Osterode am Harz in alten Ansichten Band 1

Osterode am Harz in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Friedrich Armbrecht, Werner Binnewies, Franz Schimpf und Herbert Wager. Mitwirkung bei der Textgestaltung Jürgen Capito
Gemeente
:   Osterode am Harz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3106-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osterode am Harz in alten Ansichten Band 1'

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79. Wie jede Stadt hatte auch Osterode seine Originale, Sie hießen Gustchen, Kikeriki-rnäh, Berta-singe-mal und Kuckuck-lala. Der letztere rühmte sich, mit dem Königlich-Preußischen Landrat in einem Atem genannt zu werden sie standen nämlich zusammen auf" der sogenannten Säuferliste. Der eine als Betroffener, der andere als staatliches Organ, aber das störte Kuckuck-lala wenig, Unser Bild zeigt ihn mit einigen Osteroder Pennälern und deren Lehrer vor einer Gastwirtschaft in Petershütte.

80. Der Grenzbezug der Osteroder Schützen wird seit alters her alle vier Jahre begangen. Die noch heute vorgenommene symbolische Feststellung der Stadt- und Forstgrenzen setzt die alten Flurumgänge fort, die zur Überprüfung von Grenzen und Grenzsteinen diente. Auch die Form des alten 'Rüge- oder Scheltgerichtes' (eine Ohrfeige) ist damit noch verbunden. Das Bild von 1912 zeigt den Schuß auf einen Grenzstein, den der jeweils jüngste Schützenbruder abzugeben hatte.

81. Eine Postkutsche auf der Freiheiter Hauptstraße zeigt diese Postkarte aus der Zeit der Jahrhundertwende.

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82. Freiheit war früher ein nicht unbedeutender Fabrikort. Die Tuchfabrik AlIwörden, die Wollwarenfabriken von Levin und Gebser, die Maschinenfabrik Friedrichs und ab 1898 auch die Eisengießerei Muller zählten zu den bekarmtesten Unternehmen. Das Wasser des Lerbachs, genannt 'die Flut', wurde vielfach als Antriebskraft genutzt. Neben dem offen fließenden Bach sieht man hier eine hölzerne 'Renne', die einen Teil Wasser etwa in Höhe der heutigen Schule ableitete, um ein Wasserrad der Firma Levin (links im Bild) zu treiben.

83. Ludwig Greve gründete 1838 im Eichental bei Freiheit eine Tuchfabrik. Mehrfach wechselten in den folgenden Jahrzehnten die Besitzer. 1907 richtete der ehemalige Chausseewärter Conrad Steuerwald in diesem Anwesen ein Kurhaus 'Eichental' ein. Sehr beliebt waren die Gartenkonzerte und Tanzveranstaltungen des Kurhauses, das bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ein gernbesuchtes Ausflugslokal war.

84. Die Königliche Försterei Eichental am Ortsausgang von Freiheit in Richtung Clausthai war es wert, 1908 auf einer Postkarte festgehalten zu werden. Osterode war zu dieser Zeit 'Klirnatischer Kurort' und vielleicht gab es auch damals schon 'Urlaub beim Förster'. Wie idyllisch wirkt diese Aufnahme, wenn man bedenkt, daß schon wenige Jahrzehnte später die vorbeiführende Chaussee zu den stark befahrensten Ausfallstraßen der Stadt gehörte.

85. Das Dorfleben in Lerbach gibt diese Aufnahme wider, die in Höhe des heutigen Gasthauses 'Hasenkrug' entstand. Noch beherrschten Pferdefuhrwerke das Straßenbild. Das Feuerholz für den nächsten Winter lag sorgfältig gestapelt vor den Haustüren. Rechts im Bild könnten Einkellerungskartoffeln abgeladen werden, die zumeist von den Landwirten des Harzvorlandes mit Fuhrwerken bis in den Oberharz transportiert wurden.

86. Riekert's Hotel in Lerbach war nicht nur Quartier für Durchreisende und Urlaubsgäste, sondern gleichzeitig auch Haltestelle der Kaiserlichen Postlinie. Drei Pferde mußte man schon vor die Postkutsche spannen, um die Serpentinen zum Heiligenstock zu überwinden. Hier ist die Kutsche 'abreisefertig' , denn der Postillon setzt gerade sein Horn an. Heute ist das Hotel eine beliebte Privatpension. Das Haus ist noch wiederzuerkennen, hat jedoch nicht mehr den rechten Anbau. Dieser Saal existiert jedoch weiter am Gasthaus 'Wettig' in Westerhof, wohin man ihn verkauft hatte.

87. Ein Holzkohlenfuhrmann zwischen zwei Hüttenleuten. Vermutlich entstand das Foto vor dem Kohlenschuppen der Lerbacher Hütte. Es demonstriert die damaligen Kennzeichen des Fuhrmannes: die Harzpeitsche aus Feldahornholz, und den Kreuperkittel, sowie den wetterfesten Hut. Allerdings trugen die Hüttenleute statt fester Schuhe dazu noch Holzpantinen. Bis 1903 ist die Eisenverhüttung mit Holzkohle in Lerbach belegt.

88. Holzwirtschaft, Köhlerei sowie Eisenbergbau und Verhüttung waren früher die Haupterwerbszweige der Lerbacher. Daß sich um die Jahrhundertwende der erste Frerndenverkehr einstellte, belegt dieses Foto von 1903. Offenbar stattete hier die Köhlerfrau ihrem Manne ein Sonntagsbesuch ab. Dazu hatten sich auch einige Kurgäste eingefunden. Der Fotograf hielt auch den Kohlenplatzmeiler auf dem Bild fest. Sicher einer der letzten seiner Art.

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