Papenburg in alten Ansichten

Papenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Bernhard Stubbe
Gemeente
:   Papenburg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2396-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Papenburg in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Papenburg, die Stadt, die im Moor entstand

Papenburg ist eine verhältnismäßig junge Stadt. Wo heute etwa 30 000 Menschen leben und ihr Auskommen finden. war vor knapp 350 Jahren zum großen Teil nur wildes unwegsames Moor.

Der Name der Stadt geht auf die Wasserburg 'Papenborg' zurück, die inmitten von Moor an der nördlichen Grenze des ehemaligen Fürstbistums Münster gegen Ostfriesland lag und seit 1438 dem Bischof als Landesherrn gehörte. Diese Burg benutzte der Bischof als Ausgangspunkt für seine Reisen nach Ostfriesland, das ihm kirchlich unterstellt, politisch jedoch selbstständig war. Diese Wasserburg ist der Ursprung der heutigen Stadt.

Als im Jahre 163 I der damalige Drost des Emslandes, Dietrich von Veelen, vom Fürstbischof mit dieser alten Burg als Lehn betraut wurde, beschloß er, hier nach holländischem Beispiel eine Fehnkolonie zu gründen. Dieses mußte in der Weise geschehen, daß von der Ems ausgehend, breite Kanäle in das Moor gegraben wurden, die sowohl der Entwässerung als auch der Abfuhr des zu steehenden Torfes dienten. Durch die vom Drosten angeworbenen Siedler nahm die Fehnkolonie einen ständigen Aufschwung.

Bald hatten die Siedler gemerkt, daß der Handel mit

dem von ihnen gestochenen Torf ein Geschäft sein konnte. Und so brachten sie diesen mit selbstgebauten kleinen Kähnen über die Ems in die Absatzgebiete, insbesondere nach Ostfriesland , wo Brennmaterialien knapp waren. Bei der Einsatzbereitschaft und dem Wagemut dieser Männer konnte es nicht lange ausbleiben, daß sie sich auch bald weiter mit ihren Schiffen hinaus über das Wattenmeer bis hin nach Hamburg und Bremen wagten. Ihnen wurde nunmehr bewußt, daß in der Schiffahrt die große Zukunft lag. Das Hamburger und Bremer Beispiel, das sie auf ihren bisherigen Fahrten kennengelernt hatten, mochte für sie ein weiterer Ansporn sein. Für die Seefahrt jedoch brauchten sie größere Schiffe. Wo sie früher ihre eigenen Torfkähne gebaut hatten, wagten sie sich nun an den Bau der großen Segelschiffe und an den Kanalufern entstanden die Schiffswerften.

Im Jahre 1797 waren in Papenburg davon bereits neunzehn vorhanden, die dann im Laufe der Zeit immer größere Schiffe bauten. Mit diesen Schiffen fuhren die Papenburger Kapitäne und Mannschaften, die nun von Siedlern zu Seefahrern geworden waren, immer weiter auf die Weltmeere, und es klingt heute fantastisch und ist doch die Wahrheit, wenn in den Chroniken verzeichnet steht, daß sich im Jahre 1808 vierundvierzig Papenburger Kapitäne in Buenos Aires

trafen und daß sich rund fünfzig Jahre später im Herbst eines Jahres vierundsechzig Papenburger Schiffe in Riga ansammelten. Bemerkenswert mag hier noch sein, daß die Papenburger Schiffe etwa von Beginn der eigentlichen Seeschiffahrt bis Anfang des 19. Jahrhunderts, unter der eigenen Papenburger Flagge fuhren, die insbesondere zu Kriegszeiten genauso respektiert wurde, wie die einer zentralen wirklichen Seemacht. Und so war es nicht verwunderlich, sondern fast verständlich, wenn der Papenburger Heimatdichter Gottfried Bueren damals sang:

Schien Papenburg, als ob es Hamburg wäre ...

... des Wohlstands Ebbe stieg zur höchsten Flut ... Aber leider folgte der Höhe der Segelschiffahrt mit dem Aufkommen der Eisenschiffahrt bald der Abstieg. Weder die Kapitäne und Reeder noch die Schiffswerften, bis auf eine - die heutige Meyerwerft. die mit ihren rund I 400 Arbeitskräften auch heute Weltruf besitzt - haben es verstanden sich rechtzeitig umzustellen. Mit Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gelang es, andere Industrien nach Papenburg zu ziehen. Dieses war umso einfacher, als die hafenmäßige Verbindung zur See erhalten blieb. Aber mit dem Ende der Segelschiffahrt hatte Papenburg seinen eigentlichen Ruf als Schifferstadt verloren. Es begann für sie nun eine neue Seite der Geschichte.

Wie aber sieht Papenburg nun heute aus? Das Bild einer Fehnkolonie ist bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben. Noch heute durchziehen mehr als fünfundzwanzig Kilometer Binnenkanäle die Stadt, die jedoch nicht mehr Schiffahrtsweg, sondern nur noch Vorfluter für die Entwässerung der weiten Stadtgebiete sind.

