Osterode am Harz in alten Ansichten Band 4

Osterode am Harz in alten Ansichten Band 4

Auteur
:   Wieland Mücke, Ekkehard Eder und Herbert Wagner
Gemeente
:   Osterode am Harz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5919-7
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osterode am Harz in alten Ansichten Band 4'

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89. Auf Anregung durch den an der Marienkirche wirkenden Pastor Friedrich Schünemann zogen ab 1905 jeweils am Heiligen Abend die Weihnachtssänger durch Osterode. Diese Tradition. die an altes Brauchtum anknüpft, ist bis heute bewahrt worden. Das Lied 'Dies ist der Tag. den Gott gemacht' erklingt alljährlich am Weihnachtsabend in den Straßen der Stadt. Die Aufnahme entstand 1954 vor dem Gasthaus 'Zur Loge' an der Sösepromenade.

90. Unter der Eisenbahnlinie hindurch fließt der Mühlengraben zum Kupferwerk Fr. Jams. Mit der Wasserkraft waren Härnmer zur Metallbearbeitung und Generatoren zur Stromerzeugung betrieben worden. Schon im 17. Jahrhundert arbeitete am Rotemühlenweg ein Kupferhammer. Der Betrieb, dessen Fertigungsprogramm nach dem Zweiten Weltkrieg neben Kupferkesseln und -blechen auch Gießereierzeugnisse und elektrotechnische Geräte umfaßte. stellte 1984 die Produktion ein. Teile der alten Betriebseinrichtung des Kupferhammers befinden sich heute im Westfälischen Freilichtrnuseum in Hagen.

91. Im Bereich der heutigen Gebäude Bahnhofstraße 15 bis 19 befanden sich früher mehrere Lohgerbereien. Das Wasser des vor den Häusern fließenden Mühlengrabens und die Baumrinde aus den Wäldern um Osterode nutzte man zum Gerben der Tierhäute. Dampfkessellieferten die für die Lederproduktion erforderliche Energie.

92. Im Jahre 1855 ließ Louis Rohrmann ein Wohn- und Fabrikgebäude am heutigen Rotemühlenweg crrichten. das er als Dampfsägemühle und zur Gipsaufbereitung nutzte. 1878 erwarb der Kaufmann Pego aus Hamburg die sogenannte 'Annenmühlc'. die er 1887/88 zu einer Brauerei ausbaute. Diese 'Harzer-Berg-Brauerei AG' mußte 1919 aus wirtschaftlichen Gründen ihre Produktion einstellen. Ab 1922 betrieb die Familie Schimpf in den jetzt als 'Annenhof" bezeichneten Gebäuden eine Landwirtschaft. Nach dern Zweiten Weltkrieg diente der Hof einer Baufirma als Werkstatt und Lager, bevor er 1977 an die 'Harz- Weser- Werkstätten' verkauft wurde. Diese Einrichtung für Behinderte konnte durch den Ankauf ihre seit 1971 bestehenden Werkstätten am Rotemühlenweg erweitern. Der alte 'Armenhof' mußte diescr neuen Bebauung weichen.

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93. Im Juni 1982 bcseitigte man die Gewölbekeller des 'Annenhoïes'. um an dieser Stelle Erweiterungsbauten der 'Harz- Weser- Werkstätten' zu errichten. Die 'Harzer-Berg-Brauerei hatte in diesen Kellern früher das Bier gelagert. Später nutzte man diese Räume zum Betrieb einer Champignonzucht.

94. Seit dem Minelalter mußten die wehrfähigen Osteroder Bürger regelmäßige Wehr- und Schießübungen durchführen. um die Verteidigungsbereitschaft der Stadt sicherzustcllen. Aus diesen Übungen entwiekelten sich seit dem 16. Jahrhundert die Schützenfeste, die noch hcute von der Schützenbruderschaft veranstaltct werden. Die Aufnahme zeigt die Teilnehmer des Schützenfrühstücks anläßlich des Schützcnfestes 1953.

95. Im Jahre 1882 errichtete der Schuhmacherrneister Friedrich Müller dieses Gebäude auf dem Königsplatz. das sich bereits 1909 im Besitz der Schuhmacherfamilie Fedder befand. Das Haus überstand zwar den Großbrand am 18. Mai 1977. der die benachbarte Stadtsparkasse schwer bcschädigte, mußte jedoch 1980 abgebrochen werden, um den Ausbau des Innenstadtringes zwischen der Eisensteinstraße und dem Königsplatz zu errnöglichcn.

96. Diese Ende der fünfziger Jahre entstandene Luftaufnahme zeigt noch die alten Anlagen der Westharzer Kraftwerke an der Söse, Im Hintergrund ist die damals noch außerhalb der Wohnbebauung liegende Röddenbergschule zu erkennen.

97. Die Bereitstellung von Flächen für Wohn- und Gewerbezwecke beeinflußt maßgeblich die Entwieklung einer Stadt. In Osterode entstanden um die alte Kernstadt herum neue Wohngebiete in den Bereichen Dreilinden, Fuchshalle/Halberstädter Straße, Butterberg. Röddenberg und Siechenfeld. Das Bild aus dern Jahre 1963 zeigt die noch nicht asphaltierte Hohensteiner Straße im Siechenfeld. Neue Gcwerbegebiete konnten in der Leege und im Gewerbepark Westharz geschaffen werden. Auch die Entwicklung der Ortschaften und Ortsteile Iörderte man durch die Bereitstellung von Flächen für Wohn- oder Gewerbezwecke.

98. Der Flüchtlingszustrom in die Stadt hatte auch die Schülerzahl st-rk anwachsen lassen. In der Bürgerknabenschule (heute: Schule Am Jacobitor) und der Bürgermädchenschule (heute: Schule Neustädter Tor) standen nicht genügend Räume zur Verfügung. In den Klassenzimmern drängten sich oft Schulklassen mit über fünfzig Kindern. Erst der Neubau einer 'Volksschule mit Aufbauzug (Mittelschule in verkürzter Form)' auf dem Röddenberg verbesserte die Situation. Am 27. November 1954 konnte der erste Bauabschnitt. am 13. Januar 1956 der zweite Bauabschnitt eingewciht werden.

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