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Olvenstedt in alten Ansichten

Olvenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Rotraud Tönnies
Gemeente
:   Olvenstedt
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6716-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Olvenstedt in alten Ansichten'

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Einleitung

Das Bildmaterial wird in verschiedenen Komplexen mit den entsprechenden Erläuterungen und Informationen angeboten, um dem Betrachter die Orientierung zu erleichtern. Erfahrungen aus 'Spaziergängen durch das Dorf Olvenstedt' und aus Dia-Angeboten sind unter anderem in dieTexte eingeflossen.

? Kirche und Umgebung sowie Schule

? Landwirtschaftliches

? Einige Besonderheiten in Olvenstedt

? Steinbrüche, Badeanstalten, Steinsetzer

? Gasthöfe, Gaststätten

? Ansichtskarten - was den Olvenstedtern wichtig war

? Vereine, Traditionen

? Am Teich, Hirtenstraße (früher ein Teil davon Teichstraße)

? Dorfstraße

? Helmstedter Chaussee

? Poststraße, Ebendorfer Straße (Agrarstraße )

? Siedlungskomplexe der zwanziger [ahre

Dorfgeschichtliches

Olvenstedt - ein Bördedorf, das im [ahre 965 mit der Überlassung des 'Zehnten von Osulfstidi' durch Bischof Bernhard von Halberstadt an Otto 1. urkundlich eindeutig als ein abgabefähiges Gemeinwesen ausgewiesen wird. Thüringer Stämme - die Angeln und die Warnen - sollen in dieser Gegend schon im 2. bis 4. Jahrhundert Dorfgründungen vorgenommen haben.

Verwinkelte Straßen und die Anordnung der Höfe sowie die Namensbildung werden als heute noch erkennbare typische Merkmale für die thüringische Siedlungsform benannt. Fundstellen von Begräbnisstätten und Wohnhöhlen in unmittelbarer Nähe des nördlichen Dorfrandes und in der zugehörigen Gemarkung geben Hinweise auf eine sehr frühe Besiedelung dieser Landschaft. Das Angelhoch - ein Megalithgrab - und Höckergräber führen in die Jungsteinzeit und in die Bronzezeit zurück.

Chroniknachrichten übermitteln, dass das Dorf aus drei sehr unterschiedlichen Teilen zu einem in sich geschlossenen Gemeinwesen zusammengewachsen ist und bereits im 14. Jahrhundert von einer Mauer mit vierToren umgeben war. Die Lage an schon im Mittelalter wichtigen Verkehrswegen und die Entwicklung der Machtverhältnisse zwischen Bauernschaft und Raubadel machten diesen Schutz erforderlich. Baumaterial für Mauern und Gebäude wurde in den umliegenden Steinbrüchen gebrochen, die Rotliegendes und Grauwacke hergaben.

Der östliche Teil des Dorfes wurde seit dem 13. Jahrhundert durch die Wirkungsstätte der Mönche des Klosters St. Agnes geprägt. Wirtschaftshof und Mauern des ehemaligen Klostergartens sind noch heute vorhandene, steinerne Zeugen. An die zugehörige St. - Petri -' Clos ter' - Kirche erinnern nur noch Aufzeichnungen im Kirchenarchiv.

Grundstücke und Höfe des mittleren Ortsteiles - das alte Dorf gruppierten sich nördlich der verbindenden Dorfstraße um den Grabenlauf der 'Großen Sülze' und um ein ausgedehntes Quellgebiet, das später zu einem Teich eingefasst wurde.

Der westliche Bereich als die Heimstatt der Edelinge 'Derer von Olvenstedt' trägt als Wahrzeichen von Olvenstedt die St.-Laurentius-Kirche. Der mächtige Turm aus Bruchsteinen mit dem ebenso massiverrichteten Kirchenschiff wird als Fluchtstätte gedient haben. Aufzeichnungen aus dem 13. Jahrhundert und Urkunden von 1349 und 1351 geben Kunde vom Besitzerwechsel für das Dorf Olvenstedt. Mitte des 16. Jahrhunderts brachte das Bekenntnis zur lutherischen Reformation einen Aufschwung in Kultur und wirtschaftlicher Entwicklung für die Bewohner des Dorfes. Damit einhergehend gab es fürTeile der Bevölkerung den ersten pflichtgemäßen Schulunterricht.

