Oldenburg in Holstein in alten Ansichten Band 1

Oldenburg in Holstein in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hermann Stengel
Gemeente
:   Oldenburg in Holstein
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1377-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oldenburg in Holstein in alten Ansichten Band 1'

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Oldenbura in Holstein

9. Dieser Schnappschuß ist in den zwanziger Jahren von der Blöckenbrücke mit Bliek auf den Oldenburger Graben und die Stadt Oldenburg gemacht worden. Rechts erkennt man die alte Windmühle nebst Schornstein der Dampfmühle auf dem Mühlenkamp, die beide schon lange nicht mehr existieren. Die Windmühle wurde 1938 abgebrochen. Der Oldenburger Graben mit seinen vielen angrenzenden Kuhlen war ein Dorado der Angler, die vielfach Boote besaßen und mit den mannigfachen Fischereigeräten umzugehen wußten. Ob in grauer Vorzeit der Oldenburger Hafen an dem früher viel breiteren Oldenburger Graben, am Dannauer See oder in der Priesterwiese lag, ist nicht geklärt.

Kreistorfwerk O!denburg Î: Holst.

Bar ack e

10. Nach dem Ersten Weltkrieg besaß 01denburg im Bruch vorübergehend ein Kreistorfwerk, dessen Baracke und dessen Transformatorenhaus hier zu sehen sind. Die Oldenburger Torfbäckerei ist auch auf einem Notgeldschein der Stadtverwaltung von 1921 festgehalten. Der Spruch darauf lautet: Nix to firn und de hogen Stürn. Still, wi hebbt keen Not, de Torf makt allns wedder god.

11. Nicht nur viele Oldenburger, sondern auch zahlreiche Großstädter lieben nicht nur in der Badesaison, sondern auch in der kalten Jahreszeit dies malerische Stück Ostseestrand vor den Toren Oldenburgs. Das verraten die Kennzeichen der vielen Autos, die hier mitunter bei Wind und Wetter parken, während ihre Insassen unten am Wasser das Murmeln oder Toben der Wellen und die frische, wenn auch oft sehr kühle Seeluft genießen. Das Steilufer im Hintergrund hat der Witterung schon oft große Opfer gebracht.

12. So 'zugeknöpft' stellten die Oldenburger jungen Madehen und jungen Männer sich vor dem Ersten Weltkrieg am Putloser Strand dem Fotografen. Im Hintergrund das Restaurant des Oldenburger Gastwirts Wilhelm Dahl, mit dem das Badeleben an diesem schönen Strand gefördert werden sollte. Auf Veranlassung des Gutsherrn von Putlos mußte Dahl seinen Plan jedoch bald wieder aufgeben. Heute spielt das Badeleben sich fast ausschließlich im Ostseebad Weissenhäuserstrand vor den Toren Oldenburgs ab.

Die jetzigen Badegäste stellen sich in anderer Aufmachung dem Fotografen.

13. Der Kuhof gehörte jahrhundertelang zum Bild der Stadt Oldenburg. Urkundlich erwähnt wurde das Gut erstmals 1314. In der großherzoglichen Zeit war Ludwig Geiler lange Jahre Pächter des Gutes. Weil er so 'schön' grölen konnte, sagte der Volksmund 'Luwi Gröl' zu ihm. Das Gut wurde 1924 parzelliert. Letzter Besitzer des Resthofes war Jacob Jürgensen jun., von dem es die Stadt Oldenburg kaufte, die auf dem Kuhof den Neuen Markt und ein Sport- und Kulturzentrum sowie auf den ehemaligen Kuhöfer Ländereien am Stadtrand Industrie- und Wohngebiete einrichtete.

14. Diese Reetdachhäuser standen einst an der Göh1er Straße in Oldenburg. In ihnen wohnten Arbeiter des Gutes Kuhof. Jetzt stehen an dieser Seite der inzwischen ausgebauten Straße das Arbeitsamt, die Altenbegegnungsstätte sowie eine ganze Reihe schöner Wohn- und Geschäftshauser. Früher befand sich an dieser Seite auch die Gutsmeierei des Kuhofes. Heute ist die inzwischen wiederholt modernisierte Meierei ein renommierter Privatbetrieb (zunächst Carl beziehungsweise Otto Grümrner, heute Paul Rücker).

15. Das historische Gut Kuhof war viele Jahre von einem Hausgraben umgeben. Das Gewässer versumpfte aber allmählich und mußte schließlich zugeschüttet werden. Zwischen dem Hausgraben und der Göhler Straße verlief der Jungfernstieg, eine Fußgängerallee, die durch schöne, alte Linden begrenzt war. Die Allee wie auch die Kuhöfer Störche, die auf einem Gebäude des Hofes ihr Nest hatten und an denen die Oldenburger Jahr für Jahr ihre Freude hatten, sind unvergessen. Die Störche sind durch einen Scheunenbrand vertrieben worden.

16. Der Oldenburger Bahnhof kurz nach der Jahrhundertwende. Am Bahnhofsgebäude und am Häuschen rechts sieht man noch Petroleumlampen. Oldenburg ist erst seit 188 I dem Eisenbahnnetz angeschlossen. Neustadt war vorher für die Oldenburger die nächste Bahnstation. Dorthin mußten Reisende von hier mit der Postkutsche fahren. Das dauerte zwei bis drei Stunden. Die Bahn von Oldenburg nach Heiligenhafen wurde erst 1898 eröffnet. Züge, die aus Richtung Neustadt noch keine Einfahrt nach Oldenburg hatten, mußten vorübergehend an dem 1880 vor Oldenburg errichteten Bahnwärterhaus 'Hohelieth' halten. Die Züge nach Neustadt fuhren in langsarner Fahrt an 'Hohelieth' vorbei. Statt des Bahnwärters tut seit 1960 eine moderne Signalaulage hier ihren Dienst.

17. Das Bahnwärterhaus 'Hohelieth', wo Bahnwärter Karl Rosburg Dienst tat und sechzig Jahre mit seiner Familie wohnte. Sohn Max Rosburg erinnert sich noch gern an das freundschaftliche Verhältnis, das damals zwischen den Rosburgs und den allseits beliebten Lokomotivführern Meister Hein, Wilhelm Knaack, Hans Kruse und Liedtke Borchert bestand, die sich mitunter vom Zug aus eine leekere Frucht von einem nahen Pflaumenbaum ergriffen. Das am Rande des Bruchs liegende 'Hohelieth' gehörte zum Gut Kuhof. Es war einst ein beliebtes Ausflugsziel und ein Stück Eisenbahnromantik.

18. Die beiden Ärzte, die man auf dieser und auf der nächsten Seite mit ihren Frauen sieht, praktizierten um die Wende des letzten Jahrhunderts und noch Jahrzehnte nachher in Oldenburg. Dr. Voß (hierneben) und Dr. Schneekloth (auf der nächsten Seite) waren zu verschiedenen Zeiten auch leitende Ärzte am Oldenburger Krankenhaus. Dr. Voß wohnte mit seiner Familie in der Kleinen Schmützstraße.

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