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Olvenstedt in alten Ansichten

Olvenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Rotraud Tönnies
Gemeente
:   Olvenstedt
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6716-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Olvenstedt in alten Ansichten'

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Vereine - Traditionen

37. Den Landwehr-Verein Olvenstedt mag seine Entstehung auf den Ausgang des 19. Jahrhunderts zurückführen können. Gemeinsame Erinnerungen und eben auch Traditionspflege führten diese doch meist schon recht würdigen Herren zusammen. Aber es ging auch eine ausstrahlende Kraft von diesem Verein aus, denn bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde in jedem [ahr ein vor allem bei der Schuljugend, bei Großvätern und Enkeln beliebtes großes Fest mit viel Fröhlichkeit gefeiert. Das alte Ziegeleigebäude von Heinrichs / Wolf und Schäfer am Unteren Hohenwarsleber Weg, unweit vom ehemaligen Schützenhaus, wurde zum Erlebnisbereich für das ganze Dorf.

38. Mit der Entwicklung der Stadt Magdeburg zu einem vielseitigen Industriestandort fanden dort viele Dorfbewohner Lohn und Brot und führten schon im 19. Jahrhundert zu einem hohen Anteil von Arbeitern und damit auch zur Entwicklung von Selbstbewusstsein und politischen Strömungen. Sich unter Gleichgesinnten einander auszutauschen, aber auch miteinander bei sportlicher Betätigung in den Wettbewerb zu treten, mag zur Bildung der Vereine maßgeblich beigetragen haben. So war der Arbeiter-Schwimmverein schon vor dem Ersten Weltkrieg bei Bernsdorfs Bruch angesiedelt. Neben Schwimmwettkämpfen und Sprungwettbewerben gehörte dem Wasserball besondere Aufmerksamkeit.

39. Der Arbeiter- Turnverein und auch der Arbeiter-RadfahrerVerein 'Solidarität' widmeten sich vor allem den athletischen Disziplinen, die den Teilnehmer an Wettkämpfen hohe Kraft und Geschicklichkeitsleistungen abverlangten. Die 'Radfahrer' hatten ihre Übungsstätte für ihre Radball- und Kunstfahrer-Aktivitäten im Landhaus bei Blumenbergs. Der ebenerdig angebaute große Saal gab nicht nur für Tanzveranstaltungen, sondern auch für diese Sportart eine geeignete Räumlichkeit. Diese drei ArbeiterVereine gehörten mit allerlei Veranstaltungen zu den Abwechselungen im dörflichen Leben, mussten jedoch in den ersten [ahren des Nationalsozialismus ihr Wirken einstellen.

40. Die Olvenstedter waren schon immer ein kegelfreudiges Völkchen. Noch im Adressbuch von 1933 wurden fünfVereine/Klubs mit recht lustigen Namen aufgezählt, wie z.B. Dusselige Hunde, Scharfe Kante, Schwankende Neun. Als eigentliche Klubgaststätte der Kegler galt die von Alwin Wendt geführte, an der Helmstedter Chaussee gelegene Einrichtung - einstmals GasthofZur Kronc'. Diese Kegelbahn hat leider in allerletzter Zeit ihre Pforten verschlossen. Auf dem Foto ist die aktive Mannschaft des Kegelklubs 'Schwankende Neun' um die dreißiger [ahre beisammen.

41. Vereine und Traditionen haben sehr vielfältige Wurzeln im Dorf. In den wohlhabenden Bauernfamilien spielte die Traditionspflege - vor allem für die Erhaltung der Bördetrachten und die Fortführung der Kunst des Spinnens - eine wichtige Rolle. In den zwanziger und dreißiger [ahren gehörten Angebote dieser Art zu den kulturellen Höhepunkten im Bereich des dörflichen, landwirtschaftlichen Lebens der BördeFrauen. Sie brachten wohl auch ein wenig verklärende Romantik in den alltäglichen Arbeitsablauf.

42. Die Olvenstedter erwiesen sich immer wieder als ein sangesfreudiges und musikalisch versiertes Völkchen. Nicht nur der Olvenstedter Kirchenchor gab beim Auftritt im Berliner Funkhaus zur musikalischen Umrahmung einer Morgenfeier 1934 über den Reichssender Berlin Zeugnis von seinen Leistungen, sondern auch Veranstaltungen mit Instrumental- und Chormusik der verschiedenen Chöre des Ortes begeisterten die Zuhörer in Feldmanns Saal. Das Foto des Musikvereins 'Harmonie' während des gemeinsamen Musizierens in Ehreckes Garten (Fleischerei und Saal späterhin) zeigt die Vielfalt der Instrumente, die Anwendung fanden und beherrscht wurden. In vielen Familien und zwanglosen Gruppen wurde gesungen und musiziert. Das Akkordeon gehörte wohl zu den beliebtesten Instrumenten.

43. Für viele Dorfbewohner waren die Kleingartenanlagen ein wichtiger Faktor bei der Gestaltung ihrer Lebensqualität. Insbesondere für die Familien der Industriearbeiter war es eine Bereicherung, bei dem doch recht beengten Wohnraum vor allem in der wärmeren]ahreszeit ein Fleckchen im Grünen zu haben. Es wurde gepflegt und gestaltet, um dort auch, wie auf dem Foto bei Familie Anna und Otto Schumann um 1930, zum Kaffeetrinken einladen zu können oder gar als Zusatzgeschenk des Taufpaten die Feier anlässlich derTaufe im Garten stattfinden zu lassen, wie es mit mir geschah. So brachte das Stückchen Land Ausgleich, Freude und Zugewinn durch Ernten und Kleintierhaltung. Häufig blieb so ein Garten über mehrere Generationen zur Nutzung in der Familie.

Handwerkertradition

44. Auch die wichtigen Handwerker wie Bäcker und Fleischer fühlten sich alten Traditionen verpflichtet. So gab es zur Freude der Dorfbewohner Festumzüge mit lebendiger Gestaltung anlässlich bestimmter Feiertage. Das Foto zeigt den Bäcker-Wagen mit der Meister-Gruppe, ihren Lehrlingen und Gesellen, wie sie in den dreißiger [ahren ortsansässig waren.

45. Der Senior-Meister Robert Heineke, der noch vor 1900 einen kleinen Fleischerladen Am Teich führte, gab traditionsgemäß auch die Führung des Pfingstochsen an seinen Sohn Richard - Am Freihof - ab.

46. Das Tier wurde Pfingsten geschmückt durchs Dorf gefahren, um dann zum Festtag seiner Bestimmung zum Schlachten zugeführt zu werden. Das Bild entstand in den dreißiger [ahre. Links im Bild Richard Heineke.

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