Oranienburg in alten Ansichten Band 3

Oranienburg in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Hans Biereigel
Gemeente
:   Oranienburg
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5874-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oranienburg in alten Ansichten Band 3'

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EINLEITUNG

Mit dem vorliegenden Band 3 'Oranienburg in alten Ansichten' wird die Vorstellung der Stadtgeschichte in Bildern beendet. Zu Ende geht die Reise durch die keineswegs friedlichen Jahrzehnte vergangener Zeiten. Vieles von dem, was auf den Fotos zu sehen ist, lebt oft nur noch in der Erinnerung der Kinder-Enkel und Urenkel. Manches wurde vergessen.

Einen stürmischen Aufschwung in der industriellen Entwicklung gab es im Stadtgebiet nach der letzten Jahrhundertwende. In der 'Rungestadt' wie sie von manchen Einheimischen liebevoll bezeichnet wird, dominierte die Chemische Industrie. Neben der Chemisehen Produktenfabrik nahmen die Pharmazeutischen Werke Byk-Gulden und die Auerwerke einen bedeutenden Platz ein. Im Jahre 1919 gab es in der Stadt 14 chemische Unternehmen. Weitere Betriebe der mittelständischen Industrie, der Metall- und Druckereibranche siedelten sich an.

Eine Stadt der Schulen wurde Oranienburg genannt. Im Mittelpunkt stand das 'Königliche Lehrerseminar' welches im Schloß sein Domizil hatte. Darüber-

hinaus gab es die Gärtner- und Hauswirtschaftsschule in der Germendorfer Allee.

Neue Stadtteile entstanden, besonders rechtsseitig der Havel. Das Industrieviertel konzentrierte sich entlang der Lehnitzstraße in südlicher Richtung und der Mühlenstraße (heute Sachsenhausener Straße) in nördlicher Richtung. Oranienburg-Neustadt begann sich hinter der Eisenbahnbrücke östlich und nördlich auszubreiten. An den Ufern und am Lehnitzsee und der sich anschließenden Waldgebiete entstand ein Juwel des Tourismus.

Ein vielseitiges kulturelles und sportliches Leben bildete sich nach dem Ersten Weltkrieg im Stadtgebiet heraus.

In Sport- und Jugendbünden, in Theatervereinen und sonstigen Interessengemeinschaften pflegte man nach Feierabend oder am Wochenende seinen Hobby nachzugehen. Zahlreiche Krieger-Reservisten und Schützenverbände hatten sich, oftmals nicht nur, den Traditionen verschrieben.

Das Zusammenleben der Menschen erfuhr Ende der

zwanziger Jahre eine Zuspitzung. Der Naziterror breitete sich in Oranienburg und Umgebung aus. Provokationen und blutige Schlägereien störten die 'Ruhe der Bürger', Politische Demonstrationen, Lebensmittelkrawalle, steigende Arbeitslosenzahlen, hungernde und frierende Obdachlose radikalisierten das Leben in der Stadt und der Umgebung. Die unmittelbare Nähe zur Hauptstadt Berlin tat ein übriges.

Aus mehreren Gründen (die an dieser Stelle nicht genannt werden sollen) gelang es nicht die Naziherrschaft zu verhindern. Der Name Oranienburg wurde einer der meistgehaßtesten Städtenamen der Welt. Aus der ehemaligen märkischen Idylle am Lehnitzsee wurde die KZ Stadt und der Standort für eine immense Rüstungsproduktion. Fast eine viertel Million Menschen aus allen Ländern der Erde wurden in den Jahren 1933-1945 innerhalb der Stadtgrenzen gefangengehalten.

