Oebisfelde in alten Ansichten

Oebisfelde in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich-Karl Sonntag
Gemeente
:   Oebisfelde
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5817-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oebisfelde in alten Ansichten'

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59. In Oebisfelde gab es nicht nur Menschen, die zu Lande und zu Wasser die Welt erkunden wollten, es gab auch junge Männer, die im wahrsten Sinne des Wortes durch die Lüfte segeln wollten. Sie taten sich deshalb zusammen und bauten unter Leitung des Lehrers, Herrn Vetters (er sitzt hier vorn auf dem Flieger), ein Segelflugzeug. Die auf den Namen 'Irma' getaufte Maschine startete erstmals im Jahre 1932.

60. Manche Oebisfelder werden sich wundern, unter dem Foto die Unterschrift 'Sporthalle' zu lesen. Bekannt ist dieses Gebäude als Gaststätte 'Rosengarten' auf dem Gehege am Sportplatz. In früheren Jahren ist aber nicht nur auf den Anlagen des Platzes, sondern tatsächlich auch in dieser Halle Sport getrieben worden. Heinrich Winkelmann, der Besitzer, macht auf der Rückseite gleich noch Reklame für sein 'Stammhaus' 'Zur guten Quelle' als Treffpunkt aller Sportler. Die 'Ouelle' in der Langen Straße ist versiegt: das Haus wurde abgerissen.

61. Feldhockey , Fußball und Handball sind Sportarten, die in Oebisfelde seit Jahrzehnten getrieben werden. Von Anfang an bei den Handballern waren Bernhard Behrens (links im Bild) und Fritz König (Bildmitte). Herr Behrens erinnert sich noch genau, daß 1923 der Oebisfelder Ernst Lange, der in Magdeburg den Drogistenberuf erlernte, die Spielidee mit an die Aller brachte. Den Sportlern des MTV gefiel die Spielidee, undsie bildeten eine Feldhandballmannschaft. Fritz Königs Handballwiege stand 1923 bei Germania Oebisfelde. In Brüderns Saalbau hatten damals die Turner der Germania ihr Domizil, als Karl Matz und Alfred Güldenpfennig einen Handball-'Schnupperkurs' durchführten.

62. Das ist die Handballmannschaft des MTV Oebisfelde- Kaltendorf im Jahre 1928, als sie auch Altmarkmeister wurden. Zur Mannschaft gehörten Th. Koch, B. Behrens, B. Illigmann, O. Bicknäse, G. Müller, A. Reiter, O. Mertens, T. Macke, M. Lange, E. Ebeling und H. Rodrian. Oebisfelder Handballer gewannen auch in der Folge viele Titel. So manches Talent wechselte in den Jahren aus der Allerstadt in höherklassige Mannschaften.

63. Sport wurde nicht nur in den Vereinen MTV und Germania getrieben. Es gab auch einen 'exklusiven' Klub, nämlich den Kegelklub der Lokomotivführer. Wahrscheinlich aber haben die Lokführer das Kegeln gar nicht als Sport angesehen, sondern ausschließlich zum geselligen Beisammensein eine Kugel geschoben. Auf dem Fotovon 1927 haben sich die Klubmitgliedernebst Familie, also mit 'Kind und Kegel', zur Gruppenaufnahme an der Promenade plaziert.

64. In der prachtvoll geschmückten Kutsche sitzt links Elli Gödicke, die Schützenkönigin von 1929. Schützenfeste im Sommer und der Königsball im Winter gehörten zu den gesellschaftlichen Höhepunkten in Stadt und Umgebung. Die Bildung von Schützengilden geht bis ins Mittelalter zurück. Die erste schriftliche Erwähnung einer Oebisfelder Schützenkompagnie stammt aus dem Jahre 1729, das Jahr ihrer Gründung ist unbekannt. Da diese Gilde anscheinend um 1760 aufhörte zu existieren, wurde sie 1848 wiederbelebt.

65. Die Mädchen und Jungen in der Kutsche sind Teilnehmer des Kinderschützenfestes. Die Ziele und Aufgaben der Schützengilde bestanden durchaus nicht ausschließlich darin, 'den Gebrauch der Büchse zu üben', König und Königin zu ermitteln, Feste zu veranstalten, erklärter Zweck war laut Statut von 1848 auch 'vaterländische Gesinnung, Bürger- und Gemeinsinn zu befestigen und zu erhöhen'. Damit konnte nicht früh genug begonnen werden, also wurden auch die Kinder in das Wirken der Gilde einbezogen, und sie hatten Spaß daran.

J.

66. Hier schreitet Ernst Gödicke, Kinderschützenkönig in den zwanziger Jahren, die Front ab. Schützenfest war in Oebisfelde immer am ersten Wochenende im Juli. Am Samstag fand ein Fackelumzug und am Sonntag der große Schützenumzug statt. Die Mitglieder der Gilde trafen sich am Rathaus und marschierten unter lebhafter Beteiligung der Bevölkerung zum Gehege, wo aufs beste für Unterhaltung gesorgt war. Am Montag trafen sich die Schützen zum Frühstück. Der Dienstag gehörte den Kindern. Beim Ballzielwerfen errnittelten die Mädchen ihre Königin, die Jungen schossen ihren König mit dem Luftgewehr aus. Bei weiteren Wettspielen und Vergnügungen hatten alle Teilnehmer viel Freude.

67. In Oebisfelde der vergangenen Jahrzehnte gab es vor dern Zweiten Weltkrieg ein vielfältiges geselliges Leben. Neben den Vereinen und auswärtigen Akteuren spielte dabei die Stadtkapelle eine gewichtige Rolle. Auf dem Foto von 1913 erkennen wir immerhin 23 Mitglieder in diesem Ensemble. Der vierte von rechts in der ersten Reihe, der Herr mit dem Taktstock. ist der Dirigent, Herr Kaufmann. Kapelle Kaufmann spielte auch lange nach dem Krieg noch bei Umzügen, bei Konzerten und zum Tanz auf. Und mancher Sprößling ließ sich vom Kapellmeister in die Anfangsgründe des Musikmachens einführen, indem er Unterricht bei ihm nahm.

68. Lebhaft erinnern werden sich viele noch an die Festtage anläßlich des 975jährigen Jubiläums Oebisfeldes, obwohl wegen des Sperrgebietes 1989längst nicht alle, die wollten, an den Veranstaltungen teilnehmen durften. Nur bei den ältesten Bürgern werden wohl noch Erinnerungen wach, wenn sie diese Aufnahmen von der 9OO-Jahr-Feier aus dem Jahre 1914 betrachten. So wie hier Bringmanns Hotel Ecke Lindenstraße und Mauerstraße war die ganze Stadt festlich herausgeputzt.

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