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Osterburg in alten Ansichten

Osterburg in alten Ansichten

Auteur
:   Corrie Hoche
Gemeente
:   Osterburg
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5432-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osterburg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Nähert man sich heute Osterburg aus der Ferne, so nimrnt zunächst der mächtige Turm der Nikolaikirche den Bliek gefangen. Im Vergleich zu anderen altmärkischen Städten fällt jedoch auf, daß Stadttore oder andere Teile der mrttelalterlichen Stadtbefestigung in Osterburg fehlen. Dennoch spielte unsere Stadt in früheren Jahrhunderten keine unbedeutende Rolle, zählte sie zu den sieben Immediatstädten der Altmark, hat auch sie eine reiche Vergangenheit, deren steinerne Zeugen jedoch mit Ausnahme der Nikolaikirche bereits im 18. und vor allem im 19. Jahrhundert wirtschaftlichen Notwendigkeiten weichen mußten. So wurde die Osterburger Stadtmauer, welche ganz aus Feldsteinen errichtet war, im Laufe des vorigen Jahrhunderts fast vollständig zur Gewinnung von Baumaterial zu Fundamentierungs- und Pflasterungsarbeiten abgetragen. Jedoch auch mangelndes Verantwortungsbewußtsein gegenüber den Hinterlassenschaften der Vergangenheit führte dazu, daß Osterburg heute nur noch wenig an älterer historischer Bausubstanz aufzuweisen hat.

Noch 1828, in einer Zeit, als sich in Deutschland nationales Gedankengut und Geschichtsbewußtsein verstärkt entwikkelten, wurde in Osterburg der Stendaler Torturm als letztes Glied der ursprünglich drei Tore und zwei Notpforten umfassenden Stadtbefestigung zum Abbruch verkauft. Die rege Bautätigkeit des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts trug das Ihrige dazu bei, der Stadt, die noch vor 150 Jahren ganz durch den Wiederaufbau nach dem verheerenden Stadtbrand von 1761 geprägt war, ein neues Gesicht zu geben. So wird das Bild der ehemaligen Breiten Straße heute durch zahlreiche Bauten aus der Zeit der Jahrhundertwende rnitbestimrnt. Im westlichen und südlichen Bereich der Stadt sind mit der Bismarker und der Stendaler Straße zwei Straßenzüge aus jener Zeit größtenteils in ihrem ursprünglichen Gesamteindruck erhalten.

In den vergangenen Jahrzehnten mußten viele kulturhistorisch wertvolle Gebäude Neubauten weichen, die sich

nur selten in das gewachsene Stadtbild einpassen.

Wollen wir uns in diesem Büchlein vorrangig der Zeit des ausgehenden 19. und der ersten Jahrzehnte unseres Jahrhunderts zuwenden, so scheint dennoch ein Rückblick auf die vorangegangene Geschichte der Stadt angebracht. Für Osterburg ein Gründungsjahr oder auch das genaue Jahr der urkundlichen Ersterwähnung anzugeben, ist nicht möglich. Die städtische Siedlung wird erstmals im Stendaler Markt- und Stadtgründungsprivileg Albrechts des Bären aus der Zeit zwischen 1151 und 1170 als 'urbs Osterburg' genannt. Der Name 'Osterburg' taucht aber berelts auch im Jahre 1157 auf, als Graf Werner IV. von Osterburg bei der Eroberung Brandenburgs im Gefolge Albrechts des Bären fällt. Die erste deutsche Burg 'Osterburg' , d.h. 'Burg im Osten', befand sich auf dem Gelände des BurgwalIs östlich des heutigen Stadtgebietes, zwischen Biese und Uchte. Über ihre Entstehungszeit geben die 1935-1937 durchgeführten Ausgrabungen Aufschluß. An der Stelle einer im 9. Jahrhundert angelegten slawischen Siedlung, eventuell auch eines Ringwalls, wurde in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts eine deutsche Burg errichtet, die sich zu einern Burgwardshauptort entwickelte und mit einern Grafensitz verbunden war. Westlich der Burg, im Bereich des heutigen Friedhofs, befand sich die ausgedehnte Burgsiedlung mit der ersten Osterburger Kirche , die dem Sankt Martin geweiht war (die jetzige Friedhofskapelle mit Bauresten aus dem 12. Jahrhundert). Die spätere Stadt Osterburg entstand dagegen Ende des 12., Anfang des 13. Jahrhunderts an der zur Hauptverkehrsader gewordenen Nord-Süd- Verbindung Stendal-Osterburg-Seehausen nahe des Bieseübergangs aus einer Kaufmanns- bzw. Gewerbesiedlung. Hier wurde Ende des 12. Jahrhunderts die Nikolaikirche als romanische Basilika errichtet (im 15. Jahrhundert zur gotischen Hallenkirche umgebaut). Im Bereich zwischen Burg- und Bergstraße und dem Großen Markt befand sich wahrscheinlich die zweite 'Osterburg'. während die alte Burg 1208 abgebro-

chen wurde. Die sich entwickelnde Stadt Osterburg erhielt im Laufe des 13. Jahrhunderts eine Stadtbefestigung. welche 1281 erstmals erwähnt wird, mit drei Toren: dem Stendaler, dem Seehausener und dem Alte-Stadt-Tor. Das älteste überlieferte Stadtsiegel stammt aus dem Jahre 1344.