Weit über 100 000 von ihnen verhungerte, wurde erschossen oder vergast. Sachsenhausen wurde zum In-

begriff des Grauens und des Todes.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Stadtgebiet zu 70% durch Bombenangriffe der Alliierten zerstört. Hunderte Männer, Frauen und Kinder starben im Bombenhagel. Die Menschen in der Stadt verbrachten die letzten Tage des Krieges in Kellern oder anderen provisorischen Schutzräumen. Am 24. April 1945 wurde die Stadt von Truppen der Roten Armee und der polnischen Armee besetzt und von der Nazidiktatur befreit.

Hoffnungslosigkeit und demokratischer Neuanfang bestimmten das Denken der Menschen. Oranienburgs 'alte Ansichten' gingen und gehen damit zu Ende.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle den Damen Frau Collins und Funck, sowie den Herren Röhm, Senger und Schröder, die mir Fotos und Postkarten zur Verfügung stellten.

1. Das Bildnis der Wiederbegründerin der Stadt nach dem Dreißigjährigen Krieg, der brandenburgischen Kurfürstin Luise Henriette, Tochter des niederländischen Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien. Die am 17. November 1627 in Den Haag geborene und am 18. Juni 1667 in Berlin verstorbene setzte sich mit der Namensgebung von Oranienburg ein immerwährendes Denkmal.

2. Hauptportal der ehemaligen königlichen Residenz von Oranienburg. Der spätere erste Preußenkönig Friedrich 1. ließ das Schloß Ende des 17. Jahrhunderts ausbauen und erweitern. Zum Gedenken an seine Mutter, Luise Henriette, wurde die folgende Inschrift angebracht die noch heute zu lesen ist. Sie lautet in deutsch: Dieses von der besten Mutter, der Prinzessin Luise von Oranien erbaute und durch den Namen ihres Geschlechts ausgezeichnete Schloß, hat Kurfürst Friedrich IJl. zum Gedächtnis seiner Mutter erweitert, geschmûckt, vermehrt. 1690.

3. Ungefähr 250 Jahre später residierte im Schloß Oranienburg die SS-Totenkopf-Standarte 'Brandenburg'. Das Schloß war zur SS-Kaserne geworden und war laut Adreßbuch des Jahres 1936 Sitz des Konzentrationslagers Oranienburg.

Allee im Schloßpark

4. Der Schloßpark hat im Laufe der Jahrhunderte viele Wandlungen durchgemacht. Aus dem ehemaligen Kunstpark entwickelte sich ein Naturpark, in dem die Pflanzenwelt des Laubwaldes angesiedelt ist. Die kleinblättrige Winter- und die großblättrige Sornmerlinde, die Winter- und die Sommereiche und die Rotbuche sind die am häufigsten vertretenen Bäume des Parks.

5. Eines der ältesten Gebäude im Schloßpark ist die Orangerie. Der eingeschossige Putzbau entstand in den Jahren 1754/55 als 'neue Orangerie'. Bis 1789 diente das Haus als Pulvermagazin, im 19. Jahrhundert war es Turnhalle des Lehrerseminars und nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweilig Notbehelfskirche der evangelischen Kirchengemeinde. Noch steht es einsam und verlassen da, vielleicht findet sich ein Investor, der das Haus zu neuem Leben erweckt.

6. Neben dem Schloßplatz 5 befand sich das Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr, das 1894 erbaut wurde. Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1872 gegründet und war damit die älteste des früheren Kreises Niederbarnim. Im Hintergrund das 'Blumentalsche Haus'.

7. Eine von vielen Ansichten des Schloßplatzes, war die des ehemaligen Rathauses (1711) und späteren Hotels und Restaurants. An der linken Seite beginnt die Berliner Straße, während rechts vom Hotel die Breite Straße zu sehen ist.

8. Das Schloß als Hintergrund war und ist eines der beliebtesten Motive für Berufs- und Laienfotografen. Auch die im Paradeuniform angetretene Formation der Oranienburger Schützengilde wählte sich dieses Motiv. Die Schützengilde Oranienburg konnte auf eine jahrhundertelange Tradition verweisen, denn bereits im Jahre 1703 wurde sie gegründet.

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