Oldenburg in Holstein in alten Ansichten Band 1

Oldenburg in Holstein in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Hermann Stengel
Gemeente
:   Oldenburg in Holstein
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1377-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oldenburg in Holstein in alten Ansichten Band 1'

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69. Blickte man im ersten Jahrzehnt von der Stadt in Richtung auf den Windberg, bot sich dem Betrachter das obige Bild: Windmühle, Dampfmühle, Krankenhaus und, oberhalb der Baumgruppe am Krankenhaus, die Rüssausche Lohmühle auf dem Grundstück an der Hospitalstraße. Sämtliche Mühlen existieren nicht mehr. Wie früher der ganze Windberg, so wurde zur Zeit dieser Aufnahme auch das Gelände im Vordergrund noch landwirtschaftlich genutzt. Die Bebauung des späteren Mühlenweges mit Privathäusern begann erst 1911.

OLDENBURG i. Holst. HOheluftst ?? èe Mit p" va tachule.

70. Ein schönes Stück Oldenburg war bis vor etwa vierzig Jahren die Hoheluftstraße. An ihrern unteren Ende hatte die Privatschule ihren Standort. Nach der Stadtseite zu liegt auch der Schrnützteich, der stets ein beliebter Aufenthaltsplatz der Jugend ist, nicht nur im Winter auf dem Eis, sondern früher auch zu anderen Gelegenheiten. So schreibt der 1863 geborene und im Alter von fünfundneunzig Jahren verstorbene Malermeister Karl Matthiensen sen. in seinen Erinnerungen, daß auf dem Eis eingebrochene oder von zur Verhinderung des Austrocknens ins Wasser geworfenen Pumpenbäumen ausgerutschte Jungen pudelnaß nach dem Mühlenweg liefen und sich dort am Kessel der Dampfmühle die Kleider wieder trocknen ließen.

Oldenburg Holst. Gasthaus am Wall Rud. Oeverdieck

71. Das Gasthaus 'Am Wal!' war vor Jahrzehnten auch das Logierhaus der 'Monarchen', der Landstreicher, die auf der Durchreise zur Erntearbeit auf Fehmarn oder auf der Rückreise in Oldenburg Station machten, wo sie eine eigens für sie eingerichtete Kundenstube hatten. Viele der Tippelbrüder wanderten abends mit mehr oder weniger großer 'Fahne' nach einem Schuppen an der Ehlerstorffer Chaussee, wo sie im Heu oder Stroh übernachteten. Der hier unvergessene Polizist 'Osche' Grimm sorgte dafür, daß sie in Ruhe und Ordnung durch Oldenburg zogen.

OLDENBURG i. Holst. BuretoratralIe.

72. Die am rechten Bildrand zu sehende Holzsägemühle befand sich von 1900 bis 1920 auf einem Gebäude des Landmannes Theodor Prieß in der Burgtorstraße. Nachdem sie zwanzig Jahre ihre Pflicht getan hatte, wurde die Mühle von einer Sturmböe zerstört. Eine elektrische Sägemühle war um 1900 unmöglich, weil der elektrische Strom erst 1905 in Oldenburg eingeführt wurde, und zwar von der Firma Jungclaußen, Ahrensbök. Die Masten am Straßenrand trugen Telefonleitungen.

73. Das Oldenburger Stadt-Café von Hans Jacobsen, das nach dem Ersten Weltkrieg eingerichtet wurde und viele Jahre ein Gütezeichen der Stadt Oldenburg war. Nach dem vor wenigen Jahren erfolgten Abriß des schönen, alten Fachwerkhauses stehen an der unteren Kuhtorstraße jetzt mehrere neue, große Geschäftshäuser, die das Bild der Straße weitgehend verändert haben.

In der unteren Kuhtorstraße war 1773 auch der große Stadtbrand ausgebrochen, dem damals rund vierhundert Gebäude zum Opfer fielen.

? Oldenburg I. Holst. KuhtOl'strasse.

74. Die Kuhtorstraße bot im vorigen Jahrhundert das Bild einer typischen Kleinstadtstraße. Schaufenster, wie wir sie heute kennen, gab es noch nicht. Und das Straßenpflaster würde dem heutigen Verkehr überhaupt nicht genügen. Die Bäume links gehören zur damaligen Bierbrauerei von R. Roggenkamp. Rechts sieht man das Haus der inzwischen längst eingegangenen Backerei von Heinrich Matthiensen. Die Bäume im Hintergrund säumen den den Kuhof umgebenden Hausgraben, der bei Frostwetter ein beliebter Wintersportplatz war. Heute befindet sich hier eine Auffahrt zum Neuen Markt.

75. Rapsdrusch in früherer Zeit. Ein sechzig bis siebzig Jahre altes Bilddokument von Wirtschaftshof des Gutes Lübbersdorf am Stadtrand von Oldenburg. Bemerkenswert ist die große Zahl der hierbei tätigen Arbeiter. Der Schäfer hat seine Herde vor den Fotografen getrieben. Hinter den Schafen sieht man landwirtschaftliche Maschinen, die man wohl eigens für diese Aufnahme hier aufgebaut hat. Gutsherr war zur damaligen Zeit Landwirt J anßen.

76. Links: Ein zu seiner Wirkungszeit allseits bekarmter Oldenburger Bürger war Ausrufer Fritz Knoop, ein echtes Original der zwanziger und etwas späteren Jahre. Fragte man ihn scherzeshalber vor seiner Ansage: 'Knoop, wat hest Du in de Kloek? " pflegte er verdrießIich zu antworten: "n Hommer'. Es kam auch vor, daß er sich bei seinen Ansagen etwas verhaspelte, aber das nahm man ihm nicht übel,

Mitte: Dies ist Kunstmaler Professor Carl Ehrenberg, der 1840 im Oldenburger Ortsteil Dannau das Licht der Welt erblickte. Ehrenberg besuchte nach Absolvierung der handwerklichen Malerlehre die Malerakademien in Kopenhagen und Dresden. Er betätigte sich als Historienmaler und war Ehrenmitglied der St. Johannisgilde. Seine Bilder werden in Oldenburg bei Privatleuten sowie in namhaften Kunststädten unseres Landes in Ehren gehalten. In Dannau trägt eine Straße seinen Namen.

Rechts: 'Hein Putz ', wie er zu seinen Lebzeiten oft in Oldenburg genannt wurde. Sein Name: Heinrich Siemßen. Der beliebte Polizist wohnte am Johannisplatz und wurde 1921 zum Leidwesen der Oldenburger auf dem hiesigen Bahnhof von einem Einbrecher meuchlings erschossen. Eine von der Hoheluftstraße abgehende Straße trägt zur Erinnerung an den so jäh zu Tode gekommenen Ordnungshüter seinen Namen.

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