Oranienburg in alten Ansichten Band 2

Oranienburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Hans Biereigel
Gemeente
:   Oranienburg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5316-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oranienburg in alten Ansichten Band 2'

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59. In der Waldstraße 38 befanden sich in den zwanziger Jahren mehrere kirchliche Vereine unter einem Dach. Unter der Bezeichnung 'Immaculatahaus' sollten vor allem weibliche Jugendliche aus der Hauptstadt Berlin Hilfe erhalten. Heute befindet sich in diesem Haus die Musikschule ' Alfred Schmidt-Sas'.

60. Im ehemaligen Gut 'Annagarten', nahe dem Ortsteil Tiergarten, wurde am 1. Juli 1926 ein Heim des Deutschen Gemeinschafts-Diakonie-Verbandes seiner Bestimmung übergeben. Die Heimbewohner waren anfangs junge Frauen und Mädchen aus Berlin, die aus besonderen Umständen heraus straffällig geworden waren und denen ohne Strafvollzug der Weg in das normale bürgerliche Leben geebnet werden sollte. Später änderte das Heim seinen Charakter, es blieb jedoch immer in Obhut des Deutschen Diakonie- Verbandes. Im Bild: das Haupthaus, inmitten einer Parkanlage gelegen.

61. Eine Gruppe Diakonissen-Schwestern des Heimes 'Annagarten' im Jahre 1930. Die Schwestern waren in erster Linie Lehrerinnen. Sie unterrichteten die Heimbewohner in mehreren theoretischen Fächern wie Deutsch und Buchführung sowie im praktischen Unterricht der Hauswirtschaft und Krankenpflege. Es waren und sind gütige, hilfsbereite und hingebungsvolle Frauen, die sich ein Leben lang als Schwestern verpflichteten.

62. Kehren wir noch einmal zum Stadtteil Oranienburg-Eden zurück. Eine Luftaufnahme zeigt die sauberen und gepflegten Grundstücke und Gärten der Mitglieder der Edener Genossenschaft. Eine wahre Freude, die wie mit einern Lineal gezogenen Abgrenzungen der Siedler aus anderer Sicht zu bewundern.

63. Ein vielseitiges kulturelles Leben, verbunden mit aktiver Sclbstbetätigung, war in den zwanziger Jahren in der Edener Siedlungsgenossenschaft zu verzeichnen. Frühlingsfeste der Jugend waren bei der heranwachsenden jungen Generation besonders beliebt. Im Bild sehen wir den in Eden traditionellen Umzug der Kinder und Jugendlichen, mit dem sie den Frühling begrüßten. Unter der Fahne mit dem Wappen von Eden marschierten sie singend durch Eden.

~nna Rubner- zu Beginn i hr-e e Künster-laufbahn.

64. Seit 1915 wohnte die Schauspielerin Anna Rubner in Oranienburg-Eden. Ihr bürgerlicher Name war Anna Juliane Marianne Szombathy. Geboren am 26. September 1883 in Wien, besuchte sie die Schauspielakademie und stand im Jahre 1903 zum ersten Mal auf der Bühne. Die 'Bretter, die ihr die Welt bedeuteten', bestimmten ihr weiteres Leben. In Oranienburg-Eden gründete sie die 'Edener Heimatbühne' , ein Laientheater, das nicht nur in Oranienburg bekannt war. Mit ihren hervorragenden schauspielerischen Fähigkeiten begeisterte sie im Laufe der Jahrzehnte Hunderttausende von Menschen aus allen Teilen Deutschlands. Den Menschen Freude und Entspannung zu bringen, war ihre Lebensmaxime, weiches ihr auch in schwerer Zeit gelang. Am 21. April 1968 verstarb sie in Oranienburg.

65. Im Jahre 1919 wurde in Oranienburg-Eden die erste Kulturwoche durchgeführt. Ausstellungen der in Eden lebenden Berufs- und Laienkünstler fanden das Interesse zahlreicher Besucher. Die Werke des Edener Bildhauers Wilhelm Groß ragten bei diesen Ausstellungen besonders hervor. 'Edener Köpfe', so nannte der Bildhauer Groß die im Foto zu sehenden Plastiken von Edener Zeitgenossen.

66. Den älteren Einwohnern von Oranienburg und Umgebung wird das Gut oder das spätere 'Schloß FriedenthaI' noch in guter Erinnerung sein. FriedenthaI konnte dabei auf eine jahrhundertlange Tradition verweisen. 1873 erwarb der Berliner Bankier Pinkuß das Schloß FriedenthaI in der im Foto zu sehenden Form. Nach Innenmodernisierung und Gestaltung verblieb es bis 1922 in Familienbesitz. 1922 erfolgte ein Besitzwechsel, dem in den folgenden Jahren weitere folgten. Das Schloß war von einem schönen Park mit prächtigem altem Baumbestand umgeben. In der Nazizeit war im Schloß FriedenthaI ein Sonderkommando der Gestapo sowie eine Schule zur Ausbildung von Agenten untergebracht. Im April 1945 sprengten SS-Einheiten das Gebäude.

67. In Friedenthal gab es jedoch nicht nur das Schloß. Das Leben zeigte sich auch von seiner Schattenseite. Die Armut war in vielen Familien zu Hause. Die Sorge um das tägliche Brot, die Zukunft und Sicherheit ließen manchen Bürger schneller alt werden. Was wird sie wohl denken, die durch Arbeit frühzeitig altgewordene Frau aus Sachsenhausen? Oft war die soziale Sicherheit und Absicherung in den zwanziger Jahren nurein Wunschtraum vieler älterer Menschen.

Sachsenhausen (Nordbahn)

68. Sachsenhausen - die auf Veranlassung Friedrich Il. gegründete 'Spinnerkolonie' entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer Gemeinde am Rande der Stadt. Mit etwa 2 500 Einwohnern zählte sie zu den größeren Dörfern im Kreis Niederbarnim. Umgeben von Wasser und Wald war es Anziehungspunkt vieler Wanderer und Erholungsuchender .

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