Geblieben ist auch die Verbindung dieser Stadt zu den Weltmeeren. Papenburg ist heute der am weiresten binnenwärts gelegene Seehafen und als solcher zum Beispiel der größte Holzumschlagplatz Nordwestdeutschlands. Und insbesondere die Schiffahrtsbeziehungen in den skandinavischen Raum und nach Rußland begründen den anerkannten Ruf dieses Hafens.

So steht zwar noch manches in Beziehung zu dem Werden dieser Stadt als Fehnkolonie. Papenburg ist aber über die Bedeutung einer Fehnkolonie, nicht zuletzt auch durch die Angliederung der ehemaligen Stadt Aschendorf sowie den Gemeinden Bakel, Herbrum, Nenndorf und Tunxdorf im Rahmen der Verwaltungs- und Gebietsreform, weit hinausgewachsen. Die Stadt ist heute mit dem Hafen, mit ihren Industriebetrieben und rnit den schulischen und kulturellen Einrichtungen der wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt des nördlichen Emslandes.

1. Das alte Absteigequartier und Amtshaus der Drosten, das Dietrich von Veelen um 1642/43 erbauen ließ. Das Haus ist das älteste Bauwerk Papenburgs. Links das 'Papenburger Herrenhaus'. Seine Anlage erinnert an eine alte westfälische Wasserburg. Die davor liegende Giesenbrücke bekam ihren Namen von Kar! Giese, der während der Franzosenzeit zu Anfang des 19. Jahrhunderts Bürgermeister von Papenburg war und in diesem Hause wohnte.

2. Die Seeschleuse Papenburg wurde im Jahre 1902 fertiggestellt. Sie hatte folgende Ausmaße: Kammerlänge 95 m, Breite 15 mund Drempeltiefe 5,50 m. Gleichzeitig wurde der Sielkanal auf 51 m bis 75 m verbreitert und auf circa 4,5 bis 5,5 m vertieft. Durch mehrere Begradigungen der Ems, unterhalb Papenburgs, wurde erreicht, daß Seeschiffe größeren Tiefgangs bis in den Papenburger Hafen gelangen konnten.

3. Sielkanal mit Bliek auf die Schiffswerft Jas. L. Meyer. Mit dem Aufkommen der Dampfschiffahrt ging die Papenburger Holz-Schiffbau-Industrie stark zurück. Im Jahre 1887 lagen in Papenburg nur noch drei halbfertige Schiffe auf Stapel, die außerdem noch nicht einmal verkauft waren. Nur die Werft von Jas. L. Meyer ging zum Eisen-Schiffbau über und schuf somit die Basis für ihre Zukunft.

PAPEi';'BüRO

Die Entwickelung der Schleusen-Anlagen Drosrensiel : benutzt seit Gründung Papenburg s bis 1865; weit 6,75 m, tief 2,51 m Ems-Schleuse : 1565 eingeweitrt durch König Georg V. van Hannover; Schleusenkammer tang 50,24 m, breit 11,30 m, tief 3,17 m

See-Schleuse : 1m eingeweiht; Scbteusen-Kammer lang 90 m, breit 15 m, ttef 5.5 m

4. Als im Jahre 1631 die Belehnung des Gründers von Papenburg, Dietrich Freiherr von Veelen, durch den Bischof zu Münster mit dem Gute Papenburg und dern dazugehörigen 'Torfrnorast' ihre Bestätigung gefunden hatte, wurde sieben Jahre später das hölzerne Siel für achttausend Reichstaler erbaut. Im Jahre 1790 konnte dann das Papenburger Siel von Grund auf ganz aus Steinen aufgebaut werden. Im Jahre 1802 wurden zwei doppelte Zugbrücken und zwei große Sturmtore mit einem Kostenaufwand von 2 300 holländischen Gulden ebenfalls vollständig neu erbaut. Im Jahre 1865 konnte durch König Georg V. von Hannover eine neuzeitliche Seeschleuse eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben werden. Auf dem Bild links unten ist die Schleusenkammer von 1902 nach der Einweihung zu erkennen.

5. Das Wasser in den Papenburger Kanälen wurde durch vier Binnenschleusen, sogenannte Verlaate, reguliert: 1. Dieckhaus Verlaat, 2. Altrneppens Verlaat, 3. Kleinhaus Verlaat und 4. Forsthaus Verlaat. Das Bild zeigt die Altrneppensehe Schleuse.

6. Die Dieckhaus'sche Klapp- oder Zugbrücke. Deutlich erkermbar ist auch die erste (Kasten-)Schleuse Papenburgs. Die Brücke wurde später zur Umländerwiek verlegt.

Papenburg.

Bahnhof

7. Wir sehen hier den Bahnhof von Papenburg. Vor dem Bahnhof steht eine Pferdedroschke, die auf ankommende Fahrgäste wartet.

PRPENBURG.

Partie am Unteoende·.mif Bliek in die BahnhofstraBe.

8. Diese Postkarte zeigt die Tholen-Brücke, eine der Brücken, die den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr in der Kanalstadt aufrecht erhielten. Die Brücke, eine typische, hölzerne Papenburger Klappbrücke, führte über den Hoffskanal und war bei weitem nicht so groß, wie die späteren eisernen Konstruktionen.

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