Osterode am Harz in alten Ansichten Band 3

Osterode am Harz in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Friedrich Armbrecht, Werner Binnewies und Herbert Wagner
Gemeente
:   Osterode am Harz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3101-8
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osterode am Harz in alten Ansichten Band 3'

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49. Beschaulichkeit und Ruhe vermittelt dieses Bild vom Rollberg. Auf den ersten Bliek scheint sich bis heute nicht viel verändert zu haben, doch bei näherer Betrachtung stößt man auf manche Einzelheit.

50. Wie man mit diesem Bild vergleichen kann, hat auch dieUntere Neustadt die letzten Jahrzehnte nahezu unverändert überstanden. Wie an einer Perlenschnur sind die Fachwerkhäuser in der typisohen Traufenbauweise südniedersächsischer Städte aufgereiht.

SI. Der Krieg forderte immer mehr menschliche und materielle Opfer. Auch die Osteroder Kirchenglocken waren kriegswichtig geworden und warteten am Güterbahnhof auf ihren Abtransport. Nach dem abgetragenen Glockenstuhl der Marktkirche waren sie ohnehin überflüssig geworden ...

52. Die Herzberger- und die Schwiegershäuser Straße münden beide 'auf der Schweiz' vor dem Landratsamt. Basaltpflaster und schattige Chausseebäume gaben diesem Bereich einst ein Stimrnungsvolles Aussehen.

53. Eine Pioniereinheit rückte mit einer Sprengladung dem Schornstein der 'Saftquetsche' an der Herzberger Straße zu Leibe, Das Bild zeigt den Augenblick der Detonation. Doch mit Rücksicht auf die umliegenden Häuser war die Sprengladung wohl nicht groß genug ausgefallen - sie riß nur ein großes Loch. Per Hand mußte der Gigant schließlich umgelegt werden.

54. Auch Osterode erlebte seine 'Stunde Null'. Am 11. April 1945 besetzten gegen 14 Uhr amerikanische Invasionstruppen die Stadt. Die Bevölkerung war in die Gipsstollen und die nahen Harzwälder evakuiert worden. Um dem Gegner den Weitermarsch in die 'Festung Harz' zu erschweren, sprengten zurückflutende deutsche Truppen die drei Sösebrücken. Besonders die Häuser an der Johannistorbrücke wurden dadurch völlig zerstört oder zumindest doch stark beschädigt, Da die Sprengladungen unfachmännisch auf der Brücke gezündet wurden, verblieb den Amerikanern sogar ein schmaler Fußweg über den Fluß.

55. In den letzten Kriegstagen war es in und um Osterode noch zu Kampfhandlungen gekommen. Für die Gefallenen schuf man auf der Höhe des neuen Friedhofs eine würdige Gedenkstätte. Das Holzkreuz und die schlichten Steine mahnen noch heute an die sinnlosen Opfer von Krieg und Gewalt.

56. Im Januar 1945 verlegte man ein ungarisches Divisions1azarett in die Kaserne Bergstraße. Zwei Jahre war es Lager und Notquartier für viele Ungarn, die damals noch immer auf ihre Heimkehr warten mußten. Ab Frühjahr 1948 wanderten jedoch viele nach Australien, den USA, Argentinien, Venezuela oder England aus. Sechsundfünfzig verstorbene Soldaten ehemals deutsche Verbündete - erhielten auf dem Osteroder Friedhof ihre letzte Ruhestätte.

57. Erst 1947 konnte das Hauptgebäude der Städtischen Oberschule für den Unterricht wieder freigegeben werden. Nicht weniger als 923 Schüler besuchten 1952 die Schule, dreimal soviel wie 1937. Die Raumnot war unbeschreiblich. Zehn Klassen hatten jeweils über fünfzig Schüler und jedem Kind standen nur 0,85 Quadratmeter Bodenfläche zur Verfügung.

58. Um 1850 wandelte man bereits 'die frühere Wohnung des Nachrichters' in ein Krankenhaus um. Durch Urn- und Anbauten immer wieder erweitert, standen 1927 zum Beispiel 28 Betten, 1951 aber bereits 100 Betten zur Verfügung, Dennoch herrschten durch den großen Bevölkerungszuwachs zum Teil unzumutbare Zustände und akuter Bettenmangel, die die Stadt zwangen, 1954 mit einem Krankenhaus-Neubau am Fuchshaller Weg zu beginnen.

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