Osterwieck in alten Ansichten

Osterwieck in alten Ansichten

Auteur
:   Günter Kirsten
Gemeente
:   Osterwieck
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5400-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Osterwieck in alten Ansichten'

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59. 'Die älteste und umfangreichste aller unserer Industrien ist die Lederindustrie' , schreibt Paul Eisert in einer Chronik der Stadt Osterwieck von 1924. Sie wurde in alten Urkunden schon vor ungefähr 160 Jahren erwähnt. Die Hugenotten, die am Ende des 17. Jahrhunderts in unser Gebiet kamen, haben auch die Handschuhfabrikation wesentlich beeinflußt. Davon zeugen heute noch die französischen Fachausdrücke der Handschuhmacher. Um 1900 gab es in Osterwieck vierzehn Fabriken die Leder bearbeiteten. Ungefähr 1 000 Menschen waren in der Lederbe- und verarbeitungtätig.

60. Die Herstellung von sehr schönen kunstvoll bestickten Handschuhen brachte unserer Stadt Weltruf. Fritz Gille dichtete 1922:

Osterwieck du leiwe Stadt Dä in Ledder Weltruf hat.

Un dä Handschen schickt allda Hen bet na Amerika.

61. Die Herausgabe von Notgeld nach dem Ersten Weltkrieg war auch in Osterwieck erforderlich. Mit Stadtansichten und Wappen gestaltetes Papiergeld weckte die Sammelleidenschaft der Bevölkerung. Um Geld für die Stadt zu beschaffen wurde 1922 das Osterwiecker Ledergeld herausgegeben. Als Baustein bezeichnet, wurden fünf verschiedene Wertstufen gedruckt. Hermann Rabel schuf die Entwürfe, die Lederfabriken lieferten entsprechend hochwertiges Leder und bei A.W. Zickfeld wurde der Druck ausgeführt. Auf Grund der wundervollen Aufmachung war es allerdings sehr bald aus dem Verkehr verschwunden und in die Tresore der Sammler gewandert. Paul Eisert schrieb vor 65 Jahren zum Ledergeld: 'Wer es als Sammler noch nicht kennt, von dem wird man bald sagen, daß er nicht auf der Höhe sei, denn eben dieses Ledergeld hat bereits Weltruf erworben. Selbst im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten - Amerika - hat das Erzeugnis der kleinen Lederstadt Aufsehen erregt!'

62. Schriftsetzerwerkstatt in der ehemaligen Druckerei und Verlagsanstalt A.W. Zickfeld (gegründet 1868). Im Jahre 1868 wurde der Osterwiecker Anzeiger für Osterwieck und Umgebung herausgegeben. Ab 1874 erschien 'die Ilse-Zeitung'. Als getreues Heimatblatt diente diese Zeitung keiner Partei, sondern allein den Interessen der engeren Heimat, des Landkreises mit seinen Gemeinden und der Stadt Osterwieck. (Aufnahme von 1910, noch in der Nikolaistraße).

63. Der Fallstein ist ein Höhenzug in der Nähe unserer Stadt. Kalkablagerungen aus urzeitlichen Meeren wurden emporgehoben. Der Kalk hat eine sehr gute Qualität für die Weiterverarbeitung im Bauwesen. Zwei Kalk- und Mergelwerke gab es Anfang des 20. Jahrhunderts in Osterwieck. Das Bild zeigt eine Übung der 1906 gegründeten Sanitätskolonne. Auf der Trage sitzend Kolonnenführer Paul Eisert.

64. Der letzte Osterwiecker Tuchmacher: Heinrich Badehorn, Wietholz 32.

65. Die Ilse wurde zur Befestigung der Stadt um die Stadtmauern geleitet. Irn Volksmund heißt dieser Teil schon sehr lange 'Lake'. Notstandsarbeiten 1926/27 wurden zur Befestigung der Ufer und zum Bau von Fußgängerbrücken genutzt. Bekannt sind uns heute noch die Männer auf dem Bild:

Görmer, Bormann, Pitruska, Wolf, Hillges, Fierley, Hille , Wanke , Hundertmark und Ebert.

66. 'Erst 1895 wurde die städtische Wasserleitung mit einern Kostenaufwand von 140 350, - Mark erbaut', schreibt Theo Gille in seinem Stadtführer auf Seite 28. Vorher gab es eine Holzwasserleitung (Pipe), die verschiedene Abnahmestellen (Pipenpa!) speiste.

67. An der Eisenbahnlinie Osterwieck-Wasserleben wurde vom 17. August 1881 bis 18. Mai 1882 gearbeitet. Am 1. Oktober 1881 erfolgte der erste Spatenstich auf dem zukünftigen Bahnhof. Mitte Dezember konnte mit dem Legen der Schienen begonnen werden. Am 18. Mai 1882 fand die Eröffnungsfeier der Bahnlinie statt. 1908 wurde die Strecke in Richtung Hornburg eröffnet und damit über Börßum der Verkehr nach Braunschweig ermöglicht. Nun war Osterwieck dem pulsierenden Weltverkehr angegliedert.

68. Die Stadt Osterwieck erfreute sich des Besitzes einer anerkannten Privatschule, die am 22. April 1884 mit 25 Schülern eröffnet wurde. 1902 wurde die Schule aufgelöst und eine gehobene Abteilung der Volksschule ging daraus hervor. Am 1. Aprill913 wurde sie in eine Mittelschule urngewandelt. Folgende Orte sandten Kinder in die Mittelschule: Berßel, Bühne, Deersheim, Hoppenstedt, Homburg. Lüttgenrode, Rimbeck, Rhoden, Schauen, Stötterlingen und Wasserleben.

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