Osterhofen in alten Ansichten

Osterhofen in alten Ansichten

Auteur
:   Hans H. Schön
Gemeente
:   Osterhofen
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3179-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osterhofen in alten Ansichten'

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10. DAS PRÄMONSTRA TENSERSTIFT

Die Geschichte des Stifts Osterhofen beginnt 1004, als Herzog Heinrich V. von Bayern am Ort der einstmaligen Pfalz ein Kollegiatenstift errichtet, das Kaiser Heinrich Il. 1017 dem Bistum Bamberg schenkt. Bambergs berühmter Bischof Otto holt 1138 die Prämonstratensermönche des heiligen Norbert nach Osterhofen. 1288 wird die Propstei zur Abtei erhoben. Krieg, Blitzschlag und Brand zwingen im 18. Jahrhundert zu einem Neubau der Kirche (am Fronleichnamstag 1728 stürzt beim Böllerschießen ein Teil des Gewölbes ein). Es entsteht die heutige prachtvolle Fischer-Asam-Basilika, Am 29. Dezember 1783 wird das Kloster angeblich wegen Überschuldung - aufgelöst, 1858 zieht mit den Maria-Ward-Schwestern wieder klösterliches Leben ein, das altehrwürdige Haus ist gerettet.

Gruss· aus Oamenstift

Kirche und Institut .

11. STIFT OSTERHOFEN II

Nach der Auflösung kommt das Stift in den Besitz des St-Anna-Darnenstifts in München, wird jedoch nie belegt. 1833 bietet man die sämtlichen Gebäude mit Bräuhaus, Gärten und zwölf Tagwerk Äckern und Wiesen zum Verkauf an. Der Gutsbesitzer Josef Schmutzer von Lodersheim erwirbt die Güter für 42 000 Gulden und will sie abbrechen. Daraufübernimmt die Besitzungen Graf Kaspar von Preysing auf Moos, veräußert sie jedoch 1857 für 50 000 ft an den Ökonom Jakob Trost (damals schon 80jährig). Dieser behält die Brauerei, den südlichen und östlichen Trakt nebst Garten verkauft er 1858 für 28 000 ft an die Oberin der Englischen Fräulein in Altötting, die einen Frauenkonvent errichten. Die Klosterkirche war bereits 1834 Pfarrkirche geworden.

12. 'MARIA ZUFLUCHT DER SÜNDER'

Anno 1632, als die Schweden schon so nahe gegen Osterhofen heranrücken, daß man aus den Häusern flieht, geloben zwei hiesige Klosterbedienstete, bei Errettung von Gewalt und Überfall, eine Kapelle zu bauen. .. Dieser Gnadenort wurde Maria Zuflucht der Sünder genannt ... Neben Bogenberg und Maria Hilf ob Passau ist die Frauenkapelle die bedeutendste Martenwalifahrt im niederbayerischen Raum und hat sich als solche gehalten bis auf den heutigen Tag. So weit Pfarrer Sittersberger, der Chronist. Was er schreibt bestätigt das Votivbild aus dem 19. Jahrhundert. Voran tritt ein Herold in ritterlicher Kleidung mit Schwert, Stab und SCh11d, dann [olgen weißgekleidete Jungfrauen, diesen folgt ein Trupp Reiter, dann kommen Männer und Frauen mit Statuen, vier Kanonen, Biirgermilitär zu Fuß, die Ratsherren, der HimmeL.. und zum Schluß berittenes Bürgermilitär.

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08TERfiOFEN

13. PROSPEKTVON 1917

Der Prospekt von 1917 zeigt das Stift von Norden, im Vordergrund die Bahnlinie, vor der Kirche an der Straße das alte Schulhaus (mit Walmdach). Mit dem Bau der Bahnlinie wurde 1857 begonnen. Sittersberger erwähnt, daß die Klostergebäude 1857 abgerissen und die Steine zur Aufschüttung des Bahndammes verwendet werden sollten, was Jakob Trost gottlob verhinderte. Das Schulhaus wurde (laut Bauernfeind) 1836 erbaut - vorher hatte man im Pfarrhof unterrichtet - und 1876 aufgestockt. 1925 gab es zwei Lehrkräfte - den Schulleiter, der 72 Kinder der Jahrgänge 4-7 unterrichtete, und einen Junglehrer für 1-3. Der Schulleiter bewohnte den ersten Stock für 250 M Jahresmiete, sein Kollege ein Zimmer im zweiten Stock für 90 M. Heute dient das Haus am Kapellenplatz als Pfarrhof.

Osterhofen

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14, DER MARIENPLATZ

Der Marienplatz war nach dem großen Markt von altersher ein wichtiger pfarrlicher und gemeindlicher Mittelpunkt: Kaufhäuser, Werkstätten, die Sparkasse, die Schule und nicht zuletzt die Kirche säumten den ehemaligen Kirchplatz. Bereits 1218 stand am Ort der jetzigen Stadtpfarrkirche die St-Antonius-Spitalkirche. 1868 mußte der Bau wegen Baufälligkeit abgebrochen und in den Jahren 1870-1872 eine neue Kirche errichtet werden. Der Marienplatz wurde bereits 1895 kanalisiert und befestigt. 1902 errichtet man die Mariensäule, deren Marienstatue aus der galvanoplastischen Kunstanstalt Geißlingen (heute WMF) kommt. Spenden des Grafen Preysing, des Apothekers Sell sowie der Bevölkerung haben das Werk ermöglicht. 1895 wird das neue Schulhaus gebaut. 1936 zieht die Sparkasse in das ehemalige Fischerhaus, 1958 wird das Langhaus der Kirche nach Abbruch neu gestaltet.

