Oebisfelde in alten Ansichten

Oebisfelde in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich-Karl Sonntag
Gemeente
:   Oebisfelde
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5817-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Oebisfelde in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Kath. Herz Jesu-f{ircfie rJ'·t Pfarr aus .

?

49. Nach der Reformation gab es in Oebisfelde und Umgebung nur noch wenige Menschen katholischen Glaubens, auch eine katholische Kirche existierte nicht mehr. Gottesdienstliche Andachten für die Katholiken fanden ab 1892 daher zunächst im Saal des Schützenhauses und später des Jägerhofes statt, Um die Jahrhundertwende wuchs jedoch die Zahl der katholischen Gläubigen vor allem durch die Saisonarbeiter so, daß eine eigene Kirche wünschenswert wurde. Spenden ermöglichten den Kauf des Grundstücks und den Bau des Gotteshauses in der Kaltendorfer Bahnhofstraße. Maurermeister G. Schmerschneider und Sohn erbauten die Kirche in gotischem Stil. Am Sonntag, dem 28. Juli 1907 wurde die Herz-Jesu-Kirche eingeweiht.

50. Die erste Auto- und Motorrad-Spezialwerkstatt wurde in Oebisfelde von Willi Allecke gebaut und betrieben. Wir sehen ihn auf dem Bild als zweiten von links. Auch damals um 1930 wurden in der gut ausgestatteten Werkstatt Lehrlinge ausgebildet. In dem Betrieb in der Bahnhofstraße werden nicht nur Autos repariert, sondern auch verkauft. Das Opelhaus Allecke ist in dritter Generation in Familienbesitz.

51. Ärzte waren die ersten Autobesitzer in Oebisfelde. Dieses Foto ließ der Tierarzt Herr DL Behme um 1910 anfertigen. Er sitzt, einen steifen Hut auf dem Kopf, stolz lächelnd neben dem Chauffeur in seinem Automobil. Im Fond des Wagens hat die Frau Gemahlin Platz genommen. Auch sie trägt einen für das Autofahren 'äußerst praktischen' Hut. Vor dem Haus in der Lindenstraße 6 hat das übrige Personal Aufstellung genommen.

52. Unweit des Bahnhofs steht die Post, bis 1918 Kaiserliches Postamt. Erbaut wurde das Gebäude 1890 privat, 1891 mietweise und 1914 als Eigentum von der Post übernommen. Inzwischen ist es mehrfach erweitert worden. Ein Zweigpostamt am ehemaligen Töpfertor (Lindenstraße ) ist seit 1892 in Betrieb. Die erste 'postalische Verkehrsanstalt' wurde am 1. Juli 1778 in Oebisfelde eröffnet. Boten- und Personenposten verkehrten in die verschiedensten Richtungen. Am 31. August 1895 fuhr die letzte Post in festlichem Schmuck zum Braunschweiger Tor aus Oebisfelde nach Helmstedt hinaus.

53. Von der 'Stadt der Eisenbahner' gibt es eine Vielzahl von Ansichtskarten, auf denen der Bahnhof in unterschiedlichster Weise dargestellt ist. Auf diesem 'Gruss aus Oebisfelde' von 1902 sehen wir eine stilisierte Zeichnung der Bahnhofsgebäude mit Eisenbahnwaggons davor. Die Eisenbahn gab vielen Menschen Arbeit und hatte große wirtschaftliche Auswirkungen auf Stadt und Umgebung. Die Bahn wurde zum wichtigsten Transport- und Verkehrsmittel. Ab 1909 gab es sogar einen "Iheaterzug', der Oebisfelder Theaterfreunde einmal wöchentlich nach Braunschweig und zurück brachte.

54. Zirka sechzig Jahre alt war der Bahnhof, als dieses Foto um 1930 gemacht wurde. In diesen Jahren herrschte hier reger Betrieb. 1934 verkehrten auf dem Oebisfelder Bahnhof durchschnittlich 199 Züge. Aber nicht nur Reisende suchten den Bahnhof auf. Auch Schaulustige kamen, um zum Beispiel im April 1902 die ersten elektrischen Lichter in der Stadt zu bestaunen oder in den dreißiger Jahren den 'Fliegenden Kölner' , der mit 120 krnJh durch den Bahnhof raste, zu bewundern. Gern besucht wurde auch das Bahnhofsrestaurant . Umbauten und Erweiterungen im Laufe der Jahre haben das äußere Gesamtbild des Bahnhofsgebäudes nur wenig verändert.

55. Die Gleisanlagen - hier um 1925 aufgenommen - zeigen. daß Oebisfelde gemessen an seiner Einwohnerzahl einen ziemlich großen Bahnhof hat. 1871 fuhr der erste Zug von Berlin über Oebisfelde nach Hannover. Bis zum Jahre 1909 wurden dann die Strecken nach Magdeburg, Salzwedel, Helmstedt, Braunschweig und Wittingen eröffnet. Zur Aufnahme der vielen Züge, zu deren Bildung und Auflösung waren rund 50 km Gleisanlagen notwendig. Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine Eisenbahnbetriebswerkstatt gebaut. Die Stadt batte sich zu einem Eisenbahnknotenpunkt entwickelt. Der Bahnhof zählte vor dem Zweiten Weltkrieg zu den wichtigsten Betriebsstellen der Reichsbahndirektion Hannover.

~.

56. Um Orte miteinander zu verbinden, die nicht an den Hauptstrecken der Eisenbahn lagen, bauten private Gesellschaften Nebenbahnen. So entstand die Kleinbahnstrecke Oebisfelde-Wittingen, deren Eigentümer die Wittinger Eisenbahngesellschaft war. Auf dem Bild sehen wir den Kleinbahnhof, von dem aus täglich vier Züge hin und zurück verkehrten. Am 20. November 1909 wurden Strecke und Bahnhof feierlich eingeweiht. Sie wurde jedoch wie so vieles ein Opfer der Teilung Deutschlands und ist schon jahrzehntelang nicht mehr in Betrieb.

57. In mittelalterlichen Städten gehörte es zu den Bürgerpflichten, sich aktiv an Brandbekämpfungen zu beteiligen. Mitte des 19. Jahrhunderts häuften sich Bestrebungen, freiwillige Feuerwehren zu bilden. Am 10. Januar 1882 gab der städtische Ausrufer bekannt, daB sich eine freiwillige Feuerwehr konstituierte. Gründer und erster Kommandeur war der Apotheker Scheibe. 42 Mitglieder standen anfangs unter seinem Befehl. Diese Aufnahme der Feuerwehrleute mit ihrer damals modernen Technik wurde anläßlich des fünfzigjährigen Bestehens der Oebisfelder Wehr gemacht. In den vielen Jahren ihrer Tätigkeit haben sich Männer und Frauen der Wehr nicht nur in der Brandbekämpfung verdient gemacht.

I ,
~I r ,
f
r f ?
/r
fr
I! ? " 58. Oebisfelde liegt an der Aller, einem Fluß, der in grauer Vergangenheit sogar schiffbar war. In kleineren Wasserfahrzeugen, nämlich in Booten, sind Oebisfelder vor gar nicht so langer Zeit auf der Aller bis in die Weser geschippert. Darum gab es nahe bei der Stadt, unfern der Büstedter Brücke , einmal ein Bootshaus. Von hier aus gingen dann die Wassersportier des reA (Paddelclub Aller) auf große Fahrt. DerFotograf Reinhold Göring aus Oebisfelde hat diese Aufnahme vom Bootshaus anläßlich dessen Einweihung gemacht.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek