Oebisfelde in alten Ansichten

Oebisfelde in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich-Karl Sonntag
Gemeente
:   Oebisfelde
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5817-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oebisfelde in alten Ansichten'

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29. Auf dieser 'photographischen Aufnahme' von 1911 sind Mitglieder des Krieger- und Landwehrvereins versammelt. Die Namen vieler dieser Männer sind in Oebisfelde auch heute noch ein Begriff. Zur Gründung des Vereins schreibt Th. Müller in seiner Chronik von 1914: 'Als am Abend des 3. Juli 1866 der ruhrnreichen Schlacht von Königgrätz die am Leben gebliebenen ermatteten Kämpfer das Lager aufsuchten, ergab es sich, daß sich einige Oebisfelder. .. auf dem blutgetränkten Schlachtfelde trafen. Sie ... beschlossen, den ernsten Tag alljährlich durch eine Erinnerungsfeier zu begehen. Was sie auf der Wallstatt gelobt, führten sie in der Heimat aus.' Am 3. Juli 1867 wurde der Krieger- und Landwehrverein Oebisfelde unter zahlreicher Beteiligung der Bürgerschaft gegründet.

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-Magdeburgertor mit Amtsgericht

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30. Diese von Radwitz, Oebisfelde, gedruckte Ansichtskarte zeigt uns rechts das Königliche Amtsgericht in der Magdeburger Straße. Nachdem Oebisfelde ab 1849 Sitz einer Gerichtskommission war, trat an deren Stelle im Jahre 1879 das Amtsgericht mit einem Amtsrichter als Vorsteher. Im General-Anzeiger vom 13. Januar 1920 war zu lesen: 'Am Sonnabendvormittag wurde im hiesigen Amtsgericht eine ordentliche Schöffengerichtsverhandlung abgehalten. Gegen den Fürsorgezögling P. war das Hauptverfahren eröffnet, weil er ohne Fahrkarte von Rathenow nach Oe. gefahren war. Der schon mehrfach vorbestrafte Angeklagte wurde wegen Betruges zu 1 Woche Gefängnis verurteilt.'

31. Seit 1874 gab es in Oebisfelde eine Straßenbeleuchtung, die mit Petroleum betrieben wurde. Als 1902 der Bahnhof elektrisches Licht erhielt, mußten die Bürger in der Stadt immer noch mit den unmodernen Funzeln vorliebnehmen. Erst sechs Jahre später , am 28. August 1908, wurde das städtische Elektrizitätswerk in der Schulstraße mit den Worten des Bürgermeisters 'Es werde Licht!' eingeweiht. 1912 waren an das Netz angeschlossen: zehn Bogenlampen, 3 800 Glühlampen, 35 Motoren mit einer Gesamtleistung von 165 PS und 60 Plätten. Betrieben wurde das E-Werk mit zwei Motoren von 40 und 60 PS, an diese angeschlossen war ein Generator von 40 PS Leistung.

32. Wer heute an dieser Stelle die Aller überqueren will, muß über die Theodor-Müller-Brücke gehen, die an der Stelle des auf der Ansichtskarte zu sehenden Holzsteges gebaut wurde. Der auf dem Bild abgebildete Postbote Horn kommt hier von einem Gartenweg auf die Brücke, denn die Mauerstraße führte damals noch nicht vom Schildplatz bis zur Schulstraße. Th. Müller schreibt: 'Eine neue Brücke, die Grashofbrücke, aus Eisenbeton, wurde von der Stadt im Jahre 1911 beim Durchbruch einer neuen Straße vom Schildplatz nach der Grashofstraße ... erbaut.'

33. Noch war der Fluß sauber. Lang, lang ist's her, daß man in der Aller noch Wäsche wasehen konnte oder mußte. Die Mädchen schauen der fleißigen Wäscherin von der Holzbrücke aus zu, die 1911 durch die aus Eisenbeton ersetzt wurde. 'Schulbrücke' wurde sie wohl genannt, weil viele Schüler sie benutzten, um in die im Jahre 1902 neu gebaute Schule zu gehen. Solche 'Waschsteine' , auf denen die Frauen beim Wasehen knien konnten, gab es an verschiedenen Stellen des Flusses.

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34. Das ist die im Jahre 1902 neuerrichtete Schule. Theodor Müller kennzeichnet das Gebäude als 'einen zum Zwecke streng gehaltenen und dennoch prächtigen aus Backsteinen mit Rathenower Verblendern hergcstellten Bau'. Die Baukosten betrugen damals etwa 70000 Mark. Am 11. August 1902 zog eine große Menschenschar von der alten Schule hinter Musik und Schulfahne zum neuen Schulgebäude, um es in Besitz zu nehmen. Die Handlung gestaltete sich unter Weihereden und Gesängen 'zu einer sehr weihevollen'. Noch heute wird das Gebäude, nun erweitert und modernisiert, als Schule genutzt.

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35. Der Fotograf hat diese Aufnahme wohl von der Brücke aus aufgenommen, die zum heutigen Gasthaus an der Aller führt. Wir blieken auf die Theodor-Müller-Brücke, über die man durch die Mauerstraße in die Altstadt gelangt. Links hinter dem Schulgebäude sehen wir ein helles Haus. Das ist die Turnhalle , die im Jahre 1914 eingeweiht wurde. Das Foto stammt wahrscheinlich auch aus diesem Jahr: Girlanden an den Häusern vor der Schule weisen möglicherweise auf die 900-Jahr-Feier der Stadt hin.

36. Vierzehn Gast- und Schankwirtschaften gab es 1914 in Oebisfelde. Gäste, die heute das 'Gasthaus an der Aller' besuchen, werden in ihrn kaum das frühere Restaurant und Kaffee von Borchers wiedererkennen. Veranda und Fachwerk sind verschwunden, Geländer und Brücke haben sich verändert. Geblieben ist die schöne Lage und die Möglichkeit, sich als Gast wohlzufühlen.

37. Die Aufnahme zeigt uns ungefähr um 1910 die Lindenstraße, die, am Schildplatz beginnend, die Lange Straße fortsetzt. Das Foto macht deutlich, warum die Straße diesen Namen erhielt. So wie die Lange Straße die Hauptstraße Oebisfeldes war und ist, so war das die Lindenstraße im einst selbständigen Kaltendorf. In der Lindenstraße befindet sich auch der 'Bülowhof', ein ehemaliges Rittergut derer von Bülow, die von 1485 bis 1587 die Herrschaft in Oebisfelde innehatten. Später wurde das Anliegen nach einem anderen Besitzer auch 'Wesches Hof genannt. Heute ist auf dem Hof eine Fortbildungsstätte untergebracht.

Oebisfelde Kaltendorfer 1nsicht

kath. ~irche

38. Das heutige Oebisfelde besteht aus den ehemals selbständigen Gemeinden Oebisfelde und Kaltendorf. Nach äußerst schwierigen Verhandlungen wurde am 2. Oktober 1917 die Vereinigung beider Orte beschlossen. Die Regierung in Magdeburg genehmigte unter dem 25. Juni 1918 die Eingemeindung Kaltendorfs und setzte als neuen Ortsnamen Oebisfelde-Kaltendorf fest. Auf der Ansicht von Kaltendorf sehen wir im Zentrum des Bildes die katholische Herz-Jesu-Kirche.

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