Oebisfelde in alten Ansichten

Oebisfelde in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich-Karl Sonntag
Gemeente
:   Oebisfelde
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5817-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oebisfelde in alten Ansichten'

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9. Auf dem Bild sehen wir das Rathaus nach dem Umbau im Jahre 1892. Die linke Seite scheint noch Ratskeller zu sein. Wir erkennen, daß auf dem Kragstein rechts nun ein Roland steht, Viel Veränderungen hat es in den letzten hundert Jahren an dem Gebäude nicht mehr gegeben. Die schönen Baumreihen, die den Platz umfassen, gibt es heute leidernicht mehr. Auch die Pumpe, links im Bild, ist verschwunden. Der Marktplatz hat jedoch durch die Neugestaltung wieder an Attraktivität gewonnen.

10. Der Oebisfelder Roland zählt nicht zu den 'echten', da sein Ursprung irn Mittelalter nicht zu beweisen ist. Heimatforscher vermuteten jedoch, daß der von Anfang an vorhandene Kragstein am Rathaus keinen anderen Zweck haben könne, als eine Rolandsfigur zu tragen. Zudem sollen noch Mitte des 19. Jahrhunderts Teile eines früheren Rolands auf einem Hof gegenüber dem Rathaus gelegen haben. Also wurde 1893 ein von einem Magdeburger Bildhauer geschaffener Roland aufgestellt, der in der linken Hand das Wappen der Stadt und in der rechten das Schwert trug (siehe Bild). Er kostete damals 300 Mark. Wesentlich mehr mußte die Stadt für den zahlen, der nun seit der 975-Jahrfeier (1989) auf dem Stein steht.

11. Ein Begriff ist 'List-Muller' in Oebisfelde. Aber nur noch die Älteren werden sich daran erinnern, daß das Geschäft am Markt einst so aussah wie auf dem Foto. Die Aufnahme wurde um 1914 gemacht. Damals war Karl-Heinz Müller, der Vater des heutigen Besitzers, noch ein kleines Kind. Er ist hier auf dem Bild als kleiner Junge mit seinem Vater, Herrmann Müller, zu sehen. Das etwa zweihundert Jahre alte, jetzt restaurierte und erweiterte Gebäude prägt heute noch das Bild des erneuerten Markzplatzes mit.

GruB aus Oebisfelde

Gasthof zum weißen Roß' J:1n. Hermann TamborJnl

12. Die Herren, die hier ihr Bier trinken, bekamen es im Gasthaus Tamborini ausgeschenkt. Das befand sich gegenüber dem Rathaus und hieß Gasthof'Zum weißen Ross'. Der Pferdekopf über der Eingangstür versinnbildlicht diesen Namen. Das ausgeschenkte Bier ist mit Sicherheit kein Oebisfelder Gerstensaft, denn in der Zeit nach 1870 verdrängten fremde Biere das einheimische, und die ansässigen Brauereien gingen ein. Schon im 15. Jahrhundert hatte die Stadt das Recht, Bier zu brauen. Es gab nicht weniger als 18 Brauereien, die 'reihum' brauten. Ein Biermangel durfte bei Strafe nicht eintreten.

13. Das ist heute eines der schönsten Häuser in Oebisfelde. Es steht gegcnüber dem Rathaus in der Langen Straße an der linken Ecke zum Sträßchen. Trotz des traurigen Zustandes ist das schöne Fachwerk zu erkennen. Auf einem Balken ist zu lesen: 'Laß du 0 Vater mein, dies Haus befohlen sein. Behüt es auch hinfort, für Feuer und aller Noth. Anno 1645.' Aus dern großen Gewölbekeller mit enorm dieken Wänden führte einst ein Tunnel zur Burg. Das Gebäude wurde restauriert und beherbergt nun die Gaststätte 'Roland-Stuben'.

14. Diese romantische Gasse heißt 'Sträßchen', früher auch 'Strätche' genannt. Sie entstand um 1620 als Verlängerung der Marktstraße und verbindet die Lange Straße mit der Achterstraße. Die beiden Eckhäuser der Strätche - Lange Straße 56 und 57 - zählen zu den ältesten erhaltenen Wohngebäuden der Stadt. Das Vorderhaus der NI. 56 trägt die JahreszahI1645, während die 571aut Inschrift aus dem Jahre 1623 stammt. Ein Bliek ins Sträßchen zeigt die Veränderungen im Vergleich mit dem Bild. Der Betrachter wird feststellen, daß die rechte Seite heute weniger romantisch wirkt, die linke Seite mit dem Hintergebäude der NI. 34 aber schön restauriert ist.

· Langestrasse.

15. So sah die Lange Straße um die Jahrhundertwende aus. Sie führt von der Burg am Rathaus vorbei zum Schildplatz und war einst die Verbindung zwischen Braunschweiger und Töpfertor. Ein Reisender aus dem Jahre 1791 charakterisiert sie so: 'Sie (die Stadt) besteht aus 3 Toren, 200 Häusern von zwei Stockwerken und aus 10 Straßen, worunter die Lange Straße, welche mit der Achterstraße gleiche Länge, aber nicht gleiche Breite hat, die vorzüglichste ist.' Das Bild macht deutlich, daß es um 1900 auch in der 'vorzüglichsten' Straße keine Kanalisation gab. Es zeigt aber auch, daß die Lange Straße schon damals Geschäftsstraße war (rechts das Kolonialwarengeschäft von C. Levin).

©ebisffelde Schildplatz

16. Die Ansichtskarte wurde von der Oebisfelder Druckerei Radwitz angefertigt. Auf diesen Platz, den Schildplatz, mündet die Lange Straße. Die abgebildctcn Kinder stehen neben dem 'Eulenbrunnen'. Rotdornbäume, Zaun, Pumpe und kupferne Eulen sind längst vcrschwunden, und der Platz hat hcute zwar noch dcnsclben Namen, sein Aussehen und Zweck haben sich jedoch völlig verändert. Rechts gegcnüber dem Hotel steht das Gebäude der Druckerei Radwitz. Das Hotel befindet sich schon außerhalb der früheren Stadtmauer. An dieser Stelle konnte man die Stadt durch das Töpfertor betreten.

17. Hier blieken wir von der Lindenstraße aus auf den Schildplatz. Im Volksmund wurde er auch 'Schild' genannt, und die Anwohner mußten sich scherzhaft als 'Schildbürger' bezeichnen lassen. Vor dem Eulenbrunnen sehen wir eine Tanksäule für Kraftfahrer stehen. Solche einfachen Tankstellen gab es mehrere in der Stadt. Die Verkehrszeichen weisen den Weg nach Neuhaldensleben, Helmstedt, Braunschweig und Hannover.

18. Ursprünglich gab es nur in der Burg eine kleine Kapelle. Mit der Entwicklung der Stadt wurde auch der Bau einer Kirche notwendig. Es wurde daher in der nordwestlichen Ecke des Stadtplanes eine Kirche errichtet und der Heiligen Katharina gewidmet. Schriftlich erstmals erwähnt wurde das Gotteshaus 1314. Bis zum heutigen Aussehen wurde es im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert. Der Turm neigt sich bedenklich etwa einen Meter gen Nordwesten. Das Fachwerkgebäude neben der Kirche ist das älteste erhaltene Schulhaus Oebisfeldes. Es wurde 1810 und in den Jahren danach errichtet bzw. erweitert, nachdem die vorige Schule an gleicher Stelle abgebrannt war. Die Aufnahme entstand zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

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