahrt, die offensichtlich regen Zuspruch von Seiten der Bevölkerung und der Handelsleute fand. Unter Pfarrer Ferdinand Seeleuthner wurde auf Bitten der Bevölkerung im Jahr 1732 am gleichen Ort eine neue größere Kirche errichtet (Bild). Neben der Kapelle und späteren Kirche befand sich vermutlich schon aus noch früherer Zeit eine Eremitage für zwei Einsiedler. Heute noch ist der Hausname 'Klausner' bekannt.

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