Olvenstedt in alten Ansichten

Olvenstedt in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Rotraud Tönnies
Gemeente
:   Olvenstedt
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6716-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Olvenstedt in alten Ansichten'

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OLVENSTEDT

Am T ich

Am Teich, Teichstraße, Hirtenstraße

47. In diesem Gebiet rund um den Teich wird die Gründung des 'alten Dorfes' vermutet. Ein ausgedehntes Quellgebiet, das jetzt bereits eingefasst ist und wohl ehemals zur Furt über die Große Sülze abgesenkt war, gibt dem Gebiet den Namen. Eine Brücke ermöglichte dann später die Überquerung des Grabens. Im Hintergrund ist das Wohnhaus des Amtvorstehers Otto Tönnies sichtbar. Das Pumpenhäuschen bzw. ein Schöpfwerk zur Löschwasserentnahme stand am Rande des Teiches über dem unterirdischen Löschwassergewölbe, das unabhängig vom Teich die Wasserentnahme ermöglichte und sich in unmittelbarer Nähe des Spritzenhauses befand. Die Gesamtanlage dürfte nach Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Olvenstedt geschaffen worden sein. Die Ansicht vom Teich mag aus der Zeit 1910-1920 datieren.

48. Die Errichtung des Gemeindebackhauses (nicht im Foto) und der Gemeindeschmiede wie auch der Gemeinschaftsbrunnen können als Hinweis auf das Kerngebiet des alten Dorfes gewertet werden. Die beiden Einrichtungen der Gemeinde wurden ursprünglich gegen Pachtzahlung zur Nutzung gegeben. Der Brunnen wurde noch über das [ahr 1950 hinaus zur Wasserversorgung für die Anwohner genutzt, wenn es durch trockene Sommer Wassernot gab. In den zwanziger / dreißiger [ahren stellte sich die Schmiede dem Foto entsprechend dar 'Schmitt' Schäfer war damals der Schmiedemeister.

49. Die Teichstraße wurde später der Hirtenstraße zugeordnet. Dieser Straßenabschnitt gehörte ehemals zum Postkutschenweg nach Haldensleben und führte über das Schützentor/ EbendorferTor aus dem Dorf hinaus. Nur zwei Grundstückszugänge hatte diese schmale Gasse.

SO. Unmittelbar am Graben gelegen finden wir noch heute das Gebäude, das seinerzeit als Altenteil der Eltern von Fritz Scherping vor 1900 erbaut wurde. Im dazugehörigen Garten war vor mehr als 100 [ahren eine erste 'Kinderbewahrstätte' für die Sommerzeit durch die örtliche Frauenhilfe eingerichtet worden.

51. Als zweites Grundstück gehörte der Bauernhof von Erich - heute Sohn Wolfgang - Scherping zu der Teichstraße - ein attraktives villenartiges Haus mit vorgelagertem, noch heute vorhandenem gepflegten Bauerngarten der alten Art.

52. In unmittelbarer Nachbarschaft von Erich Scherpings Grundstück wurde ebenfalls im 19. Jahrhundert die ebenso stattliche Bauernvilla von Aldo Scherping erbaut. Das Foto der benachbarten Grundstücke im Schnee verdeutlicht die Nähe.

53. Hochbeladene Erntwagen bestimmten die Größe der Tore für die Bauernhöfe. Die geöffneten Torflügel geben den Blick auf den Hofraum des Aldo Scherpingschen Grundstückes frei. Einquartierung war anlässlich der Manövertage angesagt und mag in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg datieren. Auf diesem Grund und Boden befand sich bis zum]ahre 1722 die St. PetriKlosterkirche und ein Teil der zugehörigen Begräbnisstätte, wie es den Knochenfunden, die bei Bauarbeiten zutage traten, und den Chronik-Nachrichten zu entnehmen ist.

Dorfstraße

54. Die Dorfstraße - in sehr früher Zeit die Breite Straße genannt - ist schon seit dem Mittelalter die längste und wichtigste Wegführung durch das ganze Dorf. Fast alle Bauernhöfe mit den hohen Torbögen öffneten sich dorthin. Die ersten Hofgründungen werden im östlichen Teil der Straße vermutet. Die nördlich gelegene St.-Petri-Klosterkirche und die Nähe des damaligen Wirtschaftshofes der Mönche vom Agneten-Kloster, der im 13. / 14. Jahrhundert errichtet worden sein könnte - ein Gebäude im Bollmanschen Grundstück erinnert noch heute an diese Zeit - hat wohl die Menschen zur Besiedlung ermutigt. Linker Hand im Bild sind Teile der alten Klostergartenmauer zu erkennen. Das Gelände gehörte zum gegenüberliegenden Grundstück von Herbert Scherping Scherping anne Strate. Das Wohnhaus weist sehr schöne Jugendstilelemente auf. Sein Schicksal ist derzeit ungewiss, denn der zugehörige Hof wurde bereits abgerissen.

SS. Durch Heirat, Zukauf oder Erbschaft kam es früher zum Entstehen von Doppelhöfen. Das nachfolgend beschriebene Grundstück in der Dorfstraße ist vor einigen [ahren abgerissen worden. Dieses Torhaus ist sehr wahrscheinlich vor 1 8 00 erbaut worden, denn das riesige Holztor ließ ein Einschussloch einer Feuerwaffe aus der französischen Besatzungszeit erkennen. Fritz Scherping, dem dieser Doppelhof gehörte, erzählte mir von der Eifersucht eines napoleonischen Soldaten, der um ein Mädchen des Ortes geworben hat und mit derTat seinen Rivalen aus dem Dorf beseitigen wollte.

56. Das zweite, sehr wahrscheinlich jüngere Wohnhaus war durch einen hohen Torbogen mit dem Torhaus verbunden worden und stellte so einen Doppelhof dar, der dem Gemeindekrug ehemals gegenüber lag. Rechterhand im Vordergrund ist das Torhaus dieser Schänke erkennbar. Es wurde nach einem großen Brandgeschehen in Olvenstedt 1657 wiederaufgebaut und war damit der älteste Teil des späteren erweiterten Gasthofes Zum Schwarzen Adler von Emil Scherping.

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