1321 trat Osterburg dem ersten Schutzbündnis der altmärkischen Städte bei, im 15. Jahrhundert war die Stadt Mitglied der Hanse. Die sich herausbildenden Stadtrechte wurden 1348 durch den 'falschen Walde mar' erstmals nachweislich bestätigt, 1390 erhielt Osterburg von Markgraf Jobst das Stadtgericht mit allen Rechten und Einkünften.

In den folgenden Jahrhunderten nahm die Handwerker- und Ackerbürgerstadt eine aufstrebende Entwicklung. 1538 hielt Andreas Reine die erste evangelische Predigt in Osterburg und wurde 1541 erster evangelischer Diakonus. 1579 erschien das von dem Osterburger Pfarrer Christoph Entzelt verfaßte 'Chronicon der Alten Marck', womit er zum ersten Geschichtsschreiber der Altmark wurde. Zu jener Zeit umfaßte die Stadt mehr als dreihundert Häuser mit etwa 1 500 Einwohnern. 1608 erwarb die Stadt das Patronat über die Nikolaikirche, welches bis dahin zunächst dem Kloster Krevese und seit 1562 der Familie von Bismarck auf Krevese zugestanden hatte. Wie die gesamte östliche Altmark im Dreißigjährigen Krieg besonders stark betroffen, befand sich die Stadt Mitte des 17. Jahrhunderts im Niedergang. Lediglich 44 Feuerstellen waren 1644 noch vorhanden.

In der Folgezeit verharrte Osterburg in der Struktur einer ländlichen Kleinstadt, die Bevölkerung bildeten vorrangig Handwerker, Ackerbürger und einige Kaufleute. Selbst im Jahre 1820 gab es in Osterburg erst wieder 256 Wohnhäuser mit 1 691 Einwohnern. Jedoch erfuhr die Stadt während des 19. Jahrhunderts einen allmählichen Aufschwung. 1840 beherbergten 287 Wohnhäuser bereits 2238 Einwohner, 1871 zählte man 3518 Personen, 1895 mehr als 4500. Bereits 1816 war Osterburg Kreisstadt geworden. Durch die Anbindung an die Eisenbahn Magdeburg-Hamburg im Jahre 1849 und den Bau von Chausseen (Stendal- Wittenberge

1846, Osterburg-Bismark 1855) wurde für die Entwicklung des Gewerbes eine entscheidende Grundlage geschaffen. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts dehnte sich die Stadt im Zuge einer wachsenden Bautätigkeit besonders nach Westen und Süden aus, entstanden kleinere und mittlere industrielle Unternehmungen in enger Beziehung zur Landwirtschaft (Konservenfabrik, Blechwarenfabrik, Molkerei, Dampfmühle u.a.) und einige Ziegeleien. die den Bedarf an Baumaterial zeitweise kaum decken konnten. Als Marktzentrum für den ländlichen Raum fanden sich in Osterburg zahlreiche Gasthöfe und Hotels. Auch die 1859 erfolgte Verlegung des Königlichen Lehrerseminars nach Osterburg und die Einrichtung der Wolterstorffschen Lehranstalten seit 1863 brachten den Osterburgern durch Pensionatsbetrieb nicht unbeträchtliche Einnahmen.

Seit 1859 verfügten die Osterburger mit dem Doegersehen 'Osterburger Kreisblatt' über eine eigene Lokalzeitung, welche 1893 mit dem von Th. Schulz seit 1881 herausgegebenen Blatt zur 'Altmärkischen Zeitung - Osterburger Kreisblatt' vereinigt wurde, 1922 kam die 'Osterburger Zcitung' von A. Ronneburger als zweites Lokalblatt hinzu.

Einen enormen Aufschwung erlebte die Stadt Ende des vorigen und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In die Amtszeit des Bürgermeisters Hilliges (1888-1919) fielen bedeutende kommunale Bauten und Vorhaben und eine umfangreiche Gewerbeförderung. Im gesellschaftlichen Leben jener Zeit spielten die jährlichen Schützenfeste, Sängerfeste und anderen Veranstaltungen der mehrere Dutzend Vereine eine wichtige Rolle.

Vielleicht regt Sie dieses kleine Büchlein an, selbst noch Erlebtes oder durch Erzählungen Erfahrenes aus längst vergangenen Jahrzehnten Revue passieren zu lassen, Neues kennenzulernen und aus dem 'alten Osterburg' einige Anregungen für die heutige Zeit mitzunehmen.

