Oschersleben in alten Ansichten Band 2

Oschersleben in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Joachim Wullstein
Gemeente
:   Oschersleben
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6278-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Oschersleben in alten Ansichten Band 2'

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29 Die Breitestraße um 1900. Links das stattliche Gebäude gehört zu Eggerts Hof, einem im Iahre 1887 von einem Wilhelm Klinsmann erbauten Bauernhof. Auffállig ist noch mit welchem Aufwand hier die jungen Bäume geschützt wurden. Die Schuljugend um die [ahrhundertwende war sicher auch schon so unternehmenslustig und wußte nichts vom großen Wert der Bäume und von der Zerstörung der Urnwelt. Die kleinen Vorgärten an der rechten Seite der Straße sind durch den Materialbedarf irn Zweiten Weltkrieg und den veränderten Lebensgewohnheiten der Anwohner folgend, verschwunden.

30 Dieser Gedenkstein wurde zu Ehren des von 1871 bis 1890 regierenden Reichskanzlers Otto von Bismarck gesetzt. Es gab Ende der zwanziger Iahre den, ein Fahrrad beschleunigenden, Parkwächter 'Pappa Dies'. Wenn er, vom Kontrollgang durch den Wiesenpark kommend, an der Bodestraßenseite des Schulparks auftauchte, mußten seine zur Ordnung anzuhaltenden Subjekte sicherheitshalber den Park an der anderen Seite schon verlassen haben.

3 1 Die Volksschule, heutige Puschkinschule. Sie wurde 1896 gebaut, als Bürgerschule mit getrennten Klassen und Schulhöfen für Mädchen und Jungen. Hinter dem Staket lagen bis in die dretßiger [ahre noch kleine Gärten aus denen dann ein zweiter Schulpark wurde. Auch die Abdeckung der Schucke war noch lange zu erkennen. Der Fabrikschornstein gehört zu einer an der Bodestraße gelegenen Raffmerie. An den Fahnenmasten auf dem Schuldach flatterten zu besonderen Anlässen erst schwarzweiße und

. schwarzweißrote Flaggen. Das änderte sich im Laufe der [ahre immer wieder über die ro-

ten mit wechselnden Emblemen verzierten Fahnen bis zu heutiger Abstinenz.

Oschersleben

Bürgerschule

32 Schülerinnen des Iahrgangs 1924 beim Lehrer Weddige 1932 in der Volksschule, Eine Sitzordnung für begabte und weniger begabte Schüler gab es schon nicht mehr. Allzu Gesprächsfreudige wurden aber auseinander gesetzt. Schwätzer!

33 Die Steinernann'sche Schafberde in der Kornstraße. Auf dem Dach dieser Scheune des Landwirts Wehmeier, Ecke Untere Mauerstraße, lag [ahrelang ein Storchennest. Im Zweiten Weltkrieg wurde die ganze Straßenfront bis zu Kaufmann Brasche an der Mittelstraße durch Bomben zerstört.

34 Die Kornstraße, ganz früher Kalandstraße, Die christliche Kalandsbruderschaft hatte im 13. jahrhundert schon alte und kranke Menschen gepflegt. Auf diesem Gelände wurde 1828 das hier abgebildete Schulgebäude, Hausnr, 21, gebaut. Noch in den zwanziger jahren wurde es als Berufsschule genutzt. Auch befanden sich hier das städtische WoWfahrtsamt und. ein Kindergarten. Im Seitengebäude der Schulstraße wolmte der Hausmeister. Ganz rechts das Haus war das desWagenbau- und Schmiedemeisters Oskar ]oseph.

35 Das Haus des Schneidermeisters Franz Mittag. Dieser kleine Laden im Bild, gleich um die Ecke, in der KirchstraBe war aber der von 'Tante Mittag'. Ihr Pfennigkasten ist noch vielen ehemaligen Schulkindern in lebhafter Erinnerung. Aber auch die für den Ernst des Lebens in der Schule hier angebotenen Schreibwaren: Reehen- und Schreibhefte für nur zwanzig Pfennige. Die hier abgebildeten, heute kitschig wirkenden lackbilder zieren noch so manches Poesiealbum. Es sind aber Engelnachbildungen aus dem berühmten Bild der Sixtinischen Madonna von Raffael. Für weniger Anspruchsvolle gab es Lackbildchen mit Blumen oderTieren. Die Aus-

wahl war groß. Wer nicht so entschlußfreudig war beim Einkaufen, bekam eine Wundertüte verkauft.

36 Sackstraße 1, Bis 1933 war hier das Versammlungslokal der KPD, Milch holte man sich damals in eigenen Gefäßen, wie hier vorn Milchwagen, aus der Molkerei oder direkt vorn Bauern, Ein Verpackungsproblem gab es noch nicht Mit einer Glocke wurde die Verkaufsbereit schaft angezeigt Aber! 'Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie", oder fragen Sie. .. Ihren Milchmann.'

37 Der Brauwinkel. Im Hintergrund die Werkstatt von Klempner Bäthge. Das Eckhaus rechts davor gehört zu Gustav Schumanns, spater Erich Meyers Schmiede. Das helle Gebäude mit den Blumenkästen war das desTischlerrneisters Wilhelm Friedrich, Auch die Bewohner des Hauses Nr. 2 haben bestimmt auf ihre Weise mitgedreht am großen Glücksrad der Geschichte. Nr. 3 zeigt den Bäkker!aden von Meister Kar! Wegener, nicht zu verwechseln mit unserem gradlinigen Lehrer 'Kalle Wegener' aus der Volksschule. Links liegt das mit Schieferplatten benagelte Gebäude van Hubert Lübbe. Er hatte einen Kolonialwarenladen und einen mehr robu-

sten Leuten zusagenden Ausschank mit kleinera Saal. Auf ihm fanden dann desöfteren die gemütlichen, menschliches Zusammenkommen fördernden kleinen Bälle statt.

38 Das Bild eines Eisenbahnbanausen aus der Moltkestraße - heute HermannKrebs-Straße. Die doch damals schon sechzig Iahre bestehende Eisenbahntrasse wurde einfach durch die schick gekleideten beiden Damen im Vordergrund kaschiert. Dem General Feldmarschall von Moltke, Generalstabchef der preußischen Armee, dem neben den Muskaten von Sedan, der Sieg über Napoleon HL, Kaiser der Franzosen 1870/71 zu verdanken war, wurde hier ein Denkmal gesetzt. Ein Nachfahre Moltkes hatte enge Verbindung zu Verschwörern, die versuchten durch ein Attentat

auf Hitler arn 20. Juli 1944 eine Wende im Zweiten Weltkrieg herbeizuführen.

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