Offenbach am Main in alten Ansichten

Offenbach am Main in alten Ansichten

Auteur
:   Franz Schaub
Gemeente
:   Offenbach am Main
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0750-1
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Offenbach am Main in alten Ansichten'

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98. Als 'Maler der Heimat' bezeichnete man Ernst Emil Renk. Renk kam mit sechzehn Jahren nach Offenbach und bildete sich zum Kaufmann aus. Nebenbei aber besuchte er die Kunstschule. Er war bei den Oehlerwerken beschäftigt, gab aber im Jahre 1891 seine Stelle auf und lebte fortan als freier Maler. Er zauberte die Altstadt immer wieder auf die Leinwand, die verwinkelten Gassen, die Fachwerkhäuser und die Anlagen, Die Stadt wurde ihm liebstes Modell und ihre Schönheit wußte er mit feinen Farben zu künden. Renk starb im Jahre 1912.

99. Ernst Emil Renk versuchte sich auch als Porträtmaler und befaßte sich mit der Philosophie von Philipp Batz, der als 'Mainländer' bekannt geworden ist. Er sammelte alte Fotos, darunter auch so seltene Porträts wie 'Mainländer und seine Schwester'. Eines der frühesten Kinderbildnisse, die in einem Fotoatelier entstanden sind, Kinder in der Tracht des Jahres 1850. Ein seltsames Paar, das scheu und ängstlich in die schwarzverhüllte Kamera des Fotografen schaut.

100. Caroline Krafft-Schramm an ihrem Schreibtisch im Haus 'Löwenruhe' an der Frankfurter Straße. Der Fotograf war ins Haus gekommen, um dort seine Aufnahme zu machen. Hatte er es doch mit einer berühmten Dame des Offenbacher kulturellen Lebens zu tun. Unter dem Pseudonym 'Ralph Samin' schrieb und malte Frau Caroline Krafft und hinterließ ein reiches Werk. Sie förderte Kunst und Künstler und hatte für alle, die sich der Kunst verbunden fühlten, ein offenes Haus. Sie starb im Jahre 1922.

101. Als der Fotograf den Charakterkopf von Daniel Schumann auf eine Glasplatte bannte, sagte man allgemein nur 'Daniel' zu dem alten Herrn, der als liebenswertes Original in die Offenbacher Geschichte einging. Schumann - 1821 geboren - ließ sich nach seinen Pflichtschuljahren zum Litographen ausbilden. Sein Haus stand in der Sandgasse, unweit des Mains. Er war aber nicht nur als Lithograph tätig, sondern er malte auch Schützenscheiben, betätigte sich als Friseur und besaß eine altmodische Flinte, mit der er manchmal auf dem jenseitigen Mainufer auf Hasenjagd ging, weil er - wie er sagte - den Frankfurter Jägern nicht alle Hasen überlassen wollte.

102. Louise Daniel war ein hübsches, feines Mädchen, das so manchem Burschen den Kopf verdreht hat, Louise kam am 15. Juli 1863 auf die Welt. Bereits in der Schule zeigte sie eine außergewöhnliche schauspielerische Begabung. Später erhielt sie am Frankfurter Schauspielhaus ihre künstlerische Ausbildung und entwickelte sich zu einer jugendlichen Liebhaberin, die heitere, aber auch tragische Rollen mit unverwechselbarem Charme darzustellen verstand. Sie war ein wunderbares Gretchen, eine reizende Julia, eine überzeugende Desdemona, - um nur drei ihrer Glanzrollen zu nennen. Sie gastierte auf zahlreichen großen Bühnen, kehrte im Alter aber wieder

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