Oldenburg in alten Ansichten Band 2

Oldenburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Sibylle Neumann-Gäßler
Gemeente
:   Oldenburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6416-0
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oldenburg in alten Ansichten Band 2'

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49 Das 'EisenbahnBureaux' wurde 1873/74 mit einem zweiachsigen Verbindungstrakt um das etwas niedrigere, zweigeschossige Eisenbahndirektionsgebäude erweitert. Dieses Bauwerk entstand in sehr aufwendiger neogotischer Backsteinarchitektur mit sorgfältig ausgebildeten Dekorationsformen. Die abgebildete Postkarte, die nach 1905 gedruckt wurde, basiert auf einem Foto aus der Zeit um 1900, denn schon 1901 war das niedrige Haus der Wirtin Wollring, das am rechten Bildrand zu sehen ist, nicht mehr vorhanden. Im Kontrast zu der massivenArchitektur steht die Bepflanzung des pferdemarktes mit

mehreren Baumreihen, unter denen Damen mit Sonnenschirmen spazieren gehen.

50 Oldenburg wurde 1867 an das Eisenbahnnetz angeschlossen, als die Strecke von Bremen nach Wilhelmshaven über Oldenburg geführt wurde und die Großherzogliche Oldenburgische Eisenbahn (GOE) ihren Betrieb aufnahm. Die Eisenbahnwerkstätten, die mit der Eröffnung der Eisenbahn errichtet wurden, befanden sich südwestlich des Bahnhofs auf der Nordseite der Bahnhofstraße und der Eisengießerei Koch & Franksen an der Rosenstraße. Auf der Aufnahme von circa 1890 sind rechts die Hauptwerkstätten und links der 1879 von Conrad Wilhelm Hase errichtete Bahnhof zu sehen. Der Blick zeigt das

gesamte Eisenbahnareal von der Eisenbahndirektion am pferdemarkt aus betrachtet.

51 Die GroßherzogIich Oldenburgische Eisenbahn, die am 15. Juli 1867 mit fahrplanmäßigen Zügen die Personenbeförderung aufnahm, kaufte ihre Lokomotiven bei den großen Herstellern in Chemnitz, München, Berlin und Hannover. Nur kleine Tenderlokomotiven wurden in den Eisenbahn-Werkstätten selbst gebaut. Alle Loks trugen phantasievolle Namen. Die 1896 bei Hanomag in Hannover/Linden gebaute Lokomotive, vor der sich im Foto das Zugpersonal aufgestellt hat, erhielt den Namen 'Adler'. Sie wurde erst nach dreißigjahren 1927 ausgemustert.

52 Der Bahnhof der Stadt Oldenburg wurde 19 11-1 915 von dem Architekten Friedrich Mettegang anstelle des früheren neogotischen Bahnhofs von 1878/79 in damals modernen]ugendstilformen geplant und errichtet. Links am Bildrand ist das ehemalige Empfangsgebäude der herzoglichen Familie zu erkennen, an dem auch heute noch über einerVorhalle mit Doppelpfeilern das in Muschelkalk gearbeitete Oldenburger Wappen zu sehen ist. In der Blickachse der Bahnhofsstraße steht der markante 34 Meter hohe Uhrenturm des Bahnhofs, in dem sich ein Eingang zum Bahnhofsrestaurant befindet. Die Vorbauten mit Pergola, die zum Eingang hinleiteten und dem geschützten Sitzen

im Freien dienten, sind nicht mehr vorhanden. Die Eingangshalle befindet sich auf der rechten Seite und ist auf die Kaiserstraße ausgerichtet.

53 Die Innenausstattung der Eingangshalle des von dem Baurat Friedrich Mettegang begonnenen und von dem Regierungsbaumeister Langewand 1915 fertiggestellten Bahnhofs ist leider in den sechziger Jahren weitgehend zerstört worden. Einen fast originalgetreuen Eindruck bieten jedoch die Räumlichkeiten der Bahnhofsgaststätten, die 1985/86 mit den Originalschablonen restauriert wurden. Der ehemalige Speisesaal ist deshalb heute noch in seiner ursprünglichen Gestalt zu bewundern.

