Osterode am Harz in alten Ansichten Band 2

Osterode am Harz in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Friedrich Armbrecht, Werner Binnewies, Franz Schimpf und Herbert Wager. Mitwirkung bei der Textgestaltung Jürgen Capito
Gemeente
:   Osterode am Harz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3107-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osterode am Harz in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Der 1977 erschienene erste Band 'Osterode in alten Ansichten' wurde auf Anhieb ein Erfolg. Nicht nur Osteroder in fern und nah begrüßten ihn freudig, er stieß auch bei vielen auf positive Resonanz, denen die Stadt inzwischen zur zweiten Heimat geworden ist. Wider Erwarten folgte der ersten Auflage schon bald eine zweite.

Dann regte sich der Wunsch nach einern weiteren Band. Manche bislang unbekannte Fotografie wurde dafür aus Privatbesitz angeboten. Die Qual der Wahl hatte schon die Arbeiten am ersten Buch bestimmt. Was lag also näher, als in einer zweiten Ausgabe noch manche Rarität zu veröffentlichen und damit einem großen Leserkreis zugänglich zu machen?

Auch der zweite Band von 'Osterode in alten Ansichten' führt wieder in die Zeit zwischen 1880 und 1930. Er zeigt die verträumte Kleinstadt mit ihren engen Gassen und Straßen, ihren versteekten Winkeln und verborgenen Schönheiten. Noch einmal wird die vermeintlich 'gute alte Zeit' ohne Hektik und negative Zivilisationserscheinungen lebendig. Die Zeit scheint auf diesen Bildern ruhig und behäbig zu verstreichen. Doch Fotos können täuschen. Harte Arbeit, schlichte Lebensweise, Armut, Not und die Folgen von Brand und Unwetter sind auf ihnen oft nur zu erahnen. Noch wie heute hielt man auch damals meistens die 'angenehmen Seiten' des Lebens im Bild fest.

Wir sehen heute aus Erfahrung und zeitlicher Distanz viele Ereignisse mit anderen Augen, Wer weiß heute noch etwas mit Begriffen wie 'Vaterländischer

Frauenverein' , 'Verschönerungsverein' , 'Allgerneiner Kriegerverein' oder 'Sedanfeier' anzufangen? In ihrer Zeit waren diese Begriffe aus dem alltäglichen Leben nicht wegzudenken, waren oft sogar bestimmende Faktoren des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Viele damals geschaffene Einrichtungen haben aber auch noch unsere Zeit erreicht und wirken noch heute zum Wohle der Bevölkerung. Dafür seien stellvertretend Kindergarten, Sparkasse und Westharzer Kraftwerke genannt. Zwar haben sich die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse inzwischen grundlegend gewandelt, aber bis heute ist in Osterode etwas von der kleinstädtischen Lebens- und Denkungsweise erhalten geblieben. Vorteil oder Nachteil in unserer so schnellebigen, in dauernder Umwälzung begriffenen Welt?

Wir überlassen es dem Leser, ein eigenes Bild von der Vergangenheit zu gewinnen. Als eine Verpflichtung haben es die Verfasser angesehen, nicht nur die Kernstadt, sondern auch die eingemeindeten Ortschaften mit einzubeziehen. In einer Zeit, in der sich die Grenzen zwischen städtischem und ländlichem Leben immer mehr zu verwischen scheinen, soll damit der heutigen Generation das Dorf in seiner ureigenen Lebens- und Erfahrungswelt noch einmal vor Augen geführt werden.

Osterode am Harz Im Juli 1980

Die Verfasser

1. Der Osteroder Stadtkern aus der Vogelperspektive. Dicht an dicht drängen sich Wohnhäuser, Stallungen, Schuppen, Werkstatten und kleine Fabrikationsbetriebe. Dennoch sind links und rechts vom Kornmarkt größere Grünflächen und Hausgärten zu erkennen, die in unseren Tagen Verkehrsbauten wie zum Beispiel den Parkplatz Kornmagazin ermöglichten, Sie waren bedeutsam für die verkehrsmäßige Entlastung der Innenstadt. 1935, zum Zeitpunkt der Aufnahme, waren Begriffe wie 'Innenstadtring', 'Fußgängerzone' und 'Parkdeck' noch gänzlich unbekannt.