In den Chroniknachrichten sind weiterhin Hinweise auf Olvenstedt als Ort einer Gerichtsbarkeit im 17. Jahrhundert enthalten, die sich aufVollstreckung von Urteilen durch Enthauptung und anderer schwerer Strafen beziehen. Auch den Bau eines 'wohl verwahrten Gefängnisses zu Olvenstedt' im [ahre 1694 unterstreicht diese Vermutung. In der napoleonischen Zeit wurde die Aufgabe, die Gerichtsbarkeit wahrzunehmen, fortgeführt. So wurde 1808 der Bau eines Friedensgerichtshauses für den Hauptkantonsort Olvenstedt angewiesen. Nach dem Abzug der französischen Truppen verlor es seine Bedeutung, wurde verkauft und zum Gasthof umgestaltet.

ZumAusbau der ländlichen Post-Course wurde die Errichtung des 'ersten Gasthofes vor dem Tore' zu Beginn des 18. [ahrhunderts durch die Gemeinde erforderlich. Der Kreuzungsbereich wichtiger Verkehrswege in Richtung Braunschweig, Neustadt, Magdeburg, Haldensleben mit Einbeziehung der umliegenden Dörfer ließ über die Einrichtung einer Wechselung für die Postkutschenpferde entscheiden.

Um 173 0-1740 begann am Südrand des Dorfes die Bebauung außerhalb der Mauern. Im 19. Jahrhundert zeichnete sich durch die Entwicklung in der Landwirtschaft, durch den Zuckerrüben-

und Zichorienanbau, durch Technisierung und Errichtung von Industrieanlagen in der Stadt Magdeburg vor allem im Bauernstand eine Wohlhabenheit ab, die schöne Bauernvillen und dem Zeitgeist entsprechend gestaltete Bauerngrundstücke entstehen ließ, aber auch eine Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse der Land- und Industriearbeiter mit sich brachte. Der Siedlungsbau mit Eigentumsverhältnissen hatte Ende der zwanziger und nochmals in den dreißiger [ahren Höhepunkte. Chronik und Archivunterlagen berichten über belastende und zerstörerische Kriegsauswirkungen in verschiedenen [ahrhunderten, über Tierseuchen, Pest, Cholera, Tuberkulose (Aus zehrung) und hohe Kindersterblichkeit sowie über Witterungsunbilden und verheerende Brände im Dorf, die noch bis hin zum 19. Jahrhundert Not und Leid über die Menschen brachten. Das Wappen von Olvenstedt stellt einen Asenwolf dar, der in den germanischen Mythen der Begleiter der Halbgötter war. Familienmitglieder der Edelinge Derer von Olvenstedt führten in ihrem Wappen ein Kamel, das wohl auf die Teilnahme dieser Ritter an den Kreuzzügen hinweisen mag.

In der Mitte des 19. Jahrhundert findet man zur Beurkundung amtlicher Vorgänge als Siegelbild den Rost des Sankt Laurentius, dem unsere Kirche geweiht ist. Älteste Aufzeichnungen zur Bevölkerungsentwicklung sind den Kirchenbüchern zu entnehmen, die seit 1 639 geführt wurden und im Archiv der Kirchgemeinde vorliegen. [edoch erst im 18. Jahrhundert ist der Zählmodus dem heutigen vergleichbar, indem dann wirklich die Einwohner in ihrer Gesamtheit gezählt wurden. Die Chronik von Emil Rungwerth weist 1782 1 074 Einwohner aus. Im 19. [ahrhundert ist eine kontinuierliche Steigerung zu erkennen, so ergibt sich 1890 eine Zunahme auf 4090. Für 1933 wird die Zahl der Bewohner mit 4 549 genannt, die sich 1939 weiter auf 5 313 erhöht.

Das Dorf zeichnete sich durch ein gut strukturiertes Gemeinwesen aus. In den zwanziger [ahren gab es ein vielfältiges, sehr lebendiges Vereinsleben. Trotz Arbeitslosigkeit und gerade überstandener Inflation stabilisierte sich das Interesse an Kultur und Geselligkeit. Gasthäuser boten den Vereinen eine Heimstatt. Ein Lichtspieltheater wurde durch Friedrich Feldmann 192 7 eröffnet, Tanzveranstaltungen, Vereinsfeste und Konzertangebote brachten für jeden etwas zur Auswahl.