OSTIRBIlRCx·

1. Eine der ältesten Ansichten Osterburgs stellt zweifelsohne der Stich von Daniel Petzold vom Beginn des 18. Jahrhunderts dar. Zu dieser Zeit ist das Städtchen noch gänzlich in den Grenzen der rnittelalterlichen Stadtbefestigung befangen. Der Stich zeigt in einern Bliek von Norden über Äcker und Gärten das noch vollständig erhaltene Seehausensche Tor und links das sogenannte Alte-Stadt-Tor in Richtung Werben. Die St.-Martins-Kapelle am linken Bildrand bezeichnet zugleich die Stelle, wo sich unweit der Burg die erste frühstädtische Siedlung Osterburg befand. In jener Zeit war die spätere Kapelle bzw. Hospital die Kirche dieser ersten Siedlung.

2. Auch auf dieser Lithograpbie nach einer Zeichnung aus dem Jahre 1758 begegnet uns die Stadt noch in einem mittelalterlichen Erscheinungsbild. Gut zu erkennen sind die noch erhaltene Stadtmauer und das die Stadt umschließende Wall- und Grabensystem. Im Vergleich mit dem Petzold-Stich faUen jedoch das veränderte Aussehen des Alte-Stadt-Tors mit dem 1741 neu errichteten Torhaus und des Seehausensehen Tores auf, bei welchem 1723 das äußere Tor abgebrochen worden war. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wurden dann systematisch die mittelalterlichen Befestigungsanlagen einschließlich der Tore abgetragcn, Wälle und Gräben planiert und urbar gernacht, so daß heute nur noch unscheinbare Reste der Stadtmauer an das Stadtbild früherer Jahrhunderte erinnern.

Osterburç

3. Etwa 150 Jahre später zeigt uns diese Ansicht aus Nordwesten das Städtchen in veränderter Gestalt. Die Kirche wirkt mit ihrer barocken Turmhaube wesentlich gedrungener als aufden Ansichten des 18. Jahrhunderts. Dennoch überragt ihr mächtiger Baukörper weiterhin das noch in seiner kleinstädtischen Struktur verharrende Osterburg. Die alten Stadtmauern und -tore sind jedoch längst getallen, nur irn Nordwesten jenseits der Werderwiesen erinnert eine Klinkermauer vom Ende des 19. Jahrhunderts noch an den Verlauf der alten Stadtbefestigung.

4. Auf dieser typischen 'Gruß-aus-Karte aus den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts begegnen uns neben der obligatorischen 'Totalansicht mit Kirche' auch drei Ausschnitte, mit denen der Osterburger Verlag Danehl wohl darauf aufmerksam machen wollte, daB auch an dem Provinzstädtchen Osterburg der Zug der modernen Zeit nicht ohne Halt vorübergegangen war. Neue Geschäftsgebäude in der Breiten Straße weisen auf die gewerbliche Entwicklung, das Königliche Lehrerseminar und die Provinzialtaubstummenanstalt auf die Bedeutung Osterburgs als Schulstadt hin.

5. Diese Luftbildaufnahme aus östlicher Richtung stammt aus der Zeit um 1930. Die Altstadt weist eine noch geschlossene Bebauung auf, während heute an vielen Straßenecken Baulücken gähnen, die oft als Parkplätze genutzt werden. Sicher wird der 'Alt-Osterburger' viele interessante Details in dieser Aufnahme entdecken, wie zum Beispiel die noch vorhandene Bebauung auf dem Kirchvorplatz am Kleinen Markt oder das imposante 'Niepagensche Haus' Ecke Kirchstraße/Wasserstraße.

6. Die obige Ansichtskarte zeigt die Südfront der Nikolaikirche. Das im 12. Jahrhundert als rornanische Basilika errichtete Kirchengebäude wurde im 15. Jahrhundert zu einer dreischiffigen gotischen Hallenkirche umgebaut. Größere Erweiterungen erfolgten Ende des 15. Jahrhunderts durch den Anbau eines neuen Chores sowie des Magistratsstuhls im Jahre 1694. Nachdem der Stadtbrand von 1761 die gotische Turmhaube vernichtet hatte , wurde eine barocke Haube aufgesetzt. Die Stadt erwarb erst im Jahre 1608 das Patronat über die Nikolaikirche. Zuvor war es im Besitz des Klosters Krevese und seit 1562 der Familie von Bismarck. Im 16. Jahrhundert wirkte an der Nikolaikirche der erste altmärkische Geschichtsschreiber, Christoph Entzelt, dessen 'Chronicon der Alten Marck'1579 erschien.

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7. Hier eine Innenansicht der Nikolaikirche , die den Eindruck nach der umfassenden Renovierung im Jahre 1890 wiedergibt. Irn Zuge der Renovierung wurde die Rokokoausstattung entfernt und durch eine Einrichtung im neogotischen Stil ersetzt. Die Orgel aus dem Jahre 1765 blieb jedoch erhalten.

Osterburç, Grosser-Markt.

8. Die Nikolaikirche im Westen und der Gebäudekomplex des ehemaligen Königlichen Lehrerserninars im Osten prägen noch heute wesentlich das Bild des Großen Marktes. Dieser im Mittelalter und bis ins vorige Jahrhundert 'Radernarkt' genannte Platz bildete mit der Nikolaikirche das frühere Zentrum der Altstadt.

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