Oschersleben in alten Ansichten Band 2

Oschersleben in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Joachim Wullstein
Gemeente
:   Oschersleben
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6278-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oschersleben in alten Ansichten Band 2'

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1 9 Auch ein nach den bekannten Erfahrungen, sich regen bringt Segen, geführtes Geschäft aus den zwanziger [ahren: Theodor Iffland, Kolonialwaren, Wein- und Zigarrenhandlung, Halberstädter Straße 26, Ecke Kornstraße.

20 Unsere Innenstadt, belebt wie eh und je, etwa um 1930. Ein Einspänner ist sicher zu Einkäufen und Amtswegen in die Stadt gefahren. Das Auto, ein Hanomag mit Klappverdeck und IM als damaligem Oschersleben Kennzeichen. Den Rollwagen der Speditionsfirma Otto Winkelmann ziehen zwei schmucke, aus einer Zirkuskonkursmasse erworbene Schecken. Außer Hugo Gehler hier in der Halberstadter Straße 88 gab es 1930 noch 26 Bäckerläden in Oschcrsleben.

21 Ein Bild von derVorburg am Nickelkulk, seit 1648 kurfürstlich brandenburgische Domaine, Die Firma Wrede kaufte das Gut 1890, daß sie seit 1869 schon gepachtet hatte. Die bis zur Enteignung 1945 wirtschaftende Gebrüder DippeA.G. kaufte die gesamteAnlage 1920. Das Herrschaftshaus mit Wintergarten wurde 1662 errichtet. Letzter Oberinspektor war bis 1945 Franz Günther, vcrantwortlich für 1190 ha Land mit dazugehörigen Gebäuden, Maschinen und großem Viehbestand.

22 Das steinerne Wappen am jetzigen Frauenhaus, der Kernburg. Es kennzeichnete ursprünglich die Besitzverhältnisse am Grauen Haus, einem Schloß, daß sich KardinalAlbrechtV von Brandenburg, zugleich Erzbischof von Magdeburg und Mainz, Administrator von Halberstadt, 1545 hat bauen lassen. Der Hut über dem Kreuz mit den zehn Quasten an den Seiten deutet Rang und Würde eines Erzbischofs an. Das Schwert kündet von weltlicher und der Bischofstab von geistlicher Macht. Die Lilie in der linken oberen Ecke war Zeichen für Hoffnung und Schönheit. Im Wappen selbst symbolisieren verschiedene Fabelwesen und Figuren wie

Löwe und Adler, Greif und noch einiges die große territoriale Ausdehnung des Erzbistums.

23 Von der großen Bedeutung eines befestigten Platzes am Eingang in das Bistum Halberstadt von Norden zeugen noch die hier abgebildeten Sehenswürdigkeiten. Als das Schloß 1 896 abgerissen wurde und der heutige Kornspeicher erbaut wurde, ließ man die beiden gotischen Tûren, die Fenster und das Wappen hier wieder einbauen. DerTreppenturm blieb stehen. Die Ente links im Bild deutet den derzeitigen Dornröschenschlaf der Burg an. Vielleicht findet sich ein Ritter oder Freier, heute Sponsor genannt, der hier wieder für neues leben sorgt.

24 Halberstädter Straße 80. Das Haus von Bäckermeister Gustav Holland. Der Planwagen konnte noch ohne Strafmandat entgegen der Fahrrichtung links halten. Die Bäckergesellen haben mit dem darüber erkermbaren Aufzug sicher die zwei Zentner wiegenden Säcke mit Mehl nach oben gehievt.

25 Halberstädter Straße 58:

Im jahre 1927 Forsters Gasthof, später Löhnings Braunes Roß. SolcheAusspannmöglichkeiten wie hier auf dem Damme gab es damals noch zehn in Oschersleben. pferdehändler gab es zum Beispiel vier.

Gasthof zum Deu schen u. P erdehd g. von M Kra Oschersleben a d. B li:>.lbersûdter Strasse SS.

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26 Die Mühle an der Pierdebode; Halberstädter Straße 70. Das Bild berichtet von dem durch Mehlstaubexplosion oder Brandstiftung ausgelösten Großbrand. Die

erste Kunde von einer Mühle stammt schon aus dem Iahr 1468. Nach wechselvollem Schicksal kam in unserem Jahrhundert neben der Versorgurgung mit Mehl und Futtermitteln noch die Stromerzeugung, damals mit Gleichstrom hinzu. Bis etwa 1926, als die Mühle vom neuen Besitzer Alfred Spalke von Grund auf erneuert wurde.

Weit über Schersleben und Umgebung hinaus konnte jetzt Qualitätsmehle dieser Großmühle angeboten und verkaufen werden. Wieder später gelangte das bekannte KLAR EIS von hieraus in die damaligen Oschersleben

Kühlschränke. Schließlich wurde hier noch so mancher Zentner Weizen, mühsam in der Notzeit nach dem zweiten Weltkrieg zu sammen zu Mehl gemahlen.

27 Die alte Sannefóhrbrûklee. Das Flußbett der Bode änderte sich im Laufe der Iahrhunderte mehrmals. Auch die Espenlake deutet das noch an, obwohl sie heute hauptsächlich als Hochwasserschutz für die Stadt dient. Im Zuge der verschiedenen Bruchentwässerungen entstand auch die heutige Wasserführung bis an die Stadt heran. Die jetzige Eisenbetonbrücke an der Sanneföhr wurde von der Oschersleber Firma C. Schmidt gebaut und 1922 vom damaligen Landrat Heine feierlich eingeweiht.

28 Ein Teil der Breitenstraße in den zwanziger [ahren. Bis 1891 war es noch ein mit Abfällen übersäter Feldweg. Unter den Pappeln. Reste eines Abwassergrabens aus den Häusern des Brauwinkels und dem Ostteil der Stadt waren bis zum Anfang der dreißiger Iahre neben den Grundstükken Nr. 35 und 50 noch zu erkennen. In den Machtergreifungsjahren nach 1933 wurde die Straße nach dem damaligen Reichskanzler zur Adolf-Hitler-Straße, Nach zwölf folgenschweren [ahren sollte ein russischer Dichter, ein russischer Goethe, geehrt werden. Es ist jetzt die Puschkinstraße.

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