Oebisfelde in alten Ansichten

Oebisfelde in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich-Karl Sonntag
Gemeente
:   Oebisfelde
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5817-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oebisfelde in alten Ansichten'

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19. Diese Ansichtskarte wurde 1916 auf die Reise geschickt. Sie zeigt uns die Katharinenkirche aus einer anderen Perspektive. Nicht nur das Bauwerk selbst ist ein historisches Denkmal, auch im Innern sind Zeugnisse der Geschichte unserer Stadt zu betrachten, zum Beispiel Grabdenkmale ehemaliger Burgherren. So die steinerne lebensgroße Figur des Hans von Bülow und weitere Grabsteine der von Bülows oder das 'letzte Ehrenmal,' einer 'in Leben herzvielgeliebteste(n) Fr. Ehegemahlin' . Zu den kostbaren Stücken der Kirche dürften die große Figur der Emmeranzia, die um 1500 gefertigt wurde, ein steinerner Priestersitz von 1381, der Monstranzaltar von 1479, eine Taufschale aus dem Jahre 1659 sowie der Aufsatz des Marienaltars, der bereits 1314 erwähnt wurde, gehören. Das Kriegerdenkmal vor der Kirche wurde 1871 errichtet.

Oebisfelde Kirche mit Denkmal

20. Im Fachwerkhaus links wurde im 'Verlag und Schnellpressendruck von A. Radwitz in Oebisfelde' der 'General-Anzeiger für Oebisfelde, Vorsfelde, Fallersleben und Umgebung,' als amtliches Publikationsorgan der Stadt Oebisfelde und amtliches Insertionsorgan für den Amtsgerichtsbezirk Oebisfelde verlegt und gedruckt. Der 'General-Anzeiger' erschien fünfzig Jahre lang. Das Gebäude (Schildplatz 2) wurde ebenso wie die Druckerei in der Lindenstraße abgerissen. Im Hintergrund ist die Katharinenkirche zu sehen, das Fachwerkhaus daneben ist das älteste noch erhaltene Schulgebäude, es wird heute jedoch als Seniorentreff und Wohnhaus genutzt.

Oeblsfelde

21. Neben vielen Gaststätten gab es einst auch Hotels in Oebisfelde. Die Ansichtskarte vom Hotel Heine wurde von der gegenüberliegenden Druckerei Radwitz angefertigt. Das Haus steht an der Ecke Lindenstraße/Mauerstraße. Im vorderen Teil des Gebäudes befand sich ein Café, im hinteren. roten Backsteinbau von der Lindenstraße aus der Eingang zum Hotel. Ab 1892 ist in der unteren Etage die 'alte' Post untergebracht. Das Hotel wurde später Wohnhaus und wird noch heute so genutzt. Den schönen Eingang mit den Säulen gibt es leider nicht mehr, da die Giebelseite urngebaut worden ist.

22. Die Achterstraße liegt hinter (= achtern) der Stadtmauer und verläuft parallel zu ihr. Vorn rechts am Haus der Bäckerei Wilhelm Fricke erkennen wir elektrische Leitungen, also kann das Foto erst nach 1907 gemacht worden sein, denn erst in diesem Jahre gab es auch elektrischen Strom für die Stadt. Zu sehen ist auch, daß in dieser Straße vorrangig Fachwerkhäuser stehen. Noch heute sind einige von ihnen als solche erhalten.

23. Nahe am ehemaligen Braunschweiger Tor in der Achterstraße befindet sich das schmucke Fachwerkhaus der Familie Göring, die ehemalige Bau- und Kunstschlosserei W. Stodtmeister. Die Firma gibt es seit 1878. In der Haustür steht der Sohn des Gründers dieses Betriebes. Das Zunftzeichen über der Haustür hängt heute noch und wurde zum hundertsten Betriebsjubiläum neu mit Blattgold belegt. Die Aufnahme entstand um 1925. Die ergänzte Firmenbezeichnung macht deutlich, daß damals noch die Bau- und Kunstschlosser Autos und Motorräder reparierten sowie Betriebsstoffe verkauften. Vor dem Haus stand daher auch eine Tanksäule.

24. Nicht ganz jungen Oebisfeldern ist dieses Gebäude noch gut in Erinnerung. Es stand gegenüber der Burg in der Prinzenstraße 20 und war als 'Prinzenhaus' bekannt. Gebaut war es nach dem niedersächsischen Stil und trug auf den Saumschwellen die Inschriften: 'Der Segen des Herrn macht reich ohne Mühe. Pro X Anno d. 1571' und 'Es ist gut auf den Herrn vertrauen und sich nicht verlassen auf den Menschen.' Auffallend waren die schönen Schnitzereien und die Fächer- oder Sonnenmotive . Leider wurde das Prinzenhaus abgerissen.

©ebisf.elde Magdeburgerstrasse

25. Wir blicken hier mit dem Fotografen wohl um 1910 vom ehemaligen Magdeburger Tor in die Magdeburger Straße. Über der Straße hängt bereits eine elektrische Laterne. Die Schuljungen stehen vor dem damaligen Restaurant von Hermann Bünger, die Mädchen gegenüber vor der einstigen Apotheke. Im Jahre 1738 wurde das Privileg erteilt, in Oebisfelde eine Apotheke zu eröffnen. Diese befand sich zunächst in der Langen Straße 44 und seit 1790 für annähernd zweihundert Jahre in dem hier abgebildeten Gebäude. Das Haus selbst ist älter und beherbergte auch einmal eine Brauerei.

26. Ein imposantes Gebäude ist der 'Jägerhof'. Er steht an der Ecke Magdeburger Straße und Schulstraße nahe beim ehemaligen Magdeburger Tor. In diesem Haus fand ein Großteil des geselligen und gesellschaftlichen Lebens statt. Der 'Jägerhof' war auch das Oebisfelder Theater, in dem nicht nur professionelle Bühnen Gastspiele gaben. Der 'Verein für Volksspiele Oebisfelde- Kaltendorf und Umgebung' feierte mit Volksstükken, Schwänken, Singspielen und sogar Operetten in den Jahren nach der Inflation große Erfolge. Die Leitung hatten der Musikmeister Banse sowie der Schneidermeister Hermann Meier als Spielleiter.

J

27. 'Jägerhof mit der Aller' betitelt der Autor diese Ansichtkarte. Der heutige Besucher wird diesen breiten Allerfluß vergeblich suchen. Dort, wo damals noch Wasser war, sehen wir jetzt Anlagen des Dämmchens. Wie wir auf diesem und dem vorigen Foto erkennen können, wurde die Aller vor dem Jägerhof als Pferdetränke genutzt, auch Wagen wurden zur Wäsche in die Fuhrt gefahren. Die seichte Stelle im Fluß loekte jedoch ebenfalls Kinder, ins Wasser zu 'woppen', das heißt nur mit den Füßen hineinzugehen. Von daher hieß der Fluß an dieser Stelle auch 'Woppaller'.

28. Wo heute Spaziergänger auf dem Dämmchen nahe der Aller gegenüber dem Jägerhof den Springbrunnen sehen, stand einst das Oebisfelder Kriegerdenkmal und eine Kanone. Das Denkmal war ursprünglich an der Katharinenkirche aufgestellt. Mit der Umgestaltung des Dämmchens verschwand das Monument in den sechziger Jahren, während das Geschütz schon vorher abtransportiert worden war. Auch die im Hintergrund links stehenden Fachwerkhäuser gibt es nicht mehr.

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