2. 'Fußgängerzone am Schilde um 1905' wäre die treffende Bezeichnung für diese Postkarte, Zwar gab es 'Trottoirs', aber wen störte es, wenn die Kinder auf dem Kopfsteinpflaster spielten?

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3. Der Bliek aus entgegengesetzter Richtung ist ebenso reizvoll. Man meint die Stille und Hitze der Mittagszeit eines sommerlichen Tages zu verspüren. Die Fenster auf der Schattenseite sind weit geöffnet, Gardinen und Vorhänge der gegenüberliegenden Fenster dagegen fest verschlossen.

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4. Im Jahre 1872 wurde von den finanzkräftigen Osteroder Firmen Richter, Uhl & Co. und weiteren Osteroder Geschäften sowie unter Beteiligung der Braunschweigischen Kreditanstalt der Osteroder Bankverein gegründet. Das Geschäftslokal war zunächst Rollberg 3, im Hause des Fabrikanten Ferdinand UhJ. 1902 erwarb der Verein das Grundstück 'Am Schilde 14' des Bäckermeisters und Ökonoms Theodor Meine, dessen Haus 1901 abgebrannt war. Am 29. Oktober 1902 erfolgte der Einzug in das neue Bankgebäude. 1911 wurde das Unternehmen eine Filiale der Braunschweigischen Bank- und Kreditanstalt AG, die 1929 die heutige Kommerzbank AG übernommen hat.

5. Die Rathaustreppe mit dem in der Zeit um 1840 errichteten Portikus. Die Aufnahme entstand vor 1924, denn noch fehlt die Ehrentafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Im ersten Stock des Rathausanbaues übte zu dieser Zeit die Städtische Sparkasse ihren Geschäftsbetrieb aus. Und aus dem zarten Bäumchen im Vordergrund ist inzwischen eine stattliche Linde geworden.

6. Der Chor der St-Aegidien-Marktkirche mit seiner freskenartigen Decken- und Wandmalerei. Die gotischen Fenster waren nach dem Umbau von 1882 schlicht, ab 1910 befanden sich hier Glasmalereien mit biblischen Motiven. Die 1819 durch Deckenbretter verborgenen und 1881 wieder freigelegten Grabstätten mehrerer Grubenhagener Herzöge und ihrer Gemahlinnen wurden aufrecht seitlich des Altars aufgestellt. Es sind von links nach rechts: Philipp der Ältere und seine Söhne Ernst Il. mit Margarete, Wolfgang mit Dorothea, Clara und Philipp II. der Jüngere. Noch fehlen das Taufbecken und das Epitaph des Herrn von Bovenden aus der spater abgebrochenen St.-Johanniskirche am Friedhof. Links eine inzwischen abgetragene zweite Empore. Irn Altar von 1660 baute man 1772 anstelle eines Altarblattes eine Kanzel ein. Die bisherige Kanzel an der Nordwestecke des Chores wurde beseitigt.

7. Strohschneider und Sohn nannten sich 'die wirklich besten Artisten der Welt', 1899 starteten die beiden im Freiballon vom Alten Schulhof und landeten - auf dem Röddenberg.

8. Der Kornmarkt Anfang der zwanziger Jahre. Damals gab es noch das Hotel 'Zum Kronprinzen' und das Postamt bot sein ursprüngliches Aussehen aus der Wilhelminischen Zeit. Fontäne, Litfaßsäule, zwei Kandelaber und die Rotdornbäume beherrschen das Bild des sauber gepflasterten Platzes, auf dem das einsame Fuhrwerk einen fast verlorenen Eindruck macht.

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