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54 AlsVerbindungzwischendem 1867 erbautenBahnhofmit Bahnhofsvorplatz und der Gottorpstraße wurde 1869 die Bahnhofstraße angelegt. Sie sollte zu einem späteren Zeitpunkt über die Gottorpstraße hinaus hin zur Innenstadt verlängert werden. Zunächst wurde, im Hintergrund zu sehen, das Straßenstück westlich der Rosenstraße mitWohnhäusern bebaut. Bis zur Jahrhundertwende erfolgte dann die übrige Bebauung. Die Postkarte zeigt im Vordergrund links das Haus des ersten Kraftfahrzeughändlers in Oldenburg, Conrad Beseke, der dort 1905/06 sein Geschäft einrichtete. Die Jugendstil-

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formen des Eingangs weisen auf diese Zeit hin. Rechts am Bildrand ist ein Teil der Gebäude der Eisengießerei Koch & Franksen zu sehen.

55 An der Ecke Bahnhofstraße/Rosenstraße errichtete 1878 der Architekt und Hofbaumeister Gerhard Schnitger (1841-1917) das Gebäude der Oldenburgischen Versicherungsanstalt. Die Aufnahme des Fotografen Titzenthaler aus dem Jahre 1887 zeigt dieses aufragende Bauwerk von zwei Geschossen im Rundbogenstil mit gelblichen Klinkerfassaden über hohem Rustikasockel am linken Bildrand. Der Bau in der Art eines Palazzo ist bis heute nur wenig verändert worden. Es fehlen insbesondere die Löwen zu beiden Seiten des Eingangs. Sie entsprechen als symbolische Figuren für Macht und Einfluß den Sphingen, die Schnitger am Eingang des Naturkundemuseums am

Damm plazierte. Rechts ist eine Gruppe von Personen zu sehen, die sich vor der Bäckerei Fricke versammelt hat.

56 An der Ecke Osterstraße/Raiffeisenstraße (früher Rosenstraße) auf der Ostseite des Straßenzuges, wo heute das Gegenseitigkeitshaus und frühere Arbeitsamt steht, gab es vor 1937 eine kleinmaßstäbliche Bebauung. Das Foto aus der Zeit um 1936 zeigt von rechts nach links die Gebäude der Farbengroßhandlung Remmers & Bürschgens, die Gastwirtschaft Kar! Pickel, die Praxis des Facharztes Klaus Gloz im Haus des Dr. med. Modes und das Haus des Zahnarztes Dr. Georg Francksen. Die Häuser wurden von der Deutschen Arbeitsfront aufgekauft und zwischen 1937 und 1939 abgerissen. Der geplante Verwaltungsbau

kam jedoch wegen des Krieges nicht zur Ausführung, so daß dort bis 1956 nur eine Holzbaracke stand.

57 Der Bäcker Feldmeyer ließ 1878 ein Wohn-und Geschäftshaus an der Rosenstraße Nr. 40/Ecke Osterstraße errichten, das, genauso wie die benachbarten Häuser, in seinem Äußeren noch heute weitgehend erhalten ist. Lediglich der kleine Balkon an der Gebäudeecke ist verschwunden. Heute befinden sich Seminarräume der Industrie- und Handelskammer in dem Gebäude. Um 1895 befand sich dort die Handlung und Wirtschaft von Johann Heinrich Friedrich Wefer. Wie auch auf anderen Aufnahmen zu sehen, war es zu jener Zeit üblich, daß der Auftraggeber sich mit seinen Familienangehörigen und Angestellten in der Ladentür und vor dem Geschäft dem Fotografen stellte.

Die anschließenden Häuser Rosenstraße Nr. 39 und Osterstraße Nr. 13 wurden 1874 und 1875 erbaut, das letztere von Hofbaumeister Schnitger für Kaufmann Mahlstedt, den damaligen Konsul der Niederlande.

58 Die Moslestraße war bis zum Durchbruch der Straße' Am Stadtmuseum' im Jahre 1968 eine ruhige, schmale Stichstraße, die von der Rosenstraße zum Offizierskasino des Oldenburgischen Infanterieregiments Nr. 91 am Staugraben führte. 1908 erscheint in den Adreßbüchern erstmals die 1900 gegründete Handelskammer in der Moslestraße, die ihr neues Gebäude auf dem Grundstück Nr. 4 errichtet hatte. Dieser Neubau war aufGrund seiner Fassadengliederung, bei der heller Putz und dunkle, rote Backsteinstreifen, Lisenen und Gesimse sich abwechselten, für damalige Zeiten modern und fortschrittlich.

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