Osterwieck in alten Ansichten

Osterwieck in alten Ansichten

Auteur
:   Günter Kirsten
Gemeente
:   Osterwieck
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5400-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osterwieck in alten Ansichten'

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39. Das Eulenspiegelhaus ist wahrscheinlich von der Stadt als kleines Ratsstübchen erbaut worden. Die Schnitzereien stammen vom Baumeister Sim on Stappen.

40. Eine Postkarte von 1916 läßt die Schnitzkunst am Eulenspiegelhaus voll zur Geltung kommen. Am Torbogen steht ein Schankwirt mit einem Bierkrug in der rechten Hand. Über dem Torbogen hat der Schnitzmeister das sogenannte 'Luderziehen' (Tauziehen) dargestellt. Daneben befindet sich eine liegende Gestalt mit dem Kopf über einem Totenschädel, die Vergänglichkeit des Menschen darstellend. Die stark vorgekragte Saumschwelle gab dem Schnitzmeister genügend Raum für seine Darstellung komisch-phantastischer Art. Da sieht man allerhand Fabelwesen, unter anderem einen kranichartigen Vogel, zwei Affen, die sich gegenseitig einen Spiegel vorhalten, zwei Köpfe am Fuße eines Blattornamentes, einen Schalksnarren, die Wappenrose, eine Meerjungfrau zwischen weiteren Fabelwesen und ein kleines Andreaskreuz.

41. Am Eingang von der Schulzenstraße in den Sonnenklee stand dieses große Fachwerkhaus, 1579 von einem Baumeister Geisier errichtet. In den sechziger Jahren wurde es leider abgebrochen. Nur eine Brüstungstafel mit Inschrift ist im Heimatmuseum erhalten.

42. Das erste Bauwerk im niedersächsischen Stil ist die sogenannte 'alte Vogtei', erbaut 1533. In diesem Gebäude befand sich vor 1700 die Stadtvogtei. Das erklärt auch den massiven Unterbau. Öffentliche Gebäude (Rathäuser und Kirchen) wurden fast immer in Stein gebaut, Bürgerhäuser dagegen in Holzarchitektur. Die Familie Franz Victor von Uslar kaufte 1713 die Gebäude der Stadtvogtei, die sich im schlechten baulichen Zustand befunden haben, für 500 Taler vom preußischen König. Mit dem dazugehörigen Rittergut wechselte die alte Vogtei mehrfach die Besitzer.

43. Eine Aufnahme von 1914 zeigt den Eingang zum Vogteiplatz von der Schulzenstraße. Sehr imposant ist die große Freitreppe vor dem ehemaligen Haus der Familie Söllig.

44. Die Mühlenilse verläßt, nachdem sie den Vogteiplatz durchquert hat, die Stadt, Hier sind Reste der alten Stadtmauer zu erkennen. Um 1925 waren noch Häuser vorhanden, die man an die Stadtmauer gebaut hatte. Heute kann man nur die schieten Häuser (rechts, ohne Bewuchs) bewundern.

45. Links im Bild alte Gerberhäuser, zu erkennen an den Dachgaupen, die zur Belüftung des Leders dienten. Rechter Hand das ehemalige Hospital St. Bartholomäus. Dort finden wir eine fachwerkliche Besonderheit. das doppelte Flechtband; dieses läuft ohne Unterbrechung über die ganze Breite des Hauses. Am rechten Bildrand ist noch ein Teil der Gaststätte 'Brauner Hirsch' zu sehen. Im Braunschweiger Anzeiger wird schon 1824 unter 'Vermischten Nachrichten' berichtet: 'Allen resp. Reisenden empfehle ich mein neues zum logieren bequem eingerichtetes Wirtshaus zum braunen Hirsch ganz ergebenst, und verspreche die billigste und prompteste Bedienung'.

46. Dieses Haus wurde 1569 als Sitz des Archidiakons gebaut. Fast alle anderen Häuser der Stadt stehen mit der Traufseite zur Straße (eine Eigentümlichkeit des Nordharzgebietes). Die Giebelseiten sind nur in wenigen Fällen, bei besonders wichtigen, zumeist auch öffentlichen Gebäuden zur Straße gestellt.

47. Ein Beispiel für den beginnenden Übergang vom niedersächsischen Stil zur Renaissance ist das hohe Haus von 1580 in der Nikolaistraße 30. An diesem Haus befinden sich über der unteren Saumschwelle noch die Rosetten, während am oberen Stockwerk schon die Blendarkaden die Brüstungsfelder schmücken. Zwischen den Rosetten sind kleine Sterne eingeschnitzt, vor und hinter der Jahreszahl Spiralen. Die Hausinschrift an der oberen und unteren Saumschwelle lautet: 'die furcht des hem macht das hertz frölich, und gibt freude und wonne Ewiglich Sy 1. Thue nichts ohn radt, so gerewt dirs nicht nach der thatt. 1580 H.F.A.'.

Osterwieck, Harz Tetchdarnm mil St. Joseph-Kirche

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48. Am Teichdamm, der seinen Namen von einern früheren großen Teich ableitet, steht die St.Josefs-Kirche. Sie ist 1888 für die damals noch kleine katholische Gemeinde erbaut worden. Wenn diese Kirche auch nicht das ehrwürdige Alter der beiden evangelischen Kirchen hat, so lohnt sich trotzdem ein Besuch. Auf der Ansichtskarte von 1910 ist zu erkennen, daß die Straße an der Kirche endet. Sie wurde erst nach 1920 bis zur Post weitergebaut .

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