Ohlsdorf in alten Ansichten

Ohlsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   W. Hofrat Dr. Hans Sperl
Gemeente
:   Ohlsdorf
Provincie
:   Oberösterreich
Land
:   Österreich
ISBN13
:   978-90-288-6363-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ohlsdorf in alten Ansichten'

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Einleitung

In der topographisch-historisch-statistischen Beschreibung des Bezirkes der k.k. Grafschaft Ort aus demjahre 1823 werden die Orte Ebenzweyer, Hildprechting, Traunkirchen. Altmünster, Neukirchen, Pinsdorf und Ohlsdorf angeführt. Es heißt dort: 'Die Expositur Ohlsdorfhängt von einern jeweiligen pfarrherrn zu Gmunden ab. Sie wurde im [ahre 1778 errichtet. Die Kirche ist ein Wallfahrtsort und scheirit "ein altes Gebäude zu sein" wie der Chronist schreibt. In einem Stein an der Kirchentûre über dem Fenster befindet sich die Aufschrift: Hans von Aichlham 1501, die große Glocke im Turm wurde in Linz anno 1663 gegossen. Das Schulhaus wurde 1717 aus einern Totengraberhäusl, nachdem 1714 ein Lehrer dort ordentlich angestellt wurde, erbaut und es ist die Zahl der Schulbesuchenden bereits auf 140 hinangestiegen. Zu Ohlsdorfbesteht auch ein eigenes unter dem Namen Hörak bestehendes Benefizium, welches die von beiden Herren Franz und joharm Ferdinand Hörak, Dechant von Gmunden aus eigenen Mitteln mit einem Fondskapital von 44.000 Hfl. errichteten und als ein bleibendes Benefizium fundierte. Im Iahre 1721 wurde zum Bau des Benefiziatengebäudes geschritten und selbes auch

1 72 3 vollendet.

Das Wohngebäude ist nach allen Rege1n der Architektur gebaut, liegt auf einer Anhöhe, und genießt eine herrliche

Aussicht: Gegen Morgen gelangt das Auge über den Hausruck- und Traunkreis bis an die fernsten Berge des oberen und unteren Mühlviertels und Obermannhartsberg. Gegen Mittag erheben sich über sanfte Hügel die höheren Gebirge des Salzkammergutes und der Steiermark. Gegen Untergang zeigt sich in weiter Ferne der große düstere Hausruckwald und gegen Mitternacht präsentieren sich dem Auge schöne Ebenen und Hügel, die wie Gärten ein erfreuliches Bild darstellen.

Ein neuer außer dem Dorf angelegter Gottesacker wurde in diesem [ahr 1824 aufhohe kreisämtliche Verfügung denen höchsten Vorschriften gemäß, umfangen mit einer hohen Mauer hergestellt.'

Als politische Gemeinde existiert Ohlsdorf seit 1851, in diesem Iahr konstituierte sich der erste Gemeindeausschuß von Ohlsdorf. Ohlsdorfhatte damals 1 969 Einwohner. Ohlsdorfliegt 538 m über dem Meeresspiegel, ist 27,87 km2 groß und hat 4 500 Einwohner, die sich auf sechs Katastralgemeinden (Ehrendorf, Ehrenfeld, Nathal, Hafendorf, Ohlsdorf Ritham) und 31 Ortschaften verteilen: Aichlham, Aupointen, Aurachkirchen, Edlach, Edt, Ehrendorf, Ehrenfeld, Föding, Fraunsdorf, Großreith, Hafenderf Hildprechting, Hochbau, Hochleithen, Holzhäuseln, Irresberg, Klein-

reith, Obernathal. Oberthalham, Ohlsdorf, Parz, Peiskarn. Penesdorf Preinsdorf, Purndorf, Rittham, Ruhsam, Traich, Unternathal, Unterthalham und Weinberg.

Mein besonderer Dank gilt Herrn BürgermeisterWolfgang Spitzbart für die Mithilfe bei der Herausgabe des Buches sowie Frau Sylvia Holzinger vom Gemeindeamt Ohsldorf fûr die Reinschrift der Marruskripte.

Ebenfalls großer Dank gebührt allen Bildleihgebern für ihr freundliches Entgegenkommen.

Bildnachweis:

Familie Altmanninger, Hildprechting; Dr. Manfred Asamer, Aurachkirchen; Roland Asamer, Ohlsdorf; Dr. Karl-Heinz Clodi, Traunkirchen; Dr. Peter Fabjan, Gmunden; Freiwillige Feuerwehr Aurachkirchen; Freiwillige Feuerwehr Ohlsdorf; Familie Fürtbauer, Ohlsdorf; Pfarrer Kons.-Rat Dr. Iohann Grausgruber; Gemeinde Ohlsdorf; Max Hausjell, Ehrendorf; Kammerhofmuseum Gmunden; Familie Mirlacher, Aurachkirchen; Musikverein Ohlsdorf; Pater Mühlberger, LinzFreinberg; OÖ. Landesarchiv; OÖ. Landesrnuseurn; ÖBBBahnhof Aurachkirchen; Österr, Nationalbibliothek; Familie

Pangerl, Ohlsdorf; Albert Pesendorfer, Gmunden; Familie Ploier, Hildprechting; ÖRJohanna Preinstorfer, Ehrendorf; Raiffeisenbank Ohlsdorf; Salzkammergut-Druckerei, Gmunden; Dr. Siegfried Schobesberger, Ohlsdorf; Iohann Speer, Hildprechting; Archiv Kons. Ernst Spitzbart, Hildprechting; Manfred Spitzbart, Ehrendorf; Wolfgang Spitzbart, Hildprechting; Alfred Ursprunger, Laakirchen; Ulrike Wahl; Helmut Wiesmayr, Aupointen.