In den dreißiger [ahren zeigte sich das Dorf als weitgehend autark - von der Hebamme bis zum Autohaus war wohl fast alles vorhanden, um der Bevölkerung Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen. Natürlich bestimmte die Landwirtschaft maßgeblich das profil von Handwerk, Gewerbe und Verarbeitungsbetrieben für Produkte der Landwirtschaft. Für medizinische Einrichtungen war gesorgt; eine breite Palette von Läden und Dienstleistungen deckte die individuellen Bedürfnisse für das tägliche Leben. Zwei bitterböse Kriege des 20. [ahrhunderts mußten überstanden werden, Wunden und Narben blieben zurück. Möge der gesunde Lebenswille das Mahnen nicht vergessen machen.

Bildernachweis

Nachfolgend benannte Personen haben leihweise Bilder zur Verfügung gestellt: Gertraude Bartels, Klaus Böttger, Kristine Bollmann, Bruno Borowski, Albert Drebenstedt, Werner Hasenkrug, Heinicke / Röpke, Gustav Henniges, Anneliese Jaekel, Kirchenarchiv, Ernst Lehmann, Gisela Maurer, Anita Müller, Gertraude Preetz, [ohann Schulze, Horst Siedentropf, DirkTücking, Wolfgang und Ilse Uecker, U. Walkoff und Liesbeth Wiedemann. Sonstige Bilder gehören zum Besitz des Autors.

Für die freundliche leihweise Überlassung von Fotomaterial sowie für Gespräche und Informationen sage ich allen beteiligten Bewohnern und ehemaligen Olvenstedtern ganz herzlichen Dank. Der Familie Stitz gehört ebenso meine dankbare hohe Anerkennung für die technisch-organisatorische Unterstützung.

Literaturnachweis

? Arbeits- und Ausstellungsmaterial - erarbeitet anlässlich der Tage des offenen Denkmals zu dorfbezogenen Themen 19952001

? Chroniken der Dorfes Olvenstedt - 1896 veröffentlicht von Pastor Dr. Riecks und von Rektor Emil Rungwerth

? Geschichte der preußischen Post von Stephan - 1859 - Reprint

? Grüße an unsere Feldgrauen - Nachrichten aus Kirche und Gemeindeamt Olvenstedt - 1914 - 1918

? Kirchenbücher und weitere Archivarien der Kirchgemeinde St.

Laurentius in Olvenstedt

? Magdeburger Adressbuch von 1933 - auszugsweise für das Dorf Olvenstedt

? Magdeburg und Umgebung von Gumpert - 1981 Akademie-Verlag Berlin

? Nachrichten aus Olvenstedt

- 1000 [ahre Olvenstedt - Jubiläumsfeierlichkeiten 1957

? - 100 [ahre Freiwillige Feuerwehr Olvenstedt 1886 - 1986

? Persönliche Mitteilungen von Bewohnern, aus der Familientradition, eigenes Erleben, heimatkundliches Wissen

? Zeitungsartikel aus der Magdeburger Volkstimme mit histori sehen Bezug aus verschiedenen Jahrzehnten

Kirche und Umgebung

1. Unsere St.-Laurentius-Kirche ist das Wahrzeichen des Dorfes Olvenstedt. Der mächtige Kirchturm aus Bruchsteinen gehört zur Straße der Romanik und wurde wohl im 10. Jahrhundert erbaut, wie es Aufzeichnungen im Kirchenarchiv zu entnehmen ist. Wenn auch vieles um die Entstehung der Kirche im Dunkeln bleiben wird, so ist doch zu vermuten, dass sie die Familie der Edelinge Derer von Olvenstedt als Stätte des Glaubensbekenntnisses, wohl aber auch als Fluchtkirche errichten ließ. Sie war von einer ausgedehnten Begräbnisstätte umgeben. Einige noch vorhandene, etwa dreihundert [ahre alte Grabsteine geben Zeugnis davon. 1829 wurde dieser Kirchhof geschlossen, aber um 1861 auf Antrag in angrenzender Nähe zur Kirche für sechzehn Familien ein Privatfriedhof angelegt. Auf der Kirchturmspitze befindet sich seit 1876 als Wetterfahne Sankt Laurentius mit seinem Rost. Sein Bekenntnis zu den Armen, Kranken und Gequälten ließ ihn als Diakon im 3. Jahrhundert das Martyrium erleiden, auf dem Rost zu sterben. Seit dem 4. [ahrhundert wird ihm zu Ehren das Laurentiusfest gefeiert. Ihm wurde in uralten Zeiten diese Kirche geweiht.

