Oebisfelde in alten Ansichten

Oebisfelde in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich-Karl Sonntag
Gemeente
:   Oebisfelde
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5817-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oebisfelde in alten Ansichten'

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39. Diese drei Männer auf dem Bild waren beim Maurermeister Walter Peters angestellt. Um 1925 (aus diesem Jahr ungefähr stammt das Foto) befand sich der Betrieb in der Lindenstraße. Der Baubetrieb hat zwar mehrfach seinen Standort gewechselt, wird jedoch heute noch in neunter Generation von einem Peters geleitet. Das älteste Firmendokument ist überschrieben: 'Anschlag Von der Brücke über der Aller in Kaltendorf was dazu erfordert wird an Materialien und Arbeitslohn,' 93 Thaler und 7 Groschen wurden veranschlagt, 78 Thaler und 4 Groschen sagte der Rat, 'weil die Burgfeste die Fuhren des Amts Bauwerken zu thun, so fallen hier die Fuhrlöhne ... weg.' Unter dem Kostenvoranschlag ist zu lesen: 'Obisfeldt den 26 tn Juny 1769, J.A. Peters Maurer Meister.'

40. So wie auf der Zeichnung könnte das dem heiligen Nikolaus geweihte Gotteshaus in Kaltendorf ausgesehen haben, bevor es Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen worden ist, weil es zu klein für die ständig wachsende Gemeinde geworden war. Bis dahin war die Kirche in den Jahrhunderten ihres Bestehens mehrfach erweitert worden. Den alten Turm riß man 1895 nicht mit ab, erhöhte ihn aber beim Neubau erheblich, so daß er ein völlig neues Aussehen erhielt. Auch viele Kunstwerke aus der alten Kirche fanden in der neuen ihren Platz, zum Beispiel ein Sakramentshäuschen mit der Jahreszahl1218.

41. Dieses Gotteshaus ist die Nikolaikirche an der Lindenstraße. Sie steht an der Stelle der ehemaligen Kaltendorfer Dorfkirche, die 1895 abgerissen wurde. Ein Jahr später wurde die neue Kirche St. Nicolai am gleichen Ort errichtet. Auf zwei an der Südseite befindlichen Sandsteintafeln ist zu lesen: 'Erbaut 1896 nach dem Entwurf des Geh. Reg. Rats Hinse, Hannover. Diese Kirche haben gebaut Gustav Schmerschneider , Maurermeister, Oebisfelde; Carl Schäffer, Zimmermeister, Kaltendorf.' Heute ist das sakrale Gebäude leider ungenutzt. Die Ansichtskarte erschien im Verlag des Oebisfelders Eduard Dirk.

42. Der Turm im Hintergrund gehört zur Nikolaikirche, vorn rechts ist die 'Seber-Schule' zu sehen, so benannt nach einem Lehrer, der hier wohnte und unterrichtete. Auf dem Gebäude links lesen wir: 'Buchdrukkerei Altmärkisches Verlagshaus Buchbinderei.' In diesem Haus wurde eine der beiden KaltendorferOebisfelderTageszeitungen herausgegeben und gedruckt: 'Neues Tageblatt', eine unabhängige Zeitung, ein allgemeiner Anzeiger und amtliches Publikationsorgan. Das 'Neue Tageblatt' erschien in der Schriftleitung, in Druck und Verlag von Otto Lohse täglich nachmittags 5 Uhr mit dem Datum des folgenden Tages (mit Ausnahme der Sonn- und Festtage). Im Dezember 1918 betrug der Bezugspreis monatlich 70 Pf. und vierteljährlich 1,80 M.

43. Der kleine Mann neben den großen Pferden vor dem Langholzwagen ist der Gespannführer August Kraberg. Er war beschäftigt im Sägewerk Beust. Dieses Werk gehörte mit seinem Holzplatz zu den großen Betrieben seiner Art in der Urngebung von Oebisfelde. Im Hintergrund des Bildes ist die Nikolaikirche zu erkennen; in ihrer Nähe befindet sich das Sägewerk. Die Aufnahme entstand um 1920. Die Eisenbahn war zum wichtigsten Verkehrsträger geworden. Dennoch transportierte August Kraberg damals Langholz mit seinem Gespann über annähernd fünfzig Kilometer.

44. Wir blieken hier von Osten her auf die 'KassubeMühle' und sehen sie gleich zweimal: Sie spiegelt sich auf dem Foto wunderschön im Mühlenwasser. In Oebisfelde gab es einst zwei Wassermühlen, diese in der Lindenstraße, angetrieben durch die 'Mühlaller' und die 'JahnsMühle' bei Haselhorst. Letztere wurde wegen ihrer Grenznähe abgerissen. Auch in der 'Kassube-Mühle' wird schon seit Jahren nicht mehr gemahlen.

45. Ältere Oebisfelder wissen, daß dieses Haus in der Lindenstraße neben Bäcker Richardt stand. Es war eins von mehreren Armenhäusern, die es in der Stadt gab. Das Jakobsstift wurde in der Zeit der Reformation gestiftet und aus dem 'St.·Jakobs-Lehn' unterhalten. Es war für fünf Personen bestimmt und unterhielt im Jahre 1914 noch drei. Die Aufnahme ins Stift erfolgte auf Vorschlag des Gemeindekirchenrates durch den Magistrat gegen Erlegung eines bestimmten Geldsatzes.

Licht-Schauspielhaus von

46. Ins Kino kann man in Oebisfelde nicht mehr gehen. Die Zeiten, in denen sich die Leute an den Kinokassen drängten, sind vorbei. Gustav Kleime, ein Oebisfelder Geschäftsmann, der sich hier mit seiner Familie dem Fotografen stellte, hatte jedoch die damalige Gunst der Stunde erkannt und schon um 1915 ein 'LichtSchauspielhaus' eröffnet. Oebisfelde-Kaltendorf hatte damit eine moderne Attraktion der Unterhaltung, zu dem man nach oder vor dem Kinoerlebnis gleich nebenan in Kleimes Cafés gehen und in Kleimes Bäckerei hergestellten Kuchen schleckern konnte. Wer vor 1915 einen Film sehen wollte, ging zu Brüdern und ließ sich dort im Saal von den laufenden Bildern begeistern.

47. Dieses Gebäude steht gegenüber dem früheren Kino in der Gardelegener Straße. Die Fotografie wurde 1912 aufgenommen. Das Haus sieht heute ganz anders aus, gehört aber immer noch derselben Familie Schrader. In der Haustür steht Carl Schrader sen. Auch alle anderen Personen auf dem Bild sind Mitglieder der Schraderfamilie. Die Schlosserei hatte damals schon mit 'Heizungsanlagen' zu tun, indem sie mit eisernen Öfen, Herden und Zubehörteilen handelte.

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48. Am 2. und 3. Juli 1905 wurde das Kaltendorfer Kriegerdenkmal auf dem Wilhelmsplatz (Gardelegener Straße) eingcweiht. Die Initiative für die Errichtung eines solchen Denkmals ging vom Krieger- und Landwehrverein aus. Mit diesem Denkmal gedachten die Kaltendorfer ihrer in den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71 gefallenen Söhne. Seit dem Volkstrauertag 1993 wird mit einer Ehrentafel an diesem Denkmal auch der Oebisfelder Opfer des Zweiten Weltkrieges gedacht. Möglich wurde das durch Aktivitäten des Heimatvereins und Spenden vieler Bürger. Im Hintergrund ist auf dem Bild die katholische Kirche zu sehen.

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