Osterode am Harz in alten Ansichten Band 1

Osterode am Harz in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich Armbrecht, Werner Binnewies, Franz Schimpf und Herbert Wager. Mitwirkung bei der Textgestaltung Jürgen Capito
Gemeente
:   Osterode am Harz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3106-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osterode am Harz in alten Ansichten Band 1'

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69. Das Hammerwerk von 1831 war noch bis ins Jahr 1966 in Betrieb. Angetrieben durch ein oberschlächtiges Wasserrad von 4 Meter Durchmesser, leistete der Hammer bis zu 130 Schläge pro Minute. Tausend Liter Wasser pro Sekunde waren als Energie notwendig, um gleichzeitig zwölf bis sechzehn Schalenkessel zu treiben. Für Brauereien, Molkereien und natürlich auch für private Waschküchen waren diese Kessel jahrzehntelang ein begehrter Artikel.

70. Die Wollzeug- und Tuchfabrikation hat in Osterode Tradition. Im Jahre 1827 wurde die später weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Firma Greve & Uhl gegründet. Zunächst lagen einzelne Betriebsstätten unwirtschaftlich verstreut in der engen Innenstadt. 1832 entstand dann die großzügige Fabrikanlage 'Eulenburg' im Sösetal oberhalb der Stadt. An dieser Stelle lag früher der Lohborn, eine Eisenverhüttungsstätte. Das Bild der 'Eulenburg' stammt aus dem Jahre 1927.

71. In den ersten fünfzig Jahren stellte die Firma sogenannte Coatings und einfache Wolldecken her. Ab 1885 spezialisierte sich das Werk nur auf die Herstellung und Vervollkommnung von Kamelhaardecken, Kamelhaarstoffen und Reisedecken. Damit errang das Unternehmen, das vielen Menschen in der Stadt Arbeit und Verdienst gab, internationalen Ruf. Das Foto zeigt den imponierenden Websaal.

72. Im Jahre 1812 errichtete Oberfaktor Friedrich Schachtrupp die Bleiweißfabrik Scheerenberg. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die Fabrik zu einem blühenden Unternehmen. Wegen starker englischer Konkurrenz mußte die Walzbleifabrikation 1866 eingestellt werden und das in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Unternehmen 1879 ganz aufgelöst werden. Die heute noch bestehende Firma Harzer Bleiwerke Hoelemann & Wolff setzte die Tradition des Hauses fort. Hier sehen wir die Belegschaft um das Jahr 1910. In der Mitte der Firmeninhaber Franz Hoelemann, links und rechts von ihm seine Prokuristen Hermann Radelfarth (links) und Albert Waßmann.

Osterode am J{arz - ,Marienlal

73. Vor dem Bau der Sösetalsperre befand sich etwa am Fuße des heutigen Staudammes die Fabrik Mariental, zeitweise eine Papierfabrik, dann eine Nitrierstoffabrik, später eine Baumwollbleicherei. Die Fabrik mußte dem Talsperrenprojekt weichen. Heute befindet sich an dieser Stelle ein gleichnamiges Hotel.

74. Der Bau der ersten Harzer Talsperre begarm 1928 im Sösetal. Hier ist die Baustelle im Jahre 1930 vom gefüllten Unterwasserbecken aus zu sehen. Der Betonkern ist fast fertig. Unten links und rechts befinden sich die beiden Auslaufbauwerke der Entnahmestollen. Ganz links die Fabrik Mariental. Am 17. August 1931 war der Bau beendet, und im Januar des darauffolgenden Jahres mußte die Sösetalsperre bei einem großen Hochwasser ihre erste Bewährungsprobe bestehen.

75. Der 21. September 1887 war das Gründungsdatum eines Osteroder Radfahrclubs. Erster Vorsitzender war DI. Breiger. Nach seinen Statuten hatte der Verein den Zweck, den Radsport zu fördern. Jedes 'fahrende Vereinsmitglied' erhielt leihweise ein Clubschild und hatte nach Aufnahme eine vorgeschriebene Fahrtracht anzuschaffen. Bei Tourenfahrten mußten die Teilnehmer im Fahranzug erscheinen, das Clubschild war an der Mütze zu tragen und das Bundesschild auf der linken Brustseite. Eine besondere Fahrordnung schrieb sogar vor, wie man sich bei Begegnungen mit unruhigen Pferden und Kühen zu verhalten hatte.

76. Sechs Jahre nach dem Tode des berühmten 'Turnvaters Jahn' wurde 1858 in Osterode ein Männerturnverein gegründet. Nach der Vereinschronik haben einige junge Bürgerssöhne und zugewanderte Handwerksgesellen die Turnerbewegung in den deutschen Landen kennengelernt und die Idee mit nach Osterode gebracht. Neben dem Geräteturnen übte man das Fechten. Auch der Gesang spielte eine wichtige Rolle. Daraus entwickelte sich der Männer-Turn-Gesangverein, der erst in den Nachkriegsjahren selbständig wurde. Daß auch die Geselligkeit gepflegt wurde, verdeutlicht unser Gruppenbild, aufgenommen um 1870 auf der Freitreppe der Schachtrupp-Villa.

77. Dieses Bild zeigt das Schauturnen eines 1905/06 am Gymnasium gegründeten Schülerturnvereins, den besenders der Verein ehemaliger Osteroder Pennäler förderte. Der Verein wirkte oft durch Schauturnen bei Schulveranstaltungen mit. Zu Kaiser's Geburtstag 1912 entstand diese Aufnahme einer menschlichen Pyramide.

78. Kegeln war vor einhundert Jahren ein ebenso beliebter Ausgleichssport wie heute. Zwar ist das Kegeln kein Privileg würdevoller Herren mehr, auch sind die Kegeljungen ausgestorben, aber das Biertrinken gehört heute noch genausogut dazu.

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