2. Das Kirchenschiff der St.-Laurentius-Kirche, wie es sich vor der Zerstörung im Ianuar 1945 darstellte, zeigte die Wohlhabenheit und die Frömmigkeit der Kirchgemeinde, wie es die Ansichten - Blick in den Altarraum und Empore mit den Gedächtnistafeln - zeigen. Im 18. Jahrhundert wurden aus dem Abriss der Klosterkirche St. Petri und aus dem alten Kirchenschiff der St.-Laurentius-Kirche die Steine als Baumaterial gewonnen. So konnte ein größerer Raum, der dem Zuwachs der Bevölkerung angepasst war, für Gottesdienstfeiern geschaffen werden. Im [ahre 1724 wurde die Kirche St. Laurentius nach Neuaufbau des Schiffes wiedergeweiht. Die Zerstörungen vergangener Kriege konnten vergessen werden. Anlässlig des 200jährigen Jubiläums 1924 wurde die Kirche neu ausgeschmückt und zu einer Gedenkstätte für die Soldatenopfer des Ersten Weltkrieges gestaltet, indem alle 160 Namen rings um die Empore ihren Platz fanden.

3. Die Schreckensnacht des 16. [anuar 1945 brachte auch für die St.-Laurentius-Kirche die Zerstörung durch möglicherweise nur eine Brandbombe. Turm und Kirchenschiff brannten total aus. Die abgestürzten Glocken gaben danach trotz Reparaturversuch keinen Klang mehr. Ein Entschluss zum Wiederaufbau wurde sehr bald nach diesem Unglück gefasst und die Bereitschaft zur Mithilfe vieler Gemeindeglieder erreicht, so dass trotz der schweren Nachkriegszeit die Wiedereinweihung der Kirche 1953 gelang. Bis dahin war es ein schwieriger, harter Weg, Schuttberäumung, Geld- und Materialbeschaffung zu ermöglichen. Doch blieb selbst die Ruine in das Gemeindeleben einbezogen - ob Hochzeit, wie auf dem Foto zu sehen, Taufen oder Konfirmation neben Gottesdiensten, wenn es das Wetter erlaubte.

4. Ein alterTaufstein gehörte einst der Kirchgemeinde. Die daran erkennbaren [ahreszahlen waren 1603 und 1657, wie es den Archiv-Informationen zu entnehmen ist. Lange Zeit stand er im Pfarrgarten, wurde dann wohl in den vierziger [ahren wieder in der Kirche aufgestellt und ist dort Opfer des Brandes 1945 geworden, wie mir ein Angehöriger der damaligen Pfarrersfamilie Gleininger berichtete.

S. Das Kreuzigungsrelief gehört als ein Stück Erinnerung an eine sehr alte Zeit zur Pfarrgartenmauer in der Kirchgasse. Es war ursprünglich in einer Kapelle am Klusweg, dem mittelalterlichen Reiseweg nach Neustadt, zu finden. Diese wohl sehr kleine Stätte zur inneren Einkehr wurde vom Kloster St. Agnes unterhalten, verfiel jedoch zum Ende des 18. Jahrhunderts. Der damalige Pastor [ohann Christoph Walter rettete diese steinerne Tafel und ließ sie in die obengenannte Mauer einbauen. Beidseitig waren das Kreuzigungsbild mit der deutlich erkennbaren [ahreszahl 1518 sowie Hinweis auf die Stifter eingemeißelt.

6. Die St.-Laurentius-Gemeinde fühlte sich dem Reformator Martin Luther sehr verbunden. Anlässlich seines 450. Geburtstages wurde ihm zu Ehren ein mächtiger Findling auf dem Kirchhof gesetzt. Der Stein wurde in der Olvenstedter Feldmark gehoben und unter Beteiligung vieler Dorfbewohner an seinen jetzigen Standort gebracht. Schon sehr früh - Mitte des 16. Jahrhunderts - wurde in Olvenstedt im Sinne der Lehren Luthers gepredigt, die als Befreiung und Bereicherung der Lebensbereiche aufgenommen wurden.

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