Osterode am Harz in alten Ansichten Band 3

Osterode am Harz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Friedrich Armbrecht, Werner Binnewies und Herbert Wagner
Gemeente
:   Osterode am Harz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3101-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Osterode am Harz in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

9. In der Germania-Drogerie von Welle am Schilde gab es nicht nur Pülverchen, Salben, Tees und Leibbinden, sondern auch Fotoartikel und Benzin. Im Gegensatz zu heute war die Ladenfront dem Stil des Hauses weitgohend angepaßt - vor fünf Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit .

10. Sechsundzwanzig Handwerksmeister gründeten 1927 eine 'Aufbaugenossenschaft", um auf zwölftausend Quadratmetern des ehemaligen Domänenhofes Wohnhäuser in Reihenbauweise zu errichten. Die geschlossene Wohnanlage des Amtshofes - durch ein Eingangstor noch unterstrichen - setzte zu jener Zeit einen neuen städtebaulichen Akzent.

11. Im September 1922 trafen sich in der Kegelbahn des 'Hansa-Café' am Kornmarkt zum ersten MalOsteroder Nationalsozialisten. Nach vielen Rückschlägen begann bekanntlich 1930 der Aufstieg der NSDAP zur Massenpartei. Die Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner wurden immer härter. Am 28. November 1930 kam es deshalb in der 'Stadt Osterode' zu einer regelrechten Saalschlacht. Im gleichen Gasthaus veranstaltete die Partei am 14. Februar 1931 ihren ersten 'Deutschen Abend'.

12. Zu einem Gruppenfoto stellten sich am 18. Februar 1933, knapp drei Wochen nach der 'Machtübernahme', die politischen Leiter und die Angehörigen der SA-Reserve vor der Ratswaage dem Fotografen.

13. Der 1. Mai, der traditionelle Kanrpftag der Arbeiterbewegung, wurde schon 1933 von der NS-Reichsregierung zum 'Tag der nationalen Arbeit' erklärt. Aufrnärsche, Kundgebungen und Festumzüge gaben von nun an den Maifeiern das Gepräge, wie hier beim Aufmarsch der SS Osterode in der Johannisvorstadt.

14. Auch in Förste wurde dieser Tag feierlich begangen. Während Zylinder und Bauernkittel des Fuhrrnanns noch recht unpolitisch wirkten, zeigte der Festwagen das Emblem der 'Deutschen Arbeitsfront'. Auch der SA-Reitertrupp dahinter war natürlich voll uniformiert.

15. Die Abstimmung der Saarbevölkerung vom 15. Januar 1935 brachte die Rückgliederung des Saarlandes ins Deutsche Reich. Aus allen Teilen des Vaterlandes reisten die Saarbewohner zur Abstimmung. Auch der Dorster Erwin Koch fuhr in seinen Heimatort Güdingen. Am 1. März 1935 verkündeten dann Transparente in allen deutschen Gauen: 'Die Saar ist frei. Heil dem Führer!'

16. Im Jahre 1863 machte sich bereits der Fleischergeselle Friedrich Bergener selbständig, aber erst sechs Jahre später eröffnete er am Rollberg eine Restauration mit Bierhalle. Ernst Bergener erweiterte den Betrieb, führte aber daneben auch die Schweineschlachterei weiter. Noch heute ist das bekannte Hotel 'Zur Tanne' im Familienbesitz.

17. In einem Arbeitsbeschaffungsprogramm wurden zweiundzwanzig Harzer Holzbildhauer im Ritterhaus zu Truhenhandwerkern ausgebildet. In Anlehnung an bekannte Formen entstand so in drei Versionen die 'Osteroder Truhe'. Am 4. Oktober 1935 erhielt Adolf Hitler zum Erntedankfest in der Kaiserpfalz Gaslar eine eigens für ihn angefertigte Truhe, gefüllt mit Köstlichkeiten aus den zweiunddreißig Kreisen des Gaues SüdHannover/Braunschweig, überreicht. Bürgermeister Brinkmann brennt gerade den Wertstempel ein. Ihm schauen dabei Abteilungsleiter Dr. Gußmann, Hannover (in Uniform), Oberschullehrer Grönig, Osterode, Gaufrauenschaftsleiterin Mischka-Grahe, Schlosserrneister Meyer, Goslar, und Bildschnitzer Nickel, Goslar, der Schöpfer der 'Führer-Truhe', zu.

18. Schon ab 1934 bemühte sich die Stadt Osterode, Garnison zu werden. Nach einigen Rückschlägen brachte die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht schließlich Erfolg. Nicht zuletzt durch Unterstützung des damaligen Adjutanten der Wehrmacht beim Führer, Friedrich Hoßbach, entstanden so auf einem von der Stadt erworbenen Gelände an der Bergstraße in aller Eile Kasernen-Neubauten.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek