Oranienburg in alten Ansichten Band 2

Oranienburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hans Biereigel
Gemeente
:   Oranienburg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5316-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oranienburg in alten Ansichten Band 2'

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9. Zum Heim gehörte immer eine kleine Kapelle für die etwa 100 Insassen katholischen Glaubens. Die Kapelle ist 'Johannes dem Täufer' geweiht. Regelmäßig finden auch heute noch katholische Gottesdienste an diesem Ort statt.

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10. Die im Jahre 1893 gegründete 'Vegetarische Garten- und Obstbaukolonie Eden' im Westteil der Stadt Oranienburg entwickelte sich in kurzer Zeit unter den Händen der fleißigen Kolonisten von einer Sandfläche in fruchtbringende Gärten. Das gemeinschaftliche Siedlungsgelände von 2 800 Quadratmetern wurde in Heimstätten von 40 mal 70 Metern aufgeteilt. Etwa 30 000 Zentner Dungkehrricht schleppten die ersten Siedler in Tragegestellen auf den losen Sandboden. Berliner Mist vermischt mit Kraft und Schweiß brachte die höchsten Erträge. Anfangs bespöttelten die Oranienburger die Vegetarier in Eden als 'Kohlfresser am Rande der Stadt'. Doch als sie sahen, was auf dem einstigen Sandboden zu ernten war, wurden die Oranienburger ruhiger und achtungsvoller .

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11. Tages Arbeit - abends Gäste, saure Wochen - frohe Feste; das war eine der Devisen der Siedler von Eden. Besonders beliebt waren die Früh1ings- und Erdbeerfeste.

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12. Im Jahre 1904 beschlossen die Edener Siedler eine Geschäfts- und Gemeindeordnung, in der humane und soziale Grundsätze formuliert waren, die beispielhaft nicht nur für die Gründerjahre wirkten. So hieß es in dieser Ordnung: 'Jedes Gemeindemitglied hat eingedenk zu sein, daß die Kolonie Eden nicht nur eine Produktivgenossenschaft zur Erzielung materiellen Gewinns ist, sondern in erster Linie gegründet wurde , um ein Sammelpunkt sittlich strebender Menschen zu sein. Eine bestimmte und ausschließlich gültige, den einzelnen bindende Weltanschauung oder wissenschaftliche Doktrin oder ein Parteiengrundsatz sollen auf Eden nicht herrschend sein.'

13. Die Mitglieder der Obstbaukolonie in Oranienburg-Eden schenkten der Erziehung und Bildung ihrer Kinder große Aufmerksamkeit. Mit sieben Kindern wurde bereits 1897, vier Jahre nach der Gründung der Eden-Genossenschaft eine Privatschule eröffnet. Ein Jahr später folgte für die jüngeren Kinder ein Kindergarten. Im Bild: Edener Kinderschau 1898.

14. Im Jahre 1885 verlagerte DL Heinrich Byk seine chemische Fabrik von Oranienburg. 1896 wurde der Betrieb in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Eine weitere Verschmelzung fand 1920 mit den Guldenwerken statt. Unter der Bezeichnung Byk Guldenwerke Chemische Fabrik AG Oranienburg wurde eine breite Palette an chemisehen Synthesen hergestellt. Insbesondere spezialisierte sich der Betrieb auf pharmazeutische Produkte zur Heilung von Atemerkrankungen und grippalen Infekten. Ferner wurden harntreibende und herzstärkende Mittel hergestellt. In einern zweiten Betriebsteil wurden fotografische Papiere gefertigt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb völlig zerstört. In der DDR wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Seit 1991 gehören die Oranienburger Pharmawerke zur Altana A. G. Bad Hamburg von der Höh. Im Hintergrund des Fotos die Byk-Gulden AG mit den Werken I und II (um 1930).

15. Die Byk-Guldenwerke beschäftigten in ihren Werksabteilungen viele weibliche Mitarbeiter. Die Anzahl der Arbeiter betrug im Jahre 1901 im Durchschnitt 120 Personen. Im Bild: Arbeiterinnen in der Tablettenabfüllabteilung.

16. Die Luftaufnahme aus dem lahre 1930 zeigt die Anlage des ältesten chemisehen Betriebes der Stadt. Als Nachfolgerin der Chemisehen Produktenanstalt, in der Prof.Dr.Dr. Runge seine weltbekannten Entdeckungen machte, hatte die Chemische Fabrik Oranienburg AG im Bereich des sogenannten Mühlenfeldes ihre Betriebsanlagen. Die Hauptproduktion des Betriebes war Schwefelsäure, hergcstellt aus Schwefelkies, der aus Norwegen und Spanien irnportiert wurde. Der Betrieb beschäftigte um die lahrhundertwende im Durchschnitt 160 Arbeitnehmer. Der Betrieb stellte seine Produktion nach 1945 in Oranienburg ein.

Oranienburg

Eleklriciläls' und Wasserwerk

17. Im Jahre 1895 gründete die Firma Ebel und Co die Oranienburger Elektrizitäts- und Wasserwerke AG. Die in der heutigen Heidelberger Straße befindlichen Betriebsanlagen erfuhren im Verlaufe der zwanziger Jahre eine Veränderung. Da das E-Werk nicht mehr den technischen Anforderungen entsprach, wurde es im Jahre 1929 demontiert und als Zählerreparaturwerkstatt und Elektrisches Prüfamt umgebaut. Als Zählerprüfamt Nr. 14 erfolgten die Reparatur und die Prüfung von Zählern für das damalige Land Brandenburg. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Betrieb fast völlig ausgebombt. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau. Seit 1991 gehört das Oranienburger Zählerreparaturwerk mbH zur Deutschen Zählergesellschaft.

18. Jette war eine Originalfigur in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als man die Fahrten von Oranienburg nach Berlin noch mit dem Pferdeomnibus für zehn bis fünfzehn Silbergroschen durchführte. Jette, das war die Tochter des Fuhrunternehmers Bath aus Oranienburg, welcher ab 1849 Fahrten in die nähere und weitere Umgebung durchführte. Nach dem Tod des Vaters übernahm die Tochter Jette das Geschäft. Wollte jemand mit ihrem Bus mitfahren und fragte: 'Warm fahren wir?', so kam von ihr die Antwort: 'Warm wir fahren, weeß ick nich, ick weeß bloß, wann ick fahre.' 'Und wann ist das?' 'Wenn icke fertig bin. Steigense man immer rin in de Ommdebus, und wartense, bis et losjeht.' Über die Oranienburger Jette gibt es viele nette kleine Geschichten. Die abgebildete Zeichnung stammt von einem unbekannten Grafiker aus dem Jahre 1923.

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