Ovelgönne in alten Ansichten

Ovelgönne in alten Ansichten

Auteur
:   Walter Folter
Gemeente
:   Ovelgönne
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6636-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ovelgönne in alten Ansichten'

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39 Haus Breite Straße 19. Das Gebäude, 1907 von der Gemeinde Ovelgänne gebaut, beherbergte bis 192 2 das Kaiserliche Postamt. Die Bezeichnung trug das Gebäude allerdings einige Iahre zu lange. Die Post war zur Entfernung nicht verpflichtet und die Gemeinde wegen der Kosten dazu nicht bereit.

N achdem ein Spaßvogel das Wort 'ehemaliges' davor gesetzt hatte, kam es zu einer Anzeige bei der Republikanischen Beschwerde stelle in Berlin. Die Angelegenheit beschäftigte 1925 sogar den Oldenburgischen Landtag. Dadurch wurde man im ganzen Reich auf Ovelgänne aufmerksam, viele Zeitungs-

schreiber und Fotografen waren vor Ort, um darüber zu berichten. Aber die Inschrift blieb, da die Regierung keine rechtliche Handhabe fand, die Ge-

me inde zum Entfernen zu zwingen. Erst am 12. August 1937 beschließt der Gemeinderat, die Inschrift zu beseitigen. Von 1933 bis 1976 Sitz der Gemeinde-

verwaltung. Nach einer Gebietsreform, Verlegung der Verwaltung gegen den Willen der Ovelgänner Bevälkerung nach Oldenbrok.

40 Umzug der Gemeindeverwaltung im Iahre 1934 von der Bahnhofstraße 28 in die Breite Straße Nr. 19, das ehemalige Kaiserliche Postamt. Auf Grund der Oldenburgischen Verwaltungsreform 1933 wurde aus den Ämtern Butjadingen, Brake und Elsfleth der Landkreis Wesermarsch gebildet. Aus den Gemeinden Ovelgönne, Golzwarden und Strückhausen wurde die Großgemeinde Ovelgönne. Personen von links: Heinrich Hülsebusch, Franz Damke, Bürgermeister von 1933 bis 1 937, Geselle Heim. Michels, Fa. Cordes Neustadt, Georg Deharde, und Frisör Hermann Schulz. Sitzend: Viehhänd-

Ier Franz Hedden, Adolf Eilers, späterer Gemeindekämmerer, unbekannt. Hinten stehend: Auktionator Karl Kuck, vor 1933 Ortsvorsteher und langjähriger Leiter der Erspa-

rungskasse, spätere LzO, und Schmiedemeister Wilhelm van Minden, Golzwarden. Rechts vorn stehend: unbekannt, Wilhelm Höpken(?), Golzwarden.

41 Mütterehrung im Zweiten Weltkrieg in Ovelgönne. Auf dem Gruppenbild zu sehen sind Mütter aus der Gemeinde Ovelgönne im Garten des Ha-

tels Zum König von Griechenland. Hier wurde ihnen das 'Mutterehrenkreuz' verliehen. Oben von links: unbekannt, Meta Hülsebusch, Klara Drees, Frau

Barre, Frau Onken, Anna Waltmann, Frau Martens, Frau Hibbeler und Anna Ramien. Unten von links: unbekannt, Frau Os tendorf, Frau Schröder, Frau

Beckhusen, Frau Balte, Frau Haye, Frau Scharps, Frau Läer und Frau Klackgether.

42 Blick in die Breite Straße vom Marktplatz. Zwei fleißige Mädchen, die Milchkannen nach Hause holen, die der Fuhrmann von der Molkerei zurückbrachte. Vorn rechts der Gasthof ZurTraube, der im Iahre 1971 abgebrochen wurde. Daneben das Kolonialwarengeschäft van Melchior von Gösseln, in dem früher auch eine Bäkkerei untergebracht war. Die letzte Inhaberin, Gerda von Gösseln, deren Mann im Zweiten Weltkrieg gefallen war, hat das Geschäft bis 1 967 alleine weitergeführt. Es war ein schöner, alter Tante-Emma-Laden wie man heute zu sagen pflegt - vollgestopft mit

alten Sachen längst vergangener Zeiten; ein Teil davon erinnert noch heute in unserem Handwerkermuseum an ihn.

43 Lebhafter Handel während eines pferdemarktes im Iahre 1930 an der Ecke Breite- und Kirchenstraße. Vor dem Gasthaus ZurTraube bieten Händler ihre Waren an. Die von Graf Anton Günther in denjahren 1630-1633 angeordneten Viehmärkte fanden anfangs zu unregelmäßigen Zeiten statt. Pferde- und Rindermärkte wurden später getrennt. Alle Märkte wurden bis 1960-1962 in der Breiten Straße abgehalten. Der Ovelgänner Pferdemarkt, weit über die Grenzen des Oldenburger Landes bekannt, findet alljährlich am ersten Montag im September statt. Rekordauftrieb

von über 5 000 pferden im Iahr 1 8 8 7, 1 952 waren es immerhin noch 1 200 pferde. Der Markt wurde nach 1945 zum großen bunten Volksfest ausgebaut, er wird nun an drei Tagen

abgehalten. Ein großer Umzug mit Festwagen, Spielmannszügen, Musikkapellen, Reitern und Fußgruppen, aber auch die Ausstellung der Kleintierzüchter, die große Gewer-

beschau und die Flohmärkte sind der Publikumsmagnet, der Zehntausende ins Burgdorflockt.

