Osterholz-Scharmbeck in alten Ansichten Band 1

Osterholz-Scharmbeck in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Walther Schubert
Gemeente
:   Osterholz-Scharmbeck
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0803-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osterholz-Scharmbeck in alten Ansichten Band 1'

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69. Kopfsteinpflaster gab es schon sehr früh in der Osterholzer Hauptstraße. Nachdem der Flecken 1769 eine Postexpedition erhalten hatte, wurde die Heerstraße, eine alte Verbindung mit Bremervörde, Stade und Hamburg, durch den Ort geleitet. Vorher führte sie durch die 'lange Laube' (Laubenweg), der allerdings bald 'gantz und gar verdorben' war, wie ein Chronist klagt. In Osterholz nahm der Verkehr auf der im Jahre 1774 mit etwa '100 Ruthen' Pflasterung versehenen Hauptstraße von Jahr zu Jahr zu. Um die Jahrhundertwende macht das Pfarrhaus (rechts) den gept1egtesten Eindruck, Gegenüber liegt die alte Pfarrscheune, dahinter das heutige Geschäftshaus Sieg. Das erste Haus auf der linken Seite ist abgebrannt.

70. Die Ahrensfelder Straße trägt mit seinen hübschen Fachwerkhäusern und Reetdächern noch heute bäuerlichen Charakter. Die ehemalige Landgemeinde Ahrensfelde wurde zusammen mit Bargten, Sandbeckerbruch und Lintel im Jahr 1927 dem Flecken Scharmbeck zugeschlagen. Das preußische Staatsministerium vereinigte mit einem Gesetz vom 24. Mai ferner die beiden Flecken Osterholz und Scharmbeck zu dem Flecken Osterholz-Scharmbeck. Die Eingliederung nach Scharmbeck erfolgte, weil der Flecken bereits eine stadtähnliche Verfassung besaß. Stadtrechte jedoch bekam der Ort erst am 25. Oktober 1929. Kurze Zeit später erhielt die Stadt, die eine Größe von 2209 Hektar mit 5 700 Einwohnern nachwies, ein eigenes Stadtwappen.

71. Das Steingrab aus der jüngeren Steinzeit, heute an der Osterholzer Straße gelegen, befindet sich dank der Aufmerksamkeit der Stadtverwaltung Osterholz-Scharmbeck in einem guten Zustand. Um es vor Schäden zu bewahren, ließ der Magistrat - wie das Bild zeigt - Ende des neunzehnten Jahrhunderts einen Zaun um das Gelände ziehen. Die Innenmaße der Steinkammer sind ungewöhnlich: sechs Meter Länge und zwei Meter Breite. An den beiden Längsseiten stehen jcweils vier Trägersteine, an den beiden Enden je ein Schlußstein. Vier große Decksteine schließen die Kammer oben ab. Der größte dieser Decksteine hat eine Länge von 4,4 Meter, eine Breite von 2,5 Meter und eine Dicke von 0,6 Meter. Das Gewicht der Steine beträgt dreißig Tonnen.

72. 'Gut Heil' nannte sich der neue Osterholzer Turnverein, der am 24. November 1881 im Heuerschen Saal (später Hansa-Haus) aus Mitgliedern des 1848 gegründeten Scharmbeck-Osterholzer Turnvereins entstand. Ursache der Neugründung waren Differenzen mit dem alten Vereinswirt, Man begarm gleich auf der Diele im jetzigen Hause Schilling in der Muskaustraße mit dem Turnen, benutzte aber bald darauf den Saal des Hansa-Hauses. 1890 zogen die Turner in den Windhorstschen Saal. Die ersten Turngeräte: einen Barren, ein Pferd und ein Sprunggestell, stellten Osterholzer Handwerker her. Die Einwohner verhielten sich dem Turnen gegenüber skeptisch, änderten ihre Meinung aber nach einem Schauturnen im Jahr 1882.

73. Die Damenabteilung des Turnvereins 'Gut Heil' Osterholz entwickelte sich um die Jahrhundertwende recht gut. Sie wurde ab 1909 von dem jungen Gerhard Koch geleitet, der zeitweise alle Abteilungen des Vereins betreute, der damals zweihundertachtzig Mitglieder zählte. Der Gedanke, im Sommer aus der Halle heraus in das Freie zu kommen und dort zu turnen, setzte sich immer mehr durch. Für die Turnspiele und volkstümlichen Übungen stellte Landwirt Wehmann in Ahrensfelde eine Wiese zur Verfügung, Gebadet wurde in der Hamme bei Buschkaroffs-Hütte (jetzt Melchers Hütte), im Winter in einer Bremer Badeanstalt. In der Generalversammlung im März 1912 wurde der Vorstand beauftragt, den jetzigen Platz im Klosterholz zu kaufen.

74. Die Festwagen zum Osterholzer Erntefest wurden von den Madchen und Jungen aus der Landwirtschaft mit besonderer Liebe geschmückt. An grünen Zweigen flatterten bunte Bänder. Die Strohhüte der jungen Frauen trugen farbenfrohe Blumenkränze. Als dieses Foto von einem der Wagen des ersten Erntefestes nach dem Ersten Weltkrieg entstand, standen noch die Ackergäule im Geschirr, die später von Trakteren ersetzt wurden. Den Auftakt zum Erntefest bildete bereits damals das Kranzbinden, an dem sich die Frauen und Kinder sehr zahlreich im Zelt beteiligten. Anschließend wurde für die Schuljugend eine große Kaffeetafel gedockt. Den Abend beschloss ein Konzert mit Fackelbeleuchtung beim Landrat, ab 1919 im Festzeit.

75. Das erste Schwimmbad entstand an Goldschmidts Teich in Sandbeckerbruch oberhalb des Gutes Sandbeck. Um den Westteil des Teiches ließ die Verwaltung des Ortes einen Zaun aus hohen Holzplanken ziehen, damit ungebetene Gäste ferngehalten wurden. Es gab rund ein Dutzend Umkleidekabinen und sogar ein Sprungbrett von ungefähr drei Meter Höhe. Natürliche Badestellen gab es für die Einwohner des Fleckens Osterholz in der Hamme, im Fangstaken oder im Bach. Bis 1880 konnte auch im Hafen oder im Kanal gebadet werden. Das war jedoch nicht mehr möglich, als die Reiswerke ihre Abwässer dorthin leiteten. Für die Scharmbecker bestanden zahlreiche Bademöglichkeiten in den Walkmühlen Teichen.

76. Das älteste Bürgerhaus besitzt die Stadt Osterholz-Scharmbeck mit dem Altdeutschen Haus in der Hundestraße 11, das ursprünglich vermutlich auch Stallungen beherbergte, in dem jedoch hauptsächlich handwerkliche und gewerbliche Arbeiten verrichtet wurden. Es stammt aus dem Jahr 1626. Die Art und Weise, den Vordergiebel mit ungewöhnlich reich geschnitzten Konsolen zu versehen, wird auch Knorpelstil genannt. Als nach der Gründung des Heimat- und Museumsvereins am 1. Oktober 1929 die ersten Stiftungen eintrafen, stellte der Besitzer des Altdeutschen Hauses, Emil Schnaars, ein Zimmer als Museumsraum zur Verfügung. Im ersten Halbjahr 1930 hatte sich die Sammlung bereits verzehnfacht.

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