Orsoy in alten Ansichten Band 1

Orsoy in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Heinz Janssen
Gemeente
:   Orsoy
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3128-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Orsoy in alten Ansichten Band 1'

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69. Das Ergebnis der Reeherehen zu diesem Bild war außerst dürftig. Die 'Tunca-Höhle' soll um die Jahrhundertwende ein Klub von Junggesellen gewesen sein, die sich des ungebundenen Lebens erfreuten und deshalb auch verpflichtet hatten, nicht vor dem vierten Lebensjahrzehnt zu ehelichen. Wer waren sie? Wo oder was war ihre Höhle? Mutmaßungen bringen sie mit einer Straußwirtschaft in Plank in Verbindung, wo im Sommer ein teuflischer Stachelbeerwein ausgeschenkt wurde, der die frohen Zeeher nach Verlassen des Lokals in der kühlen Nachtluft reihenweise hinrnähte. Aber, wer erinnert sich daran?

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70. Als sich der Rhein 1668 bei Eisgang und Hochwasser weiter östlich ein neues Bett grub, wechselte das Mehrumer Grind von der rechten auf die linke Rheinseite. Das Gebiet blieb aber klevisch und schnitt das kurkölnische Rheinberg vom Strom ab. Weshalb das wie ein Knubbel am Orsoyer Schwänzchen hängende Stück Land in der Folge nicht zu Orsoy-Stadt kam, sondern eine Kleinstgemeinde mit rund fünfzig Einwohnern wurde, ist nicht bekannt. Unser Bild zeigt die Landgaststätte Wardemann bei Hochwasser, gern besuchtes Ziel für Spaziergänger, Camper und Kanuten. Bei den Scheunenfesten ging es manches Mal hoch her und es wurde viel darüber gelästert. In den letzten Jahren ist diese Idylle mit den Plänen zur Industrialisierung des Orsoyer Rheinbogens in die Schlagzeilen der deutschen Presse geraten.

71. Eng und vielfältig waren die Beziehungen zwischen der Bürgermeisterei Budberg mit den Landgemeinden Budberg, Eversael und Vierbaum und der Stadt. Von 1852 bis 1901 verwaltete der Bürgermeister von Orsoy auch Budberg, von 1820 bis 1959 bestand eine Kassengemeinschaft, kirchliche Zusammenhänge und Schulverbände vertieften diese Bindung. Die Postkarte aus der Zeit um die Jahrhundertwende zeigt neben der Kirche mit dem alten Schulhaus und Schloß Wolfskuhlen (noch mit den zerstörten Wirtschaftsgebäuden) das alte, 1932 abgebrannte Pfarrhaus am Krähenkamp und das gegenüber der Gaststätte Steinhoff gelegene Haus Kirches mit der Inschrift 'Kolonialwaren, ... , Maschinen-Bäckerei und Restauration zu den drei Linden von Karl KirchesBillard-'. Als das Haus am 26. März 1931 abbrannte (oder 'auf'brannte, wie man früher in feiner Unterscheidung sagte), soll ein Nachbar, dem der erste Qualm auffiel, gesagt haben: 'Et stenkt wä11 döchteg noor Petroleum, mär et weU wäll noch nit richteg branne.' Doch bald schlugen die Flammen zum Dach heraus und der Feuerwehr blieb nicht viel mehr zu tun.

Lagerl'la!- ~

~ ~ Budberg ~ ~

Sahnhor

72. Diese Postkarte läßt sich zeitlich genau einordnen, sie muß im Jahre 1910/11 gemacht worden sein. Am 7. Juli 1910 wurde nämlich die Kreisbahn Moers-Rheinberg nebst Bahnhof Budberg feierlich eingeweiht und im gleichen Jahr baute, wie auf dem Spruchband zu lesen ist, der 'Budberger Darlehnskassenverein e.Gvm.u.Hc-Raiffeisenscher Organisation' sein erstes Lagerhaus mit Gleisanschluß, das, anders als heute, zur Bahnseite ausgerichtet war. Am 28. Juli 1911 schließlich brannte die Mours'sche Dampf- und Windmühle aus und mußte in der Folgezeit ohne Flügel auskommen. Aus dem Mühlenstumpf aber wurde 1949 eine der reizvollsten neuen Kirchen am Niederrhein, die Marienkirche.

In 't Feld de Sonn grellt hett as Fûûr, Dat sûûte Hööj mott in de Schüûrl Wat hitt door Schweet? Packt aan, on gaul Et ös Sommerdag nau!

(Otto Haus)

Nachernte am alten Heesenhof in Budberg. Bauer und Bäuerin laden die sorgfältig gerechten Ähren auf die Schlagkarre mit dem kräftigen 'Belgier' davor. Schwarzbunte und Pferde grasen auf fetten Weiden, Pappeln wiegen sich im Wind-Niederrhein!

74.

Des Sonntags in der Morgenstund, wie wandert sich so schön

am Rhein, wenn rings in weiter Rund die Morgenglocken gehn.

Dies, eines der schönsten Rheinlieder, paßt so recht zu unserem Bild von der alten Rheinpromenade aus dem Jahr 1908. Weit geht der Bliek über den silbernen Strom bis zum unendlichen Horizont.

75. Dieses Bild von 1910 soll an die Fotografen Peter Dahlschen und Theodor Wellige erinnern, die so viele Aufnahmen aus der alten Zeit hinterlassen haben, Dank auch an Ingrid Dahlschen und Theo Rüsenberg, die dem Stadtarchiv weit über hundert dieser alten Schätzchen überließen. In dem Haus in der Egerstraße (heute Bäckerei Schmitt) betrieb Th. Wellige neben seinem Haushaltwarengeschäft auch einen Postkartenverlag. Alte Mitbürger erinnern sich an ihn noch als Wirt des 'Alten Zol1hauses'. Dank auch an den Verein '700 Jahre Orsoy e.V.', der die Herausgabe dieses Bandes durch sein Engagement ermöglicht hat.

76. Ein stimmungsvolles Abendbild vom Rhein mit dem Aalschokker und Orsoy im Hintergrund schließt den Bilderreigen, Noch ein Wort zur Auswahl. Es wurde bewußt darauf verzichtet, noch erhaltene Gebäude wie das Rathaus und den Mühlenturm oder häufig abgebildete wie das Kuhtor einzubeziehen. Im Text basiert vieles auf Hörensagen. Es sind sicher auch einige Fehler drin, Freuen Sie sich, wenn Sie einen finden. Das Bändchen soll Erinnerungen wachrufen und den Neubürgern die neue Heimat näherbringen. Wenn es darüber hinaus den Lesern Freude gemacht hat, hat es seinen Zweck erfüllt,

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