15. DIE PFARRKIRCHE

Die neue Pfarrkirche erbaute 1870-1872 der Osterhofener Baumeister (und damalige Bürgermeister) B. Hartan für 53000 Gulden. Bauherr war die Bürgerschaft! Von 1866 bis 1872 hatte die Westerrnayerhalle (s, Bürgerspital) als Notkirche gedient: In der heiligen Chrismacht 1866 lag Schnee auf dem Altar, die Orgel war eingefroren, und über dem Christkind hing eine Krone von Eiszapfen nieder. Die Inneneinrichtung der neuen Stadtpfarrkirche gestaltet der Münchner Bildhauer Georg Schmid für 4 950 fl. Am 20. Oktober 1872 wird die Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz vorn Passauer Bischof Heinrich konsekriert. 1874 stellt der Orgelbaumeister G. Hechinger von Passau die neue Orgel auf. Osterhofen wurde erst 1895 selbständige Pfarrei. Bis dahin war es eine Filiale des Prämonstratenserklosters und ab 1783 Expositur der säkularisierten Pfarrei Altenmarkt. Als selbständige Stadtpfarrer amtieren von 1895 bis 1902 Johann B. Ritzinger, von 1902 bis 1916 Franz X. Ranzinger und von 1916 bis 1947 Max Eglseder.

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16. DIE VOLKSSCHULE

Urkundlich wird eine Schule in Osterhofen 1335 erwähnt, als das Prämonstratenserkloster Altenmarkt seine Zustimmung gab, in Osterhofen eine deutsch-lateinische Schule zu errichten. Bis 1840 war in der Stadt nur 1 Lehrer tätig. Der Schulraum befand sich im alten Rathaus. 1894 beginnt man mit dem Abbruch des Kreß'schen Anwesens auf dem Kirchplatz und erstellt 1895 ein neues Schulhaus, das als vierklassige Knaben- und Mädchenschule bis 1954 seinen Dienst tut. Es gibt zwei Schulleitungen - einer weltlichen Knabenschule und einer klösterlichen Mädchenschule der Englischen Fräulein. Heute ist im ehemaligen Schulhaus die Stadtsparkasse untergebracht. Das neue Schulhaus wird 1955 in den Seewiesen erstellt zwei Gebäude mit je fünf Klassen, die 1970 einer Schulleitung unterstellt werden.

17. PRANGERTAG

Der erste Eintrag in der Chronik zu Fronleichnam betrifft das Jahr 1887: Die Fronleichnamsprozession war von herrlichstem Wetter begunstigt. Dem Allerheiligsten folgten die städtischen Kollegien. Natürlich nicht nur sie, 1901 war allein die Anbetungsbruderschaft mit 700 Mitgliedern präsent, und 1905 spricht der Chronist von einem 'ewigen Zug'. Die Schulkinder gingen voraus, gefolgt von den Verbänden. Den Schluß bildete das Volk. Im Zug trug man eine Marienstatue einher, und viele Frauen führten ein 'Frauerl', eine kleine Nachbildung, rnit. Zwei der vier Altäre standen in der Vorstadt (Anthuber und Hällmayer), der dritte und vierte auf dem Stadtplatz (Hochholzer und Mäusl). 1911 fiel der Stadtmusikmeister 'bei einem Absteeher in die Abortgrube und versank in den besten Kleidern und mit der Trompete bis zur Brust'. Er eilte heim, kleidete sich um und blies bei der Prozession kräftig mit,

18. DAS EHEMALIGE RATHAUS

Im Jahre 1823 wurde das Graf-Trauner-Haus von Seite des Magistrats käuflich erworben, und befinden sicn seitdem hierin die magistratischen Amtslokalitäten, die Schulen und die Lehrerwohnungen. 1827 beschließt der Magistrat, das alte Rathaus (daneben) soll im Wege der Versteigerung öffentlich gegen baare Bezahlung verkauft werden. Der Kaufschilling soll theils zur Aptierung (= Umbau) des erkauften Notar Mayer'schen Hauses (= Traunerhaus) zu einem Schul- und Rathause, und theils zur Abtragung der Communalschulden verwendet werden. Das Haus hat viele Herren gesehen wahrscheinlich residierten hier schon im 12. Jahrhundert die Herren von Böding - und vielen Zwecken gedient - war sogar Sauwaage und Brothaus. Seit 1983 beherbergt es wieder einen würdigen Mieter - das Heimatmuseum der Stadt. Bildinschrift, links: 'Scharf die Wehr, blank die Ehr'; rechts: 'Im Dienen treu dem Volke sei.'

19. DAS EHEMALIGE AMTSGERICHT

Nach der Übernahme der Herrschaft Osterhofen durch das Herzogtum Bayern im Jahre 1428 erhält Osterhofen ein Pflegegericht. In einer Urkunde aus dem Jahre 1464 ist der Umfang von 'Pfleg und Gericht Osterhofen' beschrieben. 1803 wird das Pflegegericht im Zuge der Säkularisierung aufgelöst. 1823 ersteht es als königliches Landgericht neu, wozu aus den Landgerichten Vilshofen, Landau und Deggendorf Gemeinden zugezogen werden. Ab 1879 übt es die Funktion eines Amtsgerichts aus, ist (1892) mit einem Oberamtsrichter, einem Amtsrichter und einem Sekretär besetzt, wird 1905 mit einem Kostenaufwand von 36000 M erweitert und fällt 1965 der Verwaltungsreform zum Opfer. Das Gebäude dient nach 1965 verschiedenen Zwecken. 1983 wird das stattliche Haus nach Renovierung und Umbau seiner nunmehr wohl endgültigen Bestimmung als neues Rathaus zugeführt.

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