Literatur:

Heimatbuch der Gemeinde Ohlsdorf, Zweite Auflage 1994. Heimatbuch der Marktgemeinde Laakirchen, 1984.

Manfred Brandl: Gedenktage der Diözese Linz, Wimmer-Druck 1981.

Franz Hufnagl- Heinrich Marchetti: Der Bezirk Gmunden und seine Gemeinden, 1991.

Dr. Hans Sperl: Ohlsdorfer Chronik Folge 1-11, in: Blickpunkt Ohlsdorf, Nr. 92/1977 - Nr. 107/1979.

Freunde der GmundnerTraun: Imun-journul, Nr. 1/1993.

1 Archiducatus Austriae Superioris Geopraphica Descriptio facta Anno 1667 von Georg Matthäus Vischer. (Österreichische Nationalbibliothek, Kartensammlung). Der Kartograph und Topograph Georg Matthäus Vischer (1628-1696), der 'Historiker mit dem Stift' aus Werms im Tiroler Pitztal, schuf 1667/68 im Auftrag der Landstände ob der Enns in nur einem Dreivierteljahr eine Karte von Oberösterreich, die alle älteren Karten dieses Landes an Qualität weit übertraf Hier der Ausschnitt zwischen dem Aurauchfluß und dem Traunfluß mit Olstorff und den Ortschaften Aurachkireh, Rintham, Preiners-

dorff, Irretsberg, Aichelham, Hilprechting, Vöding und Bernersdorff

2 Der Traunsee wird von der Stadtgemeinde Gmunden (63,50 km>, 12 653 Einwohner) , der Marktgemeinde Altmünster (79 krn-.B 886 Einwohner), der Gemeinde Traunkirchen (18,40 krn-, 1 608 Einwohner), und der Marktgemeinde Ebensee (194,36 km2,9 005 Einwohner) umschlossen. Das Gemeindegebiet von Ohlsdorf (27,87 km-, 4 500 Einwohner) grenzt links am Bildrand am Traunfluß gelegen an die Stadtgemeinde Gmunden und hat mit Pinsdorf an der Bahnlinie Attnang-Puchheim - Stainach/ Irdning eine gemeinsame Grenze.

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3 Diese Karte stammt aus der Serie 'Fliegeraufnahmen öster. Heimatorte' von Rudolf Hodina, Wien III., und zeigt unter der Nr. 2983 eine Fliegeraufnahme von Ohlsdorf bei Gmunden aus dern Iahre 1935. Links neben der Kirche das alte Gemeindeamt und daneben das Beneficium (heute Pfarrhof) , in der Mitte am linken Rand die KaiserFranz- Josef- JubiläumsVolksschule.

4 Ohlsdorf zählt zu den Altpfarren unseres Landes. Urkundlich wird der Ortsname Ende des 8. Iahrhunderts erwähnt, Ohlsdorf als Pfarre 1280. Zu ihr gehörte damals auch Gmunden. Das Patrozinium des heiligen Martin verweist auf das hohe Alter. Seit mehr als dreihundert jahren ist Ohlsdorf ein Wallfahrtsort. Das Gnadenbild 'Maria zur guten Hoffnung' stammt vom Garstener Klostermaler Christian Degenhardt (1657). Viele der Wallfahrer hat die Bitte um Kindersegen und Familienglück hierhergeführt. Die heutige pfarrkirche wurde 1501 errichtet. Als Erbauer gilt der Ohlsdorfer Hans von Aich1-

harn. Name und Iahreszahl sind auf einem verwitterten Sandstein über dem Fenster neben dem Nordeingang festgehalten. 1976/77 erhielt die Kirche einen Zubau. Die spätgotische Kir-

che mit schönem Netzgewölbe wurde Ende des 17. Jahrhunderts barock ausgestattet. Der Stich von Carl Ritter zeigt die Pfarrkirche um 1865.

5 Ohlsdorf von Süden um 1865. Der Ebenseer Salinenzeichner Carl Ritter (18071885) dokumentierte ungefähr Mitte des vorigen jahrhunderts fast alle Orte des Salzkammergutes, so auch Ohlsdorf Die vorhergehende Abbildung der pfarrkirche und die zwei folgenden Bilder gehören zu den ältesten noch erhaltenen Darstellungen von Ohlsdorf.

6 Ohlsdorfvon Norden um 1865 (von Carl Ritter).

7 Das Benefizium um 1865 mit den auffállig hohen Einfriedungsmauern um 1865 (von earl Ritter).

8 Diese Postkarte aus dem Verlag A. Grafinger, Ohlsdorf, zeigt die Gnadenkirche Maria Ohlsdorfmit einer Aufnahme aus dem Inneren der Gnadenkirche. Die Aufnahme stammt aus dem [ahr 1915. Den Hochaltar schmücken zwei Heiligenfiguren: links der alte Schiffer- und Traunflößerpatron St. Nikolaus, rechts St. Ulrich mit dem Fisch. Der Kirchenpatron Martin ist zweimal dargestellt: als Bischof im ovalen Oberbild; als Soldat, der den Mantel teilt, auf dem Kanzeldeckel. Die drei Erzengel Michael, Gabriel und Raphael, mit vielen Engeln dem Gnadenbild zugeordnet, krönen den Altar. Den linken Seiten-

altar schmückt ein Bild der Vierzehn Nothelfer; darunter ist der heilige Florian, seitlich befinden sich die Apostel Petrus (links) und Paulus (rechts). Über dem Bild der Heiligen Familie

wacht der Schutzengel. Der rechte Seitenaltar ist mit dem Bild des heiligen Johannes Nepomuk ausgestattet.

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