44 In den fünfziger Iahren wurde im Garten des Hotels von ein paar Freunden des Schießsports derVersuch unternommen, wieder einen Schützenverein zu gründen. Dies waren von links: Georg Deharde, Alfred Oltmanns, Werner Havekost, Wilhelm Schröder, Wilhelm Meyer, in der Tür stehend Herbert KügIer, Hans Wedeken, Anton Hermann Läer, Günther Gurka, H. Gebauer, Heinz Polinsky und ein paar andere. Es blieb bei einem Versuch. Erst am 24. Juni 1971 trafen sich 23 Freunde des Schießsports, von Ihnen wurde der Sportschützenverein Ovelgönne e.V ins Leben gerufen.

Walter Folter, zum ersten Vorsitzenden gewählt, übte diesen Posten 21 Iahre

lang aus, bis er das Amt

aus Gesundheitsgründen in jüngere Hände legte.

45 Auf der Ansichtskarte aus den vierziger Iahren links oben zu sehen das bis 1951 als Schule genutzte frühere Land- undAmtsgericht. Die Longierhalle van 1899 (rechtsoben),die ihren Namen dadurch erhielt, daß man pferde in der Halle zum Verkauf vorführte und sie dabei an der Longe führte. Links unten eine Ansicht der Breiten Straße. Bei dem Auto handelt es sich um ein AdlerTrumpf-Junior-Cabrio. Eigentümer war Bauer Friedrich Tantzen, van 1937 bis 1944 Bürgermeister von Ovelgänne. Tantzen wurde zur Wehrmacht eingezogen und starb 1944 in Würzburg. Unten rechts

das 1809 als Schule und Kirche erbaute, in seinem Baustil im norddeutschen Raum einzigartige Gotteshaus.

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46 Der Maibaum auf dem Marktplatz, von der Freiwilligen Feuerwehr seit den fünfziger Iahren alljährlich aufgestellt, ist ein Wahrzeichen, das weit ins Land scheint. Auf dem Bild sieht man noch das Haus Zum blauen Tempel 2. Es wurde 1971 abgebrochen, um einem Neubau Platz zu machen. Die Pläne dazu wurden aber nie verwirklicht. So entstand leider eine Lücke im Ortskern, die bis heute nicht geschlossen wurde. Für drei Tage Markttrubel für die Schausteller sicher zum Vorteil, für den Rest des Iahres eher ein wenig öd und leer.

47 Turnerinnen im Garten des Hotels vor der alten Kegelbahn. Schon 1848 wurde der erste Turnverein in Ovelgänne gegründet, Frauen wurden zu der Zeit nicht aufgenommen. Es handelte sich damals auch mehr um eine Bürgerwehr,

wobei der Übergang zum Wehrturnen oft fließend war. Hier wurde für den Ernstfall geübt und dabei wurde vaterländisches Liedgut beim gemeinsamen Gesang unter politisch Gleichgesinnten verbreitet. Die Integration von

Frauen in den Verein wurde immer wieder abgelehnt. Und gab es auch schon 1899 eine DamenTurnriege, so dauerte es noch viele Iahre, bis die Turnerinnen im Verein voll integriert wurden. Im Ersten Weltkrieg gründete

Turnwart Wilhelm Grube, rechts im Bild, eine Frauenabteilung, in der zwanzig junge Mädchen regelmäßig turnten. Neben Geräteturnen waren Keulenschwingen, Gymnastik sowie Schlagballspiele und Staffelläufe im Programm.

48 In diesem alten Bürgerhaus aus dem Iahre

177 3 wurde 198 1 das Norddeutsche Handwerkermuseum eingerichtet. Hier erinnert man an viele, längst vergessene Handwerkerberufe, die früher einmal in unserem Ort so reichhaltig vertreten waren. Diese heimatkundliche Sammlung, bestehend aus vielen liebevoll zusammengetragenen Exponaten, teils als Leihgabe, teils als Spende, war durch Mangel an Geld bei der Kommune stark gef<ihrdet. Das Museum wird nach Übernahme durch den Ovelgänner Heimat- und Kulturverein e.V einen erfreulichen Aufschwung und eine Erwei-

terung erleben. Mit umfangreichenAn- und Umbauten wurde sofort nach Übernahme im Iahr 2000 begonnen. Eine Bereicherung für Ovelgänne und die Region.

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