Oppenheim in alten Ansichten Band 2

Oppenheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr.jur. Martin Held und Dr.jur. Karl Heyden
Gemeente
:   Oppenheim
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6432-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oppenheim in alten Ansichten Band 2'

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39 Die Weinlese war lange Zeit eine sehr arbeitsintensive Tätigkeit. Die Trauben wurden von Hand gelesen, in Eimer geworfen, in eine Butte geleert, vom Buttenträger aus der Zeile zum Weg getragen, in einen Trichter geschüttet und mit der Hand in eine Bütte gemahlen. Die Maische (gemahlene Trauben) wurde dann eimerweise hoch in ein Ladfaß gehoben und von dort drei- bis vierhundertliterweise mit dem Pferd in das Kelterhaus gebracht. Dort wurde das Faß schräg hochgehievt, damit die Maische in eine Bütte laufen konnte, von wo sie wieder mit Eimern auf die Kelter umgeschöpft wurde. Welch eine Mühsal damals - heute fährt ein Voll-

ernter durch die Zeilen. Das Foto zeigt Mitarbeiter des Weinguts Sandel- nebst Soldaten als Erntehelfer - mit Traubenmühle und Ladfaß in der Lage 'Steig' an der Straße nach Dexheim (1944).

40 Ende der Lese. Das Weingut Sandel (Wormser Straße 41, heutc ' Alt -Oppenheim') hat am 24. Oktober 1929 die Weinlese beendet. Auf dem Bild ein geschmücktes Ladfaß mit Pferd.

41 Die Leser sind in den sogenannten Dalberger Hof (von Frowein, später Prinzessin Eberwyn zu Bentheim, heute Machwirth) nach Hause gekommen. Im Vordergrund die zugedeckten Bütten, in die die Maische kam. Auch die Herrschaft zeigt sich zum Herbstende für den Fotografen. Das Bild stammt vom Ende der dreißiger [ahre, mittlerweile wird eine Hakenkreuzfahne mitgeführt.

42 Verständlicherweise wurde selten versäumt, das frohe Bild des Herbstendes im Bild festzuhalten. Die meisten Oppenheimer Weingüter haben noch eine Vielzahl derartiger Erinnerungsstücke aufbewahrt. Hier noch zwei Bilder (vgl. auch Bild Nr. 43) aus dem Weingut Baumann, eines von 1929 - im Hintergrund der Wingertschütz mit seiner Pistole.

43 Und hier ein Bild aus den dreißiger [ahren, aufgenommen vor dem Haus in der heutigen Friedrich-EbertStraße.

44 Drei Keltern und fünf Männer wurden im Weingut Baumann benötigt, um die Trauben zu keltern und den Most in die Keller zu pumpen. Heute erledigt dies eine Kelter mit einem Mann, wobei außerdem der Most schon sofort filtriert wird, bevor er zur Gärung ins Faß kommt.

4S Mit einem sogenannten Erntedankschiff fuhren die Küfer im Herbst 1933 - wie früher im Mittelalter die Marktschiffe - aus dem Oppenheimer Hafen Richtung Mainz. Man wollte für den Oppenheimer Wein werben. Die Fässer auf dem Schiff waren von Girlanden umgeben. Zusammen mit den großen Stadtfahnen ergab dies ein prächtiges Bild. Auf der Hafenwiese im Hintergrund erkennt man viele Gänse; im Vordergrund ein Vierer mit Steuerfrau des Oppenheimer Ruderclubs.

46 Die jüdischen Einwohner von Oppenheim waren weitgehend integriert. 1864 wurde die neue Synagoge eingeweiht. Wie sich aus dem hier abgedruckten Programm der Einweihungsfeier ergibt, wurde hierzu ein Festzug (durch die Wormser- und Krämerstraße über den Markt zur Rathofstraße, wo die Synagoge stand) und ein Festball für die ganze Bevölkerung veranstaltet. Die feierlich von der ganzen Stadt eingeweihte Synagoge wurde dann am la. November 1938 (Verbrechen der sogenannten Reichskristallnacht) angesteckt und brannte ab. Welch ein Gegensatz!

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Das Programm zur Synagogen-Einweihung

47 Die geschlagenen deutschen Truppen - von der Westfront kommend - haben im November 1918 eine Pontonbrücke errichtet und ziehen mit Wagen, pferden und zu Fuß über den Rhein. Man sieht auf der gegenüberliegenden Rheinseite die Möbelfabrik Schwarz und den Anleger für die fliegende Brücke, den man aber für die Pontonbrücke nicht benutzte. Zur Geschichte des Rheinübergangs bei Oppenheim hat Walter Nohl einen längeren Aufsatz verfaßt (Oppenheimer Hefte 12, 1996).

48 Inflationszeit: Notgeld des Kreises Oppenheim. Auf diesem Eine-Million-Markschein, ausgegeben im August 192 3, ist das große StadtSekretsiegel aus dem [ahre 1433 abgebildet. Wie aus der Nummer ersichtlich, wurden von diesem Geldschein wahrscheinlich 100.000 Stück gedruckt; man hat

also Geld im Wert von 100.000.000.000 Mark in Umlauf gebracht. Die Behörden und Druckereien konnten gar nicht so schnell neue Banknoten drucken, wie der Wertverfall des Geldes vor sich ging.

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