Ohlsdorf in alten Ansichten

Ohlsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   W. Hofrat Dr. Hans Sperl
Gemeente
:   Ohlsdorf
Provincie
:   Oberösterreich
Land
:   Österreich
ISBN13
:   978-90-288-6363-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ohlsdorf in alten Ansichten'

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19 Diese Postkarte von JosefProkopp, Wien Il., Singgasse 23, wurde an die Frau Elise Holzinger, Bäuerin am Kaisergut in Kampesberg, Post Kirchham, OÖ, von ihrer Freudin Resl Forstinger geschickt, die ihr unter anderem schreibt: 'Daß ich Deinem Wunsche wegen einer Magd leider nicht nachkommen kann, Möchte es Dir wünschen, daß Du wieder gesund wirst.' Es gab auch schon damals Probleme in der Landwirtschaft, wenn die Bäuerin krank war.

20 Diese Postkarte 'Gruß aus Ohlsdorfbei Gmunden, Oberösterreich' von der Kunstanstalt Schwiedernoch Karl, Wien 11., Pillersdorfgasse 4, mit dem Datumstempe14.02.1899, zeigt neben der Ortsansicht von Ohlsdorf die pfarrkirche und das Benefizium. Das Benefizium in Ohlsdorf wurde 1725 vollendet, die letzte Renovierung gab es 1984 - so steht es im Heimatbuch der Gemeinde Ohlsdorf Der letzte Benefiziat und pfarrer von Ohlsderf Vinzenz Kern (19411982) stand dem Benefizium, einern Kirchenrat vor, das mit einern nutzungsfähigen Vermögen ausgestattet war und den jeweiligen

Amtsinhaber zum Nutzungsgenuß berechtigte. Zwei Gründe werden für die Errichtung dieses Amtes angegeben, einerseits wollte man der zunehmenden Marienwallfahrt nach Ohlsdorf

einen Stützpunkt verschaffen, andererseits die Gegenreformation deren Mittel ja auch diese Wallfahrten darstellten, stützen. Mit 1. jànner 1960 wurde das Herakhsche Benefizium mit

den Pfarrgründen vereinigt und der pfarrer ist heute zugleich Benefiziat.

21 Diese Postkarte 'Gruß aus Ohlsdorf' nach einem Foto van F.E. Brandt in Gmunden 1907, verlegt von Alois Grafinger in Ohlsdorf wurde am 9. September 1915 an Frau Auguste Luger in Gablonz a/W, Böhmen, geschrieben: 'Heute den ersten Tag Sonnenschein haben wir einen Ausflug nach Ohlsdorf gemacht. Nachmittag geht es nach Traunkirchen weiter.' Ohlsdorf war damals schon ein beliebter Ausflugsort von Gmunden im Salzkammergut.

Gruss sus Oblstorf.

22 Diese Postkarte aus dem Verlag Alois Grafinger, Ohlsdorf, zeigt seine Gemischtwarenhandlung, die 1904 van Matthias Lederbauer (heute Kaufhaus Pangerl) übernommen wurde. Neben der Gesamtansicht von Ohlsdorf mit der Kirche sind das Benefizium, der Pfarrhof und die alte Volksschule (in der später das alte Gemeindeamt war) abgedruckt.

aus Ohlsto

23 Die Kapelle in Hochbau mit der Kapellenlinde. Sie wurde anläßlich einer Mission in Ohlsdorf, gehalten von zwei Iesuiten, im Juli 1752 von Iohann und Barbara Holzinger, Schuster in Hochbau, errichtet. Am Kapellenbild (der Gekreuzigte am Ölberg) befanden sich zu Füßen des Kreuzes die zwei Missionare. Bei einer Renovierung des Bildes wurde später einer ûbermalt. Die letzte Renovierung und damit die Rettung der Kapelle vor dem Verfall erfolgte 1980. Die Kapellenlinde ist eine Doppellinde und seit 1980 Naturdenkmal.

24 Der Überlieferung nach soll das Kirchengebäude in Aurachkirchen auf einen römischen Wachturm zurückzuführen sein. Bei der Kirchenrestaurierung im Iahre 1968 wurden auch archäologische Untersuchungen vorgenommen, bei der weder Reste eines römischen Wachturms noch Hinweise auf ein anderes römisches Bauwerk gefunden wurden. Das romanische Kirchengebäude, von dem heute das Langhaus mit geringfügigen Veränderungen noch besteht, dürfte am Ende des 12. jahrhunderts erbaut worden sein. Bei den archäologischen Untersuchungen im [ahre 1968 wurde auch eine Gruft in der Mitte des Kirchenschiffes entdeckt. Es gibt eineTheorie, nach der diese Gruft für den Kirchenstifter angelegt wurde.

Man bringt sie mit dem Mitglied einer adeligen Familie der Reichsministerialen und Herzogsdienstmannen 'de Urahe' (van Auraeh) in Verbindung. Man nimmt an, daß dieses Geschlecht im 12. Jahrhundert ausgestorben ist, weil die Auraeher im 13. Iahrhundert urkundlich nicht mehr belegt sind.

25 Das Gemeindewappen von Ohsldorf: Links die Glocke von Aurachkirchen, die den kirchlichen Teil symbolisiert. Rechts das Stammwappen derThalheimer als weltliches Symbol. Die Thalheimer waren ein altes Adelsgeschlecht, das urkundlich erwähnt um das 12. Jahrhundert Besitztümer im heutigen Gemeindegebiet von Ohlsdorfhatte.

~--.-

26 Die Lourdesgrotte in Hildprechting. 'Bereits 1 858 soll es zur Errichtung einer Holzkapelle an einer senkrechten Konglomeratwand neben einer kleinen Quelle durch den Schloßmair in Hildprechting gekommen sein.' So steht es im Ohlsdorfer Heimatbuch geschrieben. 1881 erkrankte die Schloßmairtochter Iosefa Pamminger und als Geistergestörte lief sie oft zu dieser Quelle. Ihr Leiden verschlimmerte sich, sie wurde irrsinnig. In dieser Bedrängnis gelobten die Mutter und ihre Schwestern der Heiligen Jungfrau Maria am Steinbrunnen eine Lourdesgrotte zu errichten. Obwohl Josefa Pamminger

im Iuni 1892 von drei Gmundner Ärzten untersucht wurde und deren Gutachten ebenfalls lautete 'es gibt keine Hilfe', trat im August 1892 die vollständige Heilung ein. Am 24.

April 1893 wurde die Arbeit zur Herstellung einer Grotte am natürlichen Felsen oberhalb der Brunnenquelle am Steinbrunnen begonnen, 1905 der Bau einer gotischen Kapelle nach den

Plänen von Dombaumeister Schlager. Seither sind über neunzig Iahre verstrichen und die 'Grotte' ist immer noch eine Andachtsstätte für die Wallfahrer von nah und fern.

Çruss aus Ohlsiorf.

J(al'~/le }liaria Steinbrunn.

27 Von den Wallfahrten wurden früher nicht nur Ansichtskarten mitgenommen, sondern auch Erinnerungsbilder. Auf der Rückseite des von der Salzkammergut-Druckerei aufgelegten 'Andenken an die Lourdeskapelle in Hildprechting' steht: '0 Maria, ohne Makel der Erbsünde empfangen, bitte für uns.'

28 Hildprechting, die einzige Ohlsdorfer Grundherrschaft bis 1848. Heradus de Hildprechting besaß diesen Edelsitz anno 1230, von dem ihn die Herren Thalheimer bekamen, ein uraltes Geschlecht, unter denen die Veste Thalheim mit Hildprechting vereint wurde. Die Veste Thalheim besaß anno 1191 Gerlach de Thalheim und anno 1280 GodefriedThalheim. Im Iahre 1484 besaß Hildprechting der WolfThalhei mer zu Thalheim und Hildprechting. Nach Aussterben dieser Familie kam Hildprechting an die Herren von Zelking, dann an Niklas, johann und Nepomuk Kölnzeck 1555-1606. Ihnen folgte Simon Engl zu Wagrein 1606-1623. Die Jesuiten in Traunkirchen hatten es von 7. Juni 1628 bis 25.August 1628, die es

wegen Mangel an Geld anfangs als Pfand, später dann gänzlich zum Eigentum übergaben. Die weiteren Eigentümer waren: Ludwig A1brecht zu Hildprechting (1628-1636), die Seeauer (1636-1766), Elias Freiherr von Engl (1766-1772), Elias Anton von Unkrechtsberg (1722-1802), Florian Max Clodi und seine Erben (1802-1831). Sr. königliche Hoheit Erzherzog Maximilian v. Este, königl. Prinz von Hungarn und Böhmen Hoch- und Deutschmeister besaß Hildprechting